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5.8.2020 - Gastbeitrag

Mit dem Fahrrad durch die Überseestadt – maritimes Flair, Genuss und Historie

Bremen Blog
Bremen Schriftzug in der Überseestadt
© Jessica Niedergesäß

Verlässt man das Zentrum von Bremen Richtung Überseestadt verändert sich das Stadtbild komplett. Die historischen Gebäude der Altstadt wechseln sich ab mit maritimen Bauten und den Häfen der Stadt. Am besten Erkundet man die Überseestadt mit dem Fahrrad und fährt entlang idyllischer Hafenbecken, Schiffscontainer und alter Speichergebäude.

Radtour durch die Überseestadt

Das Rad für die Überseestadt kann man sich ganz einfach mit der App WK-Bike ausleihen. In gesamten Stadtgebiet stehen die modernen Fahrräder und laden nur dazu ein, das Bremer Umland zu erkunden. Das nächste Fahrrad ist mit Sicherheit ganz nah. Mit maximal 9€ für eine Ausleihe von bis zu 24 Stunden ist dieses Erlebnis auch für den schmalen Geldbeutel optimal. Und schon kann es losgehen!

WK-Bike an der Weser
Das beste Fortbewegungsmittel in Bremen? Das Fahrrad! © Jessica Niedergesäß

Mit der Bike-It App unterwegs

Der beste Begleiter für eine Erkundung der Überseestadt mit dem Fahrrad ist die Bike Citizens App die im App Store oder bei Google play unkompliziert zum Download bereitsteht. Mit der App kannst du nicht nur vorgefertigte Runden abfahren, sondern auch ganz einfach eigene Touren planen. Dabei werden dir die besten Fahrradrouten angezeigt und du kommst auf dem bequemsten Weg von A nach B.

Die hier vorgestellte Tour ist die “Überseestadt-Runde” die knapp 15 Kilometer vom Startpunkt an der Schlachte, quer durch die Überseestadt und wieder zurück zum Startpunkt führt. Wunderbare Wasserblicke, maritimes Flair und kulinarische Stopps inklusive!

Zwischen modernen Gebäuden, historischen Landmarken und dem Wasser

Start der Tour ist die idyllische Weserpromenade mit ihren ganzen Schiffen und der lockeren Gastronomie und Biergärten an der Schlachte. Der Weg in die Überseestadt führt immer an der Weser vorbei und kaum überquert man das unsichtbare Tor zur Übersee verändert sich das Stadtbild komplett. Bürogebäude und moderne Bauten säumen den Weg zu den altehrwürdigen Häfen der Stadt.

Bremer Braumanufaktur
Alte Orte neu interpretiert – zum Beispiel auf dem Kellogg’s Gelände. © Jessica Niedergesäß

Der erste historische Punkt in der Überseestadt ist das alte Werksgelände von Kellogg’s. Die Zeiten der Produktion sind zwar Geschichte, das Firmenlogo ziert aber immer noch die Fassade. Heute befindet sich auf dem Gelände der Überseeinsel unter anderem ein Biergarten der Bremer Braumanufaktur sowie die Gemüsewerft. Hier wachsen in 350 Hochbeeten verschiedenste Kräuter sowie Gemüsesorten und auch Hopfenpflanzen finden auf dem Gelände ein neues Zuhause am Wasser.

Am Hafenbecken des Europahafens
Maritimes Flair am Europahafen – perfekt für eine kleine Rast. © Jessica Niedergesäß

Weiter geht es vorbei am Europahafen der nun Wohnhäuser, Gastronomie und verschiedenste Läden beheimatet. Lässt man den Blick schweifen, kann man kann erahnen, was für ein geschäftiges Treiben hier in den letzten hundert Jahren geherrscht haben muss. In den Schuppen und Speichern hier am Europahafen wurden einst wichtige Güter wie Kaffee, Tee oder auch Getreide angeliefert und umgeschlagen.

