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2.5.2017 - Ingrid Krause

Sommer für lau

Bremen Blog
Weserpromenade
© WFB/ Ingrid Krause

Ihr möchtet verreisen, seid aber knapp bei Kasse? Urlaub in der City mit möglichst wenig Budget? Kein Problem, in Bremen kann man auch mit wenig Geld eine Menge erleben.

Mein perfekter lauer Sommertag

“Samstagmorgen. Die ersten Sonnenstrahlen wecken mich sanft, der schrille Wecker bleibt – still. Kaffeeduft. Er kommt näher, Kaffee im Bett. Einfach herrlich. Mein Freund und ich überlegen, wie wir den Tag gestalten wollen. Raus soll es gehen, in die Sonne, und ein wenig Bewegung? Wir packen unsere Siebensachen: Sonnenbrille, Decke, Kamera, Mobi, Picknicksachen, Schlüssel – und ganz wenig Geld. Und radeln los.

Die Stufen an der Weserpromenade Schlachte
Weserpromenade Schlachte © WFB/ Ingrid Krause

Es geht Richtung Schlachte. Erst einmal über den Flohmarkt schlendern und auf die Treppen setzen. Leute beobachten, das Treiben an und auf der Weser. Am Kiosk noch schnell ein Eis holen, so viel Luxus muss sein. Dann machen wir einen kleinen Abstecher in die Stadt, zu Fuß. Ich hatte meinem Freund vom Dom-Museum erzählt und das ist samstags nur bis mittags geöffnet. Kostenlos Kirchen-Kultur kieken.

Das Hafenbecken des Europahafens
Europahafen in der Überseestadt © WFB/ Ingrid Krause

Anschließend radeln wir weiter, in die Überseestadt, um dort nach dem Stand der Dinge zu schauen. Oh, schau mal, wieder ein neues Haus! Die Überseestadt entwickelt sich schnell und verändert ständig ihr Gesicht. Im Schuppen Eins kühlen wir uns ab, zwischen den ganzen Kühlergrills der Oldtimer. Setzen uns in unserer Phantasie in den Bulli und fahren Richtung Italien. Oder doch Spanien? Wir bleiben in Bremen, denn hier ist es einfach am schönsten.

Der Laubengang im Bürgerpark
Bürgerpark in Bremen © WFB/ Ingrid Krause

Nun wäre eine Pause toll. Und der Magen macht sich bemerkbar. Also auf in den riesigen Bürgerpark und erstmal ein kleines Picknick zelebrieren. Ein Nickerchen im Anschluss muss sein. Irgendwann zwickt mich mein Freund, ihn treibt es weiter. Alles fein wieder einpacken und Richtung Ostertor. An der Weser lassen wir unsere Räder stehen und nehmen die Fähre zu Fuß, das ist günstiger. Drüben, am Strand, geht es ab in den Sand. Die Decke wird wieder ausgepackt. Hier gönnen wir uns noch eine Pommes rot-weiß, die gehört zum Café Sand unbedingt dazu. 

Der Strand an der Weser
Badefreuden in der City © WFB/ Ingrid Krause

Als die Sonne uns am frühen Abend mit ihrem warmen Licht verwöhnt, machen wir uns auf, zurück ins Ostertor. Tiefenentspannt geht es zum trubeligsten Ort der Stadt. Ans Eck. Schnell ein günstiges Falafel-Rollo geholt, dann platzieren wir uns direkt an der Kreuzung, auf unserer Decke. Auf der Stufe vor der Coffee Corner. Aus der Truhe im Laden gegenüber gibt’s ein Bier für ‘nen Euro. Und vor den Augen das Kino des wahren Lebens. Ein lauer Abend beginnt, nach einem perfekten Sommertag – fast für lau.”

Sielwall-Eck Kreuzung
Sielwall-Eck im Viertel © Jonas Ginter

Ja, genau so könnte mein perfekter Tag aussehen. Und hier sind noch ein paar Tipps meiner Kolleginnen:

Insider-Tipps von Maike

Ganz klar, die Stadtmusikanten und das Rathaus gehören bei einem Bremen-Besuch einfach dazu. Falls ihr aber auch gerne mal abseits der eingefahrenen Wege wandelt, gebe ich euch hier ein paar Insider-Tipps, wie ihr Bremen auch erleben könnt – für lau (kostenlos) natürlich!

Zwei Fahrräder
Fahrräder vor der Breminale © WFB/ Ingo Wagner

Wandern und Radfahren
Kurze Wege, flaches Land, grüne Strecken und viel zu sehen – kein Wunder, dass die Hansestadt Bremen so beliebt bei Radfahrern ist. Ein paar interessante Strecken haben wir euch zusammengestellt. Es geht rund auf dem Weser-Radweg, durch’s grüne Blockland und zur Fünf-Flüsse-Fototour. Wenn ihr lieber auf Schusters Rappen unterwegs seid, dann versucht doch mal Ingrids Tipps zum Flachland-Wandern in der City oder Bremen auf 7-Meilen-Stiefeln.

Oldtimer-Ausstellung im Schuppen Eins
Schuppen Eins © WFB/ Ingrid Krause

Kunst und Kultur for free
Klar hat Bremen jede Menge tolle Museen, Science Center, Theater, Varietés und mehr – wenn ihr aber mal ganz kostenlos in den Genuss von Kunst und Kultur kommen wollt, dann solltet ihr die vielfältige Kunst im öffentlichen Raum entdecken. Findet ein paar coole Stücke Bremer Street Art.
Für Auto-Fans gibt es ganzjährig die kostenlose Oldtimer-Ausstellung im Schuppen-Eins.

Blick auf den Stadtwaldsee
Stadtwaldsee © WFB/ Ingrid Krause

Ganz naturnah – Parks und Seen
Der Sommer ist heiß und ihr braucht dringend eine Abkühlung? Dann springt doch mal in einen der vielen Badeseen in Bremen. Kühlenden Schatten bieten auch die Bäume im Bremer Bürgerpark. Für die Kleinen gibt’s hier sogar einen kostenlosen Mini-Tierpark.
Blütenträume könnt ihr im Rhododendronpark erleben, wir haben euch das Ganze auch mal im Film festgehalten.

Schiffe im Museumshaven Vegesack
Museumshaven Vegesack © WFB/ Ingrid Krause

An der Waterkant
Bei einem Besuch in der Hansestadt darf natürlich ein Abstecher an die Weser nicht fehlen. Klassisch ist dabei natürlich die Uferpromenade Schlachte mit ihren vielen Biergärten. Ganz ohne Bestellzwang lassen sich die selbst mitgebrachten Getränke auf der direkt daneben liegenden Sitzstufenanlage genießen – mit Blick auf vorbeifahrende Schiffchen und die glitzernden Wellen des Flusses.
Ein bisschen weiter flussaufwärts gibt es am Osterdeich (ein paar Infos zum A bis Z des Lebens am Deich findet ihr hier) viel Platz für ein gemütliches Picknick auf den Wiesen (aber bitte hinterher unbedingt alles wiederaufräumen!).
Bremens Maritime Meile befindet sich rund um den Vegesacker Museumshaven, übrigens der älteste künstliche Hafen Europas. Große Infotafeln berichten von der bewegten Geschichte des Bremer Hafenlebens.
Wesentlich moderner geht es am neu gestalteten Europahafen in der Überseestadt zu. Eine große Sitzstufenanlage am Hafenkopf gibt euch einen gemütlichen Platz, das Leben am Ufer und an der Marina dort zu beobachten.
Und hier noch ein ganz ungewöhnlicher Tipp: Die Fischtreppe ist der Lieblingsplatz unserer ehemaligen Bloggerin Theresa.

Bunker Valentin an der Weser
Bunker Valentin © Harald Schwörer, photein.de

Aus der Geschichte
Mit einem Alter von 1.200 Jahren blickt die Hansestadt Bremen auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Ihr müsst nicht unbedingt in ein Museum oder auf einen Innenstadtrundgang gehen, um sie zu erleben. Der Bunker Valentin ist die Ruine einer U-Boot-Werft der deutschen Kriegsmarine aus dem Zweiten Weltkrieg. In den Jahren 1943 bis 1945 wurden hier in Bremen-Farge Tausende von Zwangsarbeitern aus ganz Europa eingesetzt. Durch und um den Bunker herum ist ein neuer, breiter Erkundungsweg entstanden, außerdem gibt es ein umfangreiches Gedenkzentrum.
Noch viel weiter in die Vergangenheit, nämlich in die Bronzezeit, führt der Erlebnispfad der Binnendüne. Verbindet euren Spaziergang durch die Hügel der Bremer Schweiz doch einfach mit ein bisschen Geschichtsinput durch die kleinen Infotafeln am Wegesrand.

