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25.3.2021 - Anna Kehl

Bremen allein und mit Abstand erleben

Lebensqualität

8 Aktivitäten, die in der Pandemie weiterhin möglich sind

Ein Überblick über das Wendebecken und den Strandpark Waller Sand in der Bremer Überseestadt.
Überblick über den Strandpark Waller Sand in der Bremer Überseestadt. © WFB / Frank Pusch

Ein Jahr Pandemie und viele Wochen Lockdown später, kitzelt die Lust darauf, aktiv zu werden und etwas zu erleben – ähnlich wie die ersten Sonnenstrahlen. Trotzdem ist weiterhin Vorsicht geboten, die schließt in Bremen viele Aktivitäten allerdings nicht aus. Wir haben acht Tipps gesammelt, die in der Pandemie weiterhin möglich sind und Bremen auch mit Abstand erlebbar machen.

1. Bei einem Hörspaziergang Bremer Geschichte(n) lauschen

Nicht umsonst gilt Bremen als Stadt der kurzen Wege, denn viel Sehenswertes liegt rund um die „Gute Stube“, den historischen Marktplatz. Kopfhörer eingestöpselt und los geht der Hörspaziergang durch die Innenstadt. Auf die Ohren gibt es Wissenswertes und spannende Geschichten rund um die 13 Stationen einer kostenlosen Audioguide-Tour: Angefangen beim historischen Stadtkern, über das verwinkelte Schnoorviertel, bis ans Wasser zur beliebten Uferpromenade Schlachte. Eine zweite Version der Tour haben Kinder eingesprochen und wer mag, kann den Bremer Geschichten auch auf Plattdeutsch lauschen.

2. Altbremer Häuser bewundern

Altbremer Häuser in der Neustadt
Ganz besonders im Stadtbild: die Altbremer Häuser © WFB/Thomas Hellmann

Die typischen Altbremer Häuser sind schmucke Gebäude, erkennbar an ihren mit klassischen Stuckelementen versehenen Fassaden. Im Souterrain wohnten und arbeiteten früher die Bediensteten wohlhabender Familien. Auffällig ist die schmale, in die Höhe gestreckte Bauweise – ein Zeichen vergangener Vorschriften, denn die Eigentümer:innen trugen damals die anteiligen Kosten für die ganze Straße. Einige Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, die unverkennbare Architektur prägt jedoch bis heute das Stadtbild Bremens. Wer sich in ein Altbremer Haus träumen möchte, findet besonders im Ostertor- und Steintor-Viertel, im Stadtteil Schwachhausen und in der Neustadt zahlreich Gelegenheit.

3. Auf digitalen Entdecker:innenpfaden wandeln

Geschichte, Architektur und Natur vor Ort erleben, Corona-tauglich und umsonst, am besten bei strahlender Frühlingssonne – das ermöglichen die digitalen Entdeckerpfade. Neben naturnahen Zielen im Bremer Umland führt eine multimediale Tour durch das historische Stadtzentrum. Auf 3,1 Kilometern gibt es jede Menge zu entdecken, zum Beispiel das unter UNESCO-Weltkulturerbe stehende Rathaus und die Böttcherstraße, in der zu vergangenen Zeiten die Fassmacher wohnten. Heute verbirgt sich hinter Backsteinfassaden und Schaufenstern traditionelles Kunsthandwerk, ein bisschen wie in der Winkelgasse bei Harry Potter. Rathaus und Böttcherstraße schenkt die Tour als „Entdeckerpunkten“ besondere Aufmerksamkeit. Mithilfe einer App lässt sich dem digitalen Rundgang folgen – zwischendurch testet Maskottchen Lugo das neu erlernte Wissen über Bremen.

4. Street-Art im „Viertel“ entdecken

Eine Wohnstraße im Bremer Viertel zeigt bunte Straßenkunst an einer Hausfassade.
Eine künstlerische Wohnstraße im Bremer Viertel. © BTZ/Manuela Gangl

Im Bremer „Viertel“, wie die Stadtteile Ostertor- und Steintorviertel abgekürzt werden, wimmelt es nur so von Aufklebern, Postern, Kacheln und Graffiti – ein Zeugnis der vielfältigen und künstlerischen Szene der Menschen, die hier leben und arbeiten. An beinahe jeder Ecke gibt es Straßenkunst zu bewundern, viele der Kunstwerke sind Auftragsarbeiten. Ein Spaziergang durch die farbenfrohen Seitenstraßen empfiehlt sich für alle Kunstinteressierten, die abseits von Museen ihren Hunger nach Farben, Motiven und Inspiration stillen möchten.

5. In das Leben von Bremer:innen eintauchen

Beim Bremen Podcast sind immer wieder verschiedene Menschen aus der Hansestadt zu Gast. In der zweiten Folge erzählt zum Beispiel der Autor und Radiomoderator Ben Safier von seinem Radio-Tatort und erklärt, warum die längste Flussinsel Europas nördlich der Hansestadt der perfekte Ort für einen Mord ist. Dreißig Minuten dauert eine Folge und bietet Gelegenheit, Bremen durch die Augen seiner Einwohnenden ganz unterschiedlich zu erleben.

6. Durch die Überseestadt radeln

Überseestadt Waller Sand 2020
Der Waller Sand am Abend. © WFB/ Caspar Sessler

Eine leichte Brise auf der Haut und der Anblick innovativer Architektur neben historischen Speichern und alten Hafenanlagen: Auf der Radtour „Kaffee, Kajen und Kultur“ geht es rund 15 Kilometer durch die Bremer Überseestadt. Die ehemalige Kajenmeile am Europahafen ist heute eine lebendige Promenade und bietet mit 16 Metern Breite viel Platz zum Fahrradfahren. Auf der Strecke liegt auch der Waller Sand, ein aufgeschütteter Strand mit Spielmöglichkeiten mitten in der Stadt. In den Abendstunden taucht die untergehende Sonne den Europahafen in goldenen Glanz. Neben der Überseestadt-Runde laden sieben weitere Touren der Kampagne „BIKE IT!“ dazu ein, Bremen und das Bremer Umland radeln zu erkunden.

7. Bremens maritime Seite kennenlernen

Im Nordbremer Stadtteil Vegesack entstand vor 400 Jahren der erste künstliche Hafen Deutschlands. Entlang der 1.852 Meter langen Maritimen Meile liegen Sehenswürdigkeiten wie der Museumshaven, Kapitänshäuser, die Signalstation und das einzig erhalten gebliebene Vollschiff der deutschen Schifffahrtsgeschichte, die „Schulschiff Deutschland“. Glitzert die Weser in der Sonne und ziehen kreischende Möwen ihre Kreise hoch oben in den Lüften, fühlt sich ein Ausflug nach Vegesack (fast) an wie am Meer.

8. Der Natur beim Frühlingserwachen zuschauen

Blütenmeer im Bremer Rhododendronpark
Blütenmeer im Bremer Rhododendronpark © BTZ/Ingrid Krause

Mit den ersten warmen Frühlingstagen lugen in den Bremer Grünanlagen immer wieder bunte Köpfe aus der Erde. Besonders farbenfroh zeigt sich der Rhododendronpark, wenn zwischen Februar und Juni die Blüten hier in sattem Karminrot, Zartrosa oder Goldgelb leuchten. Auf 46 Hektar finden bis zu 600 der weltweit rund 1.000 wild vorkommenden Rhododendron-Arten Platz, sowie zusätzlich 3.500 verschiedene Zucht-Sorten von Rhododendren und Azaleen. Neben dem Rhododendronpark besitzt die Hansestadt als grünste Großstadt in Deutschland zahlreiche weitere Parks, die zum Energie- und Frischlufttanken einladen – Abstandhalten ist hier problemlos möglich.


Noch mehr Lust auf das Frühlingserwachen in den Bremer Grünanlagen? Dann gibt es hier weitere Impressionen, wie sich die Hansestadt draußen im Grünen und mit Abstand erleben lässt.

Stadtmarketing
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zur Pressemitteilung
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