Kulinarische Highlight – etwas Neues probieren

Eine Fahrradtour macht hungrig! In der ganzen Überseestadt befinden sich interessante gastronomische Konzepte die zu einer Pause einladen. Am Europahafen kann man es sich in einem der Restaurants gut gehen lassen und auch mal etwas Neues probieren. Im Schuppen 1, der 1950 erbaut wurde befindet sich unter anderem das syrische Restaurant Al Dar (http://aldar.de/bremen/), das traditionelle Speisen und – sehr interessant – syrische Mezza anbietet. Hierbei handelt es sich um kleine Häppchen die geteilt werden und so eine kleine Reise durch die syrische Küche ermöglichen.

Tapas-Buffet
Kulinarik der Extraklasse. Hier kann man es sich mit syrische Tapas gutgehen lassen. © Jessica Niedergesäß

Der Molenturm – das Wahrzeichen der Überseestadt

Schon von weitem kann man den Molenturm, eine der Landmarken der Überseestadt sehen. Der Fahrradweg an der Überseepromenade führt schnurstracks zum alten Leuchtturm am Ende des Europahafens. Der Turm wird auch liebevoll Mäuseturm genannt, denn früher war dieser nicht nur ein Leuchtturm, der den Schiffen den Weg in den Hafen gewiesen hat, sondern auch der Arbeitsplatz von einigen Hafenarbeitern. Ungeschützt und dem Wind und Wetter ausgesetzt, war es hier sehr zugig und das hat auch die ein oder andere Maus magisch angezogen.

Molenturm in der Überseestadt
Viele Mythen ranken sich um den Molenturm, der auch Mäuseturm genannt wird. © Jessica Niedergesäß

Der schönste Sonnenuntergang der Stadt

Fährt man die Strecke durch die Überseestadt Abends kann man am Holz- und Fabrikenhafen ein ganz besonderes Schauspiel erleben. Bei einem schönen und leuchtenden Sonnenuntergang geht die Sonne genau zwischen den Hafengebäuden unter und bei einem kühlen Getränk der rückwärtigen Feuerwache ist dieses Spektakel besonders schön. Ein Besuch lohnt sich natürlich auch am Tag, denn dann dominiert der schöne Kontrast zwischen Natur und Hafenflair die Szenerie.

Sonnenuntergang in der Überseestadt
Ein Sonnenuntergang par Excellence und immer noch ein Geheimtipp der Bremer. © Jessica Niedergesäß

Die einmalige Architektur der Überseestadt

Weiter auf der Überseestadt Route kommt man an einem historischen Gebäude vorbei, das besonders heraussticht. 403 Meter lang ist der Speicher XI und somit ist der alte Baumwollspeicher das zweitlängste Gebäude in Bremen. Heute beheimatet der Speicher unter anderem die Hochschule für Künste und das Hafenmuseum, das die Geschichte des Überseehafens und der Nutzung des Speichers anschaulich darstellt.

Speicher XI in der Überseestadt
Der historische Speicher XI ist immer noch einer der Mittelpunkte der Überseestadt. © Jessica Niedergesäß

Überseestadt – zwischen Containern und modernen Gebäuden

Der Weg zurück zum Startpunkt führt vorbei an Containern, die der Überseestadt einen geschäftigen Eindruck verschaffen. Der Weg zurück ist genauso idyllisch wie der Hinweg. Wer mag legt hier noch den ein oder anderen Stopp ein, und schaut sich den schönen Kontrast zwischen urig-alt und fortschrittlich-futuristisch ein wenig genauer an. Eines hat bei diesem Ausflug mit dem Rad in die Überseestadt definitiv nicht gefehlt – maritimes und modernes Flair!

Containerlager in der Überseestadt
Logistisch ist hier in der Überseestadt immer noch einiges los. © Jessica Niedergesäß

Viele weitere Radtouren durch Bremen und Bremerhaven gibt es unter der Marke “bike it”, mit praktischen Karten (die auch alle über die Bike Citizens App abgerufen werden können) und Höhenprofilen: https://bremen.de/bike-it

Mehr von Jessicas Bremen-Touren findet ihr auf ihrem Blog Yummytravel.

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