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6.5.2021 - Andrea Bischoff

Ohne schlechtes Gewissen: Weil Bremen einfach lecker schmeckt

Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft

Sieben Spezialitäten aus der Hansestadt

Eine Fotocollage verschiedener Lebensmittel: ein Currygericht mit Reis, Austern, Popcorn, Lebkuchen und Wein. In der Mitte des Bildes steht "Bremen genießen"
© WFB

Bremen im Einkaufskorb – wer darauf achtet, findet das Bundesland häufig als Produktionsort auf Verpackungen von Lebensmitteln. Die Nahrungs- und Genussmittelbranche an der Weser zählt rund 10.000 Beschäftigte in 250 Betrieben. Rund 30 Prozent aller bremischen Importe und knapp zehn Prozent der Exporte gehen auf das Konto der Ernährungswirtschaft. Kaffee ist dabei jeweils das wichtigste Ex- sowie Importgut. Neben Kaffee spielt Bier und natürlich frischer Fisch eine große Rolle. Und auch Food-Start-ups aus Bremen bringen neue Produkte an den Markt. Wir stellen ein paar besondere bremische Spezialitäten vor.

Mitarbeiterin Aysegül Almaoglu präsentiert ein Blech mit Lebkuchen.
Mitarbeiterin Aysegül Almaoglu präsentiert ein Blech mit Lebkuchen. © WFB/Jörg Sarbach

Bremer Lebkuchen Manufaktur

Die schmecken nicht nur zu Weihnachten: Deutschlands nördlichste Lebkuchen-Manufaktur wartet mit feinsten Elisen, frischen Frühlingsstollen und gebrannten Mandeln auf. Gebacken wird nach traditionellen Familienrezepturen und in Handarbeit. Die Kundschaft kommt aus ganz Deutschland, zu kaufen gibt es die Lebkuchen nicht nur in Geschäften im Norden, sondern auch in Freiburg, Berlin oder Potsdam – und im Onlineshop. In der gläsernen Manufaktur können Besucherinnen und Besucher mitverfolgen, wie die Köstlichkeiten hergestellt werden.

Reishunger

Lockerer Basmati für das perfekte Currygericht, Carnaroli für ein schön „schlotziges“ Risotto oder ein kräftiger Wildreis – gibt’s alles bei Reishunger. 2010 starteten Sohrab Mohammad und Torben Buttjer ihre Mission für mehr Reisvielfalt in Deutschland und gründeten ihre Firma Reishunger in der Bremer Überseestadt. Aus dem kleinen Start-up mit Sitz im Speicher XI ist mittlerweile ein Unternehmen mit rund 80 Mitarbeitenden geworden. Das Team importiert Reis direkt von Bauern und Reismühlen aus der ganzen Welt nach Bremen. Im Onlineshop gibt es neben verschiedenen Sorten Reis in Bio-Qualität auch Rezepttipps, Saucen, Gewürze, Snacks und Zubehör wie Reiskocher. 

Petra Koch-Bodes führt das Fischfachgeschäft in fünfter Generation.
Petra Koch-Bodes führt das Fischfachgeschäft in fünfter Generation. © Carmen Jaspersen

F. L. Bodes

Auf die Flosse: Der Mittagstisch bei „Bodes“ ist unter Bremerinnen und Bremern schon fast legendär. Bremens ältestes Fischfachgeschäft hat eine 160-jährige Tradition. Petra Koch-Bodes führt den Laden in fünfter Generation mit ihrem Bruder Uwe Koch-Bodes – und ist eine der ersten Fischsommeliers in Deutschland. Der Onlineshop mit Frischfischlieferung ergänzt das Angebot. Neben dem Verkauf von allem mit Flosse und Kiemen gibt es bei Bodes auch die richtigen Tipps zur Zubereitung. Und eben den legendären Mittagstisch.

Goldcorn – Finest Art of Popcorn

Nicht nur zu Lockdownzeiten lockt das Sofa zu einem gemütlichen Abend vor dem Fernseher. Popcorn. Seit einem inspirierenden Besuch in Amerika produziert Thorsten Hobein in Bremen ausgefallenes Popcorn in den verschiedensten Variationen, wie beispielsweise Butter Karamell mit Meersalz oder mit Mandeln und Haselnüssen. Das gibt es in Bremer Kinos, Supermärkten und im Onlineshop (dort inzwischen sogar in offizieller Werder-Bremen-Dose). So steht dem heimischen Popcorn-Kino nichts mehr im Wege.

CheWOW - Gründer
Marlo Kockerols und Federico Krader gründeten das Food-Start-up CheWOW. © CheWOW

CheWOW

Die Nachfrage nach Alternativen zu klassischen Fleischprodukten wächst. Das Bremer Start-up CheWOW setzt auf pflanzenbasierte Produkte und macht mit veganen Versionen von Lasagne, Fischstäbchen, Nuggets und Gyros hungrig darauf, Neues auszuprobieren und damