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Business Improvement Districts (BID)

BID – ein gesetzlicher Rahmen für Eigeninitiative und Selbstorganisation

Gemeinsam engagieren, gemeinsam profitieren

Initiativen für attraktive Quartiere

Mit dem „Gesetz zur Stärkung von Einzelhandels- und Dienstleistungsquartieren (BGSED)“ hat Bremen im Juli 2006 die gesetzlichen Voraussetzungen für die Einrichtung von Business Improvement Districts (BID) geschaffen. BIDs, die in Bremen Innovationsbereiche genannt werden, sind klar begrenzte Gebiete, in denen auf Veranlassung der Grundeigentümer in einem festgelegten Zeitraum in Eigenorganisation Maßnahmen zur Aufwertung ihres Quartier, ihrer Fußgängerzone, der Einkaufsstraße oder des Gewerbegebiet durchgeführt werden können. Die Finanzierung dieser Maßnahmen wird dabei auf alle Schultern verteilt.

Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen ist der Erstansprechpartner für alle BID-Initiativen, BID-Interessierte und für die Betreuung der laufenden BIDs. Hierzu gehört die Beschaffung von Daten, die Unterstützung bei der Antragserstellung, erforderliche Abstimmungen mit bremischen Behörden und die Klärung von Genehmigungsfragen.

Aufsichts- und Erhebungsbehörde ist die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. Über die Handelskammer Bremen sind die Bremer Aktivitäten in die bundesweite BID-Entwicklung eingebettet.

BIDS in Bremen

Freies W-LAN in der City
Innovationsbereich Ansgari-Quartier

Der Ansgarikirchhof begeistert durch mehr Aufenthaltsqualität mit Gärten, einer Platzgestaltung und laufenden Events.
Laufzeit: 01/2018 - 12/2022

Bremens Einkaufsmeile: Die Sögestraße
Innovationsbereich Sögestrasse

Die Sögestraße wirkt durch saisonale Begrünung, die Aufwertung der Schweine-Gruppe und Weihnachtsbeleuchtung noch attraktiver.
Laufzeit: 01/2018 - 12/2022

Blick auf den Ulrichsplatz im Viertel
Innovationsbereich Ostertorsteinweg / Vor dem Steintor (beendet)

Bremens buntestes und quirligstes Viertel liegt zwischen Theaterplatz und Werder-Kiosk. (Laufzeit 10/2009-10/2014)

FAQs zum BID in Bremen
FAQs - häufige Fragen zum BID

Wir beantworten in 23 Punkten die häufigsten Fragen zum BID. Von "Wem bringt ein BID Vorteile?" bis "Wie werden die BID-Kosten im Rahmen von Vermietung und Verpachtung steuerlich behandelt?" finden Sie die Antworten in der Übersicht.

Was ist ein BID?

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BID – ein gesetzlicher Rahmen für Eigeninitiative und Selbstorganisation

Die Idee der Immobilien- und Standortgemeinschaften kommt ursprünglich aus Kanada und ist unter dem Begriff Business Improvement Districts (BID) bekannt. In Deutschland entstand 2005 in Hamburg das erste BID. Seitdem sind nicht nur in Bremen, sondern auch in Schleswig-Holstein, Hessen, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin und Baden-Württemberg die gesetzlichen Grundlagen für ihre Einrichtung geschaffen worden. Mittlerweile gibt es deutschlandweit rund 30 BIDs, einige von ihnen befinden sich bereits in der Verlängerung.

BIDs ermöglichen Grundeigentümern, in einem räumlich definierten Bereich zeitlich begrenzt Maßnahmen umzusetzen, die ihr Quartier, ihre Fußgängerzone, die Einkaufsstraße oder das Gewerbegebiet aufwerten, attraktiver und damit auch konkurrenzfähiger machen. Die Finanzierung dieser Maßnahmen wird dabei auf alle Schultern verteilt.

Grundeigentümer haben mit BID ein Instrument in der Hand, sich selbst zu organisieren und in privater Sach- und Finanzverantwortung Maßnahmen zur Verbesserung ihrer eigenen Umfeldes zu ergreifen. Der finanzielle Handlungsspielraum ist dabei im Vergleich zu herkömmlichen Werbegemeinschaften höher, Ziele können langfristiger und professioneller umgesetzt werden – und Trittbrettfahrer gibt es nicht.