Und falls ihr immer noch Lust auf einen ganz klassischen Stadtrundgang habt, könnt ihr euch hier kostenlos unseren Audioguide für eure Tour herunterladen. Einfach den Markierungsnägeln auf dem Boden in der Innenstadt folgen und den Geschichten unseres Gästeführers auf eurem Handy lauschen.

Insider-Tipps von Ute und Claudia

Feuerwerk
Feuerspuren © Kultur vor Ort e.V./Claudia Hoppens

La Strada, Breminale, Festival Maritim, und … Viele Veranstaltungen “umsonst & draußen” sind stets in unseren Veranstaltungs-Tipps zu finden. Unsere ganz persönlichen Tipps für euch:

  • Fête de la Musique: Ein musikalisches Sommerfest an verschiedenen Spielstätten in der Innenstadt
  • Summer Sounds: Musik- und Kulturfestival im  aufstrebenden Stadtteil Bremen-Neustadt
  • Feuerspuren: Das internationale Erzählfestival in Bremen-Gröpelingen, mit Geschichten und Feuer
  • Bremen Skate Night: Einige Straßen in Bremen gehören den Inline-Skatern, Long- und Kickboardern

Insider-Tipps von Marina und Claudia

Der Strand an der Weser
Café Sand © WFB/ Ingrid Krause

Tiere streicheln und Strandfeeling – unsere Tipps (nicht nur) für Familien:

  • Immer wieder schön ist ein Spaziergang entlang der Weser bis zum Restaurant Jürgenshof. Dort kann man Esel streicheln.
  • Die Stadtteilfarm Huchting ist ein wunderbarer Treffpunkt am Sodenmattsee in Huchting.
  • Am Café Sand können die Kleinen toll im Sand spielen und mit dem Weserwasser Sandburgen bauen.

Insider-Tipps von Okka

Bonbonmanufaktur in der Böttcherstraße
Bonbonmanufaktur © WFB/ Ingrid Krause

Freizeit zum Nulltarif – kostenlose Aktivitäten in Bremen:

Ich bin auf eine Zusammenstellung von 16 kostenlosen Aktivitäten in Bremen beim Weser-Kurier gestoßen. Details findet ihr dort. Meine Highlights:

  • Bremen von oben entdecken im Bamberger-Haus
  • Die Muckis rausholen in Tenever
  • So entstehen Bonschen in der Böttcherstraße
  • Dem Glockenspiel lauschen in der Böttcherstraße
  • Lustwandeln im Rhododendron-Park
  • Natur ertasten im Blindengarten
  • Hörend Bremen erkunden mit der kostenlosen Audioguide-Tour

Kinder mit Eis im Schnoor
Eis im Schnoor © WFB/ Ingrid Krause

Bremen umsonst – kostenloser Familienspaß:

Auf der Seite Familienkultour gibt es ebenfalls viele Tipps, die ich prima finde. Auch hier werden der Rhododendron-Park, der Blindengarten und der Audioguide (auch als Kinder-Guide) genannt. Und noch?

  • Bürgerpark mit vielen Spielplätzen und Tiergehege
  • Weserstrand – Sandburgenbau für lau
  • Stadtteilfarm Huchting mit Ponys, Schafen, Hängebauchschweinen und vielen weiteren Tieren
  • Der Dom und das Dom-Museum – wer findet die Kirchenmaus?
  • Der Schnoor – Bremens ältester Stadtteil
  • Besuch bei den Bremer Stadtmusikanten
  • Stadtmusikanten-Märchenspiel – zwischen Mai und September sonntag um 12 Uhr auf dem Domshof
  • Der Werdersee und der Stadtwaldsee sind die beliebsten Badeseen in Bremen
  • Radtouren – zum Beispiel die Blocklandrunde

Cocktails an der Schlachte
Schlachte: Sitzen für lau, Cocktails leider nicht © Jonas Ginter

Erfolgsgeschichten


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Vor sieben Jahrzehnten lernte Ingrid Linné als Jugendliche das Volleyballspielen. Während des Volleyball-Booms in den 70er Jahren gab sie ihre ersten Trainingsstunden, hatte seinerzeit sechs Mannschaften gleichzeitig. Noch immer steht die 87-Jährige dreimal die Woche beim Sportverein Bremen 1860 auf dem Volleyballfeld – und hat den Sport in Bremen als Spielerin, Trainerin und Funktionärin geprägt.

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