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4.6.2020 - Marlis Torka/Anna Kehl

Warum ein Besuch im Rhododendron-Park Bremen ganzjährig lohnt

Lebensqualität
Unsere botanische Schatztruhe

Wie wäre es zur Abwechslung mit einem Spaziergang durch eine Genbank? In Bremen ist das möglich. Der Rhododendron-Park in Horn-Lehe besticht durch seine Arten- und Sortenvielfalt: Bis zu 600 Wildarten und fast 3.500 Sorten finden hier ihren Platz.

Damit besitzt Bremen nicht nur die deutschlandweit größte Rhododendron-Sammlung, sondern auch die zweitgrößte weltweit! Lediglich die Kollektion des britischen Königshauses im Windsor Great Park nahe London ist noch größer. Insgesamt umfasst der Bremer Rhododendronpark 46 Hektar. Im Vergleich dazu: Der Bürgerpark ist etwas mehr als 200 Hektar groß, das Spielfeld im Weser-Stadion 0,7 Hektar.

Rhododendronpark
Beliebtes Ausflugsziel: der Bremer Rhododendronpark © Manuela Gangl/BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Park oder lebendes Museum?

Klare Antwort: Der Rhododendron-Park Bremen ist beides. Inmitten herrlich duftender Pflanzen die Wege entlang spazieren und zugleich Wissenswertes rund um die Rhododendron erfahren, das macht einen Besuch in dem berühmten Park zu einem entspannenden wie lehrreichen Erlebnis. Genau genommen bewegen sich die Besucherinnen und Besucher mitten durch eine einzigartige gartenkulturhistorische Sammlung und 200 Jahre Züchtungsgeschichte. Und das tun bis zu 300.000 im Jahr – Bremerinnen und Bremer genauso gerne wie Touristinnen und Touristen. Letztere nehmen oft weite Wege in Kauf, um den Park in voller Blüte zu erleben. Denn mit ihrer Vielfalt an Farben und Formen zeigen die Rhododendron beispielhaft die weltweite, grenzenlose Biodiversität.

Seit 2003 ist der Bremer Rhododendronpark außerdem ein Garten der Menschenrechte: Auf ihrem Weg durch die Pflanzenwelt begleiten Besucherinnen und Besucher die in Bronze gegossenen Texte der 30 Artikel der UN-Menschenrechtskonvention – ein weltweites Kunstprojekt der französischen Künstlerin Francoise Schein.

Blütenmeer im Bremer Rhododendronpark © Ingrid Krause/BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Ausgestorbene Arten finden in Bremen neues Zuhause

Jeder der drei Parkteile – „Alter Park“, „Neuer Park“ und „Botanischer Garten“ – besticht durch eigene Schwerpunkte. Wer genau hinschaut, erkennt den Variantenreichtum innerhalb der Blütenmeere. Mal sind die Rhododendron nur wenige Zentimeter klein, ein paar Meter weiter reicht der Blick weit nach oben. Auf den Wegen des Parks zeigen sich oftmals seltene Arten, im Naturerlebniszentrum botanika im Herzen des Parks sogar eine am Naturstandort bereits ausgestorbene Art – das zierliche „Rhododendron taxifolium“, eine Wildart von den Philippinen.

Zahlreiche Fakten zu jedem Parkteil stellt der Rhododendron-Park auf seiner Webseite zur Verfügung. Einen Überblick gibt es hier: 

An 365 Tagen im Jahr ein florales Erlebnis © WFB/Elster/Kehl

An 365 Tagen im Jahr ein florales Erlebnis

Im Frühjahr zeigen die Rhododendron und Azaleen in der Bremer Parkanlage ihre volle Farbenpracht – ein Besuch lohnt sich aber das ganze Jahr über. Auch im Herbst und im frösteligen Winter ist der Spaziergang durch die großzügig angelegten Gärten und teils noch farbenprächtigen Baumbestände ein beeindruckendes Erlebnis. Nicht zu vergessen die tropischen und subtropischen Gewächse sowie die „Indischen Azaleen“. Die mögen es warm, sind deshalb ganzjährig überdacht und weilen in der botanika. Hier zeigen authentisch nachgebildete Erlebnislandschaften den natürlichen Lebensraum der tropischen und subtropischen Rhododendron im Zentrum einer exotischen Pflanzen- und Tierwelt. Zwischen den üppigen Pflanzen treffen Besucherinnen und Besucher immer wieder auf beeindruckende Original-Exponate aus den Heimatregionen, wie lebensgroße Buddhas oder einen chinesischen Teepavillon. In der botanika blühen die Rhododendron ganzjährig.

Wer genau hinschaut, entdeckt Kurioses und erfährt Unbekanntes. Und da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, möchten wir Lust auf mehr machen. Deswegen hier ein paar sehenswerte Tipps – ein Klick aufs Bild führt zu weiteren Informationen:

Wer pflegt den Park?

Seit 2009 ist der Rhododendron-Park in die pflegende Obhut der Stiftung Bremer Rhododendronpark übergegangen, nachdem ein Bremer Kaufmann eine zweistellige Millionensumme aus seinem Privatvermögen zur Verfügung gestellt hatte. Seitdem wird der Park von den Erträgen des Stiftungskapitals gepflegt. Unterstützung im Rahmen von Baum-, Bank- oder Beetpatenschaften bis hin zu größeren Spendenbeträgen ist daher sehr willkommen. Wie auch Sie sich engagieren können, erfahren Sie in der Rubrik „Förderer“ auf der Website des Parks.


Lust auf Mehr? 

Informationen zu den Öffnungszeiten des Parks und zu allen Parkteilen finden Sie auf der Website der Stiftung Bremer Rhododendronpark. Wo Sie welche Rhododendron finden, zeigt Ihnen der Lageplan des Parks.

Einen kleinen Einblick in die Blüten- und Farbvielfalt des Rhododendronparks bekommen Sie in diesem Video:

Blütenpracht im Rhododendronpark

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