BID – mögliche Maßnahmen zur Aufwertung eines Gebiets

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Die Maßnahmen, die entwickelt und umgesetzt werden können, können sehr unterschiedlich sein. Doch ein BID dient immer demselben Ziel: Ein klar definierter Bereich präsentiert sich nach außen als Einheit und attraktiver Standort. Was sind die Stärken des Gebietes? Was kann gemeinschaftlich bewegt werden, um Kun­den zu gewinnen bzw. stärker an sich zu binden? Oder, was könnte getan werden, damit sich ansässige Unternehmen und Mieter wohlfühlen. Was müsste geschehen, damit der Standort attraktiver wird? Hier einige Maßnahmen, die im Rahmen eines BID zur Umset­zung gelangen könnten:

Bau- und Verkehrsmaßnahmen

  • Neue Gehwegpflasterungen, Fassadenverschönerung sowie die Möblierung, Beleuchtung, Beschilderung, Begrünung und saisonale Dekoration eines jeweiligen öffentlichen Raumes verleihen einem Quartier, einer Einkaufsstraße oder einem Gewerbegebiet ein ansprechendes, einheitliches Erscheinungsbild.
  • Gemeinsam mit der Stadt können die BID-Akteure ggf. verbesserungswürdige Situationen ändern.

Service

  • Von den Akteuren des BID beschäftigtes Servicepersonal vermittelt Sicherheit, gibt Orientierung, sorgt für die Sauberkeit bzw. das gepflegte Erscheinungsbild des Quartiers und/oder kümmert sich um die Pflege der Außenbegrünung.
  • Der gemeinsame Einkauf von Dienstleistungen wie z.B. Mobilfunkverträge oder auch Wachdienste für Objekte und Parkplätze schafft Kostenvorteile für jeden Einzelnen.
  • Ein zentrales Management koordiniert Werbemaßnahmen, überwacht die eben genannten Service-Leistungen und setzt die Pläne der BID-Akteure in die Tat um.

Marketing

  • Die Entwicklung eines einheitlichen gestalterischen Erscheinungsbildes (z.B. eine Wort-Bild-Marke) und eine koordinierte gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit/Kundenkommunikation vermitteln Identität und einen geschlossenen Gesamtauftritt.
  • Events, Feste, saisonale Sonderaktionen oder Gewerbeschauen bieten immer neuen Anlass sich zu präsentieren und für neue und zukünftige Kunden, ein Quartier oder Gewerbegebiet zu besuchen und als Einheit zu erleben.
  • Auch ein Leerstands-Management bzw. die Akquise neuer gewerblicher Mieter kann von einem BID übernommen wer­den.

Wege zum BID

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Bildung einer örtlichen Initiative

Ein BID basiert auf der Initiative und der eigenen Finanzverantwortung der vor Ort Betroffenen. Ausgangspunkt für jedes BID ist die Bildung einer örtlichen Initiativgruppe und die Erarbeitung eines konkreten Entwicklungs- und Gestaltungskonzepts für ein klar definiertes Quartier. Dieses Konzept umfasst die zu realisierenden Maßnahmen und die damit anfallenden Kosten.

Antragsstellung und öffentliche Auslegung

Antragsentgegennehmende Behörde in Bremen ist die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. Nach Antragsannahme werden die vollständigen Unterlagen öffentlich ausgelegt und ggfs. ein Anhörungsverfahren durchgeführt. Widersprechen weniger als ein Drittel der Grundstückseigentümer bzw. der Grundstücksfläche dem Maßnahmen- und Finanzierungskonzept, gilt der BID als angenommen.

Einrichtung eines BIDs

Die Einrichtung eines BIDs erfolgt durch Ortsgesetz. Die Aufsichtsbehörde erarbeitet das Ortsgesetz zur Errichtung des BIDs. Die Stadtbürgerschaft wird dann mit der Entscheidung befasst. Voraussetzung für den Erlass ist der Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem BID-Aufgabenträger.

Durchführung des BIDs

Der BID-Aufgabenträger setzt das Maßnahmen- und Finanzierungskonzept um. Der Finanzierungsbeitrag hierfür wird von der Erhebungsbehörde, der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, von allen Grundstückseigentümer erhoben und an den Aufgabenträger ausgeschüttet. Die Umsetzung wird durch die Aufstellung von jährlichen Maßnahmen- und Wirtschaftsplänen durch den Aufgabenträger belegt.

Wirtschaftsstandort
01.11.2019
Tradition trifft auf Innovation

Im Bundesland Bremen leben auf 420 Quadratkilometern circa 670.000 Menschen. Fast 22.000 Unternehmen bieten mehr als 325.000 Arbeitsplätze. Wir stellen die starken Branchen des Wirtschaftsstandorts Bremen vor.

Start-ups
18.10.2019
Mit „Gluck Gluck“ ins Glück

Die Bremer Neustadt entwickelt sich seit einigen Jahren zum Szenestadtteil, der mit kleinen und feinen Fachläden glänzt – wie Diane Boldt mit ihrem Weinhandel „Gluck Gluck“ beweist.

