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7.12.2020 - Beata Cece

Meine Überseestadt: Ein Quartier, viele Geschichten

Überseestadt

Timo-Noé Chitula: Der Mann mit dem Tee
Tee-Enthusiast Timo-Noé Chitula versorgt die Überseestadt mit Teesorten aller Art.
Tee-Enthusiast Timo-Noé Chitula versorgt die Überseestadt mit Teesorten aller Art. © WFB/Krause

„Mein erster Job war Kopfgeldjäger. Ich war Headhunter für eine Personalvermittlung in der IT-Branche. Wie es dazu kam? Nach meinem Studium stand ich da, mit meinem Bachelor-Abschluss in Global Management, und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Also habe ich den Job als Headhunter angenommen. Ich habe aber schnell gemerkt, dass das nichts für mich ist. Die Arbeit empfand ich als seelenlos, nach vier Monaten habe ich gekündigt. Daraufhin habe ich mein eigenes Unternehmen MyCupOfTea in der Überseestadt gegründet. Auf unserer Website kann man sich individuelle Tee-Kompositionen zusammenstellen – auch mit Widmung – und liefern lassen. Auf das Thema Tee bin ich durch einen Freund und meine Familie gekommen. Mein Vater, der in Mosambik aufgewachsen ist, behauptet, er sei nie krank, weil er immer Tee trinkt. Und damit hat er recht. Seitdem ich jeden Tag 1,5 Liter Tee trinke, geht es mir genauso. Den Tee von mycupoftea vertreiben wir größtenteils online, aber auch in der Überseestadt kann man ihn manchmal probieren: Das JAYA bietet im Sommer ab und zu unseren Chai-Tee als Eistee an.“

Das Team von Watertuun: Urban Farming in der Überseestadt
Enno, Lucas, Anna und Denis betreiben mit Watertuun Bremens erste Aquaponik-Farm.
Enno, Lucas, Anna und Denis betreiben mit Watertuun Bremens erste Aquaponik-Farm. © WFB/Krause

„Wir sind Enno, Lucas, Anna und Denis. Von Anfang an war Watertuun ein Herzensprojekt für uns: Unter diesem Namen haben wir Bremens erste Aquaponik-Farm in der Überseestadt aufgebaut. Dabei kombinieren wir die Aufzucht von Fischen (Aquakultur) mit dem Anbau von Pflanzen (Hydroponik). In unserem Gewächshaus bauen wir regionale Lebensmittel wie Gurken, Tomaten, Zucchini, Salat oder Grünkohl an. Irgendwann möchten wir dann Restaurants, Wochenmärkte oder Hofläden mit unseren Produkten beliefern.

Der Aquaponik-Anbau schont Ressourcen und benötigt keine Düngemittel, Antibiotika oder Pestizide. Wer sich das Ganze mal anschauen will, kann gerne vorbeikommen. Ihr findet uns etwas versteckt am Europahafenbecken. Wenn ihr die Hoerneckestraße runter fahrt, am alten Kellogg-Gelände vorbei, entdeckt ihr irgendwann unser Schild. Weil wir nicht immer vor Ort sind, kontaktiert ihr uns am besten vorher über unsere Website. Wir freuen uns über alle Menschen, die mehr über unser Projekt erfahren möchten.“

Natalia und Lars Grochla: Gut gestartet trotz Corona
Natalia und Lars Grochla sind nicht nur Geschäftsführer*innen der Aheads GmbH sondern auch in verschiedenen Ehrenämtern aktiv.
Natalia und Lars Grochla sind nicht nur Geschäftsführer*innen der Aheads GmbH sondern auch in verschiedenen Ehrenämtern aktiv. © WFB/Krause

„Wir sind mit unserer Firma Aheads im August von der Neustadt in die Überseestadt gezogen. Kennengelernt haben wir uns während des Master-Studiums Digitale Medien und seit vier Jahren sind wir verheiratet. Den Traum von einer gemeinsamen Agentur setzten wir im Februar dieses Jahres um. Wir gründeten die Aheads Gmbh, zwei Wochen später kam der Lockdown. Natürlich hatten wir im ersten Moment Sorgen wegen der damit verbundenen Zurückhaltung, aber es hat sich alles ganz im Gegenteil entwickelt - unsere Agentur wächst seitdem stetig weiter. Mittlerweile beschäftigen wir bereits fünf Mitarbeiterinnen. Nebenbei engagieren wir uns ehrenamtlich und sind in mehreren Vereinen aktiv. Als das mit Corona losging, haben wir mit anderen zum Beispiel das Projekt bremenist auf die Beine gestellt. Wie wir in der Überseestadt gelandet sind? Gute Frage. Eigentlich wollten wir hier gar nicht hin. Jahrelang hat Natalia in der Überseestadt gearbeitet und kennt durchaus auch die nicht so schönen Seiten. Bei der Suche nach größeren Büroräumen sind wir aber auf die alte Feuerwache gestoßen und haben uns sofort verliebt! Von hier aus kommen wir sogar ganz ohne Stau nach Hause und haben einen Parkplatz direkt vor der Tür. Auch unsere Mitarbeiter schätzen den Umzug und das neue Ambiente mit den hellen großzügigen Büros und dem einzigartigen Blick auf den Holz- und Fabrikenhafen sehr.“

Über die Überseestadt:

Die Bremer Überseestadt ist mit einer Fläche von knapp 300 Hektar eines der größten städtebaulichen Projekte Europas. Das alte Hafenrevier wandelt sich zu einem modernen „Standort der Möglichkeiten“ mit einer Mischung aus Dienstleistung, Bürobetrieben, Hafenwirtschaft, Logistik, Freizeit, Wohnen und Kultur. Als herausragendes städtebauliches Vorhaben ist die Überseestadt Bremen mit dem immobilienmanager-Award 2020 in der Kategorie Stadtentwicklung ausgezeichnet worden. Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH ist im Auftrag der Freien Hansestadt Bremen für die Entwicklung, Erschließung und Vermarktung der Überseestadt zuständig.

Neugierig geworden? Noch mehr Geschichten aus der Überseestadt finden Sie hier in Teil 1 unserer Serie.

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Podcast
06.04.2021
„Wir werden den Markt kräftig aufmischen!“

In Folge 1 unseres neuen Podcasts „Go Global! Bremen Business Talks“ spricht Lutz Bertling, Vorstand des Raketen- und Satellitenbauers OHB, über Elon Musk, Skateboards, Raketenwissenschaft und über ein ehrliches „Moin!“ beim Bäcker.

zum Podcast
Stadtmarketing
30.03.2021
Urbane Kunst in der Überseestadt

Umsonst und draußen: Wir präsentieren urbane Kunstwerke in der Überseestadt, die man bei einem gemütlichen Spaziergang durchs Quartier entdecken kann. Dazu gehört unter anderem ein Stück deutsche Geschichte, mysteriöse Skulpturen und ein Bremer Kultflitzer.

Mehr auf der Überseestadt-Website
Aktionsprogramm Innenstadt
29.03.2021
Mehr als nur ein Experiment

Was stellt man mit einer mietfreien Ladenfläche in bester Innenstadtlage an? Urs Siedentop, Erik Wankerl und Felix Halder haben mit ihrer Antwort auf diese Frage beim Concept-Store-Wettbewerb überzeugt: ekofair heißt ihre Idee, die im März 2021 in der Obernstraße an den Start ging. Die drei Gründer verraten im Interview, was Bremens erstes Fairkaufhaus zu bieten hat und warum Nachhaltigkeit nicht die Hauptsache ist.

Was dahinter steckt