Einzelhandel
21.08.2019
Der Digital-Lotse geleitet durch neues Revier

Malte Breford von der Wirtschaftsförderung Bremen unterstützt Einzelhändler, Gastronomen und Touristikdienstleister, die sich digitale Wege erschließen wollen.

Stadtentwicklung, Gewerbeflächen, Immobilien
20.08.2019
Sneaker in individuellem Design

Schuhe individuell konfigurieren und nach eigenen Vorstellungen in einer Manufaktur herstellen lassen? Dass das auch bei Sneakern in herausragender Qualität geht, beweist Malte Blank mit BLNKS in der Bremer Innenstadt.

Lebensqualität
22.10.2018
Warum Bremens Schnoor zu den schönsten Straßen der Welt gehört

Für Besucher ist das zentral gelegene Bremer Schnoorviertel mit der historischen, liebevoll restaurierten Architektur, den verwinkelten Gassen sowie einer Vielfalt an Kulinarik, Kultur und Shopping ein absolutes Muss.

Stadtentwicklung
23.08.2018
Eine Milliarde Euro für die Bremer City

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Stadtentwicklung
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„Bremen wird neu“ - dynamische Entwicklung der Bremer Innenstadt

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Einzelhandel
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Bio-Unterwäsche made in Bremen – Zwei Kanadierinnen eröffnen Pop-up-Store

Zwei Schwestern aus Kanada produzieren und verkaufen mitten in der Bremer Innenstadt nachhaltige und biologisch zertifizierte Dessous. Warum gerade Bremen? Wir haben die beiden weitgereisten Modedesignerinnen dazu befragt.

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Auf einen Sprung ins Viertel

Ein Einkaufsbummel in Bremen besitzt viele Facetten. Eine davon ist das Viertel mit seinem alternativen Angebot in zahlreichen inhabergeführten Geschäften. Mit dem ParkTicket Plus geht es schnell und kostenlos von Quartier zu Quartier.

Unternehmensservice Bremen
22.02.2018
Grüne Mode – Wie Sonja Stellmann sich mit Ecoture einen Traum erfüllt

Sonja Stellmann arbeitete gern in der Textilbranche – bis sie eines Tages durch eine Demonstration bei einem Kunden ins Grübeln kam. Seitdem hat sich viel für sie geändert. Mittlerweile betreibt sie unter dem Namen „Ecoture – eco & fair trade fashion“ zwei Läden mit fairer Bio-Kleidung. Und die Ideen gehen ihr noch lange nicht aus.

Stadtentwicklung
27.10.2017
Bitte ein BID! Gemeinsam stark fürs eigene Quartier

Eins für alle, alle für eins: Seit zehn Jahren ist es in Bremen per Gesetz möglich, ein BID einzurichten. Dazu engagieren sich Anlieger gemeinsam für ihr Quartier. Mit Ansgarikirchhof, Sögestraße und Ostertorsteinweg/Vor dem Steintor hat Bremen gleich drei hervorragende Beispiele dafür, wie Aktionen von Blumenkübeln über freies WLAN bis zum Straßenfest ein ganzes Viertel beleben können.

Immobilienstandort
19.10.2017
Einzelhandelsstandort Bremen 2017 – Aufstiegsstimmung und Impulse

Konstante Kaufkraft, moderate Mieten, steigender Umsatz – die Entwicklungen im Bremer Einzelhandel können sich sehen lassen. Die Ergebnisse des Immobilienmarktreports Bremen 2017 für den Bereich Einzelhandel im Überblick.

Start-ups
22.09.2017
Neues Altes – wie mySWOOOP mit gebrauchten Geräten das Internet erobern möchte

mySWOOOP hat geschafft, wovon viele Gründerinnen und Gründer träumen: innerhalb von wenigen Jahren den Schritt vom Start-up zum Shooting-Star mit Millionenumsatz. Schlüssel des Erfolgs war der Einstieg des Bremer Traditionsunternehmens C. Melchers.

Digitalisierung / Industrie 4.0
31.05.2017
Digitalisierung im Einzelhandel: Auf den Hund gekommen

Einzelhändler müssen auf digitale Dienste setzen, um mit dem Online-Handel mitziehen zu können. Die Bremerin Nina Stern verbindet mit ihren beiden „Stilhütte“-Läden in Borgfeld und Schwachhausen Online- und Offline-Handel dank moderner Kassen- und Warenwirtschaftstechnologie.

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Hot Dog Factory – ein stadtbekannter Geheimtipp im Bremer citylab

Bereits im fünften Jahr betreibt Fiaz Ahmad die Hot Dog Factory in der Bremer Innenstadt. Der etablierte Mieter im citylab am Ansgarikirchhof ist aus der Innenstadt nicht mehr wegzudenken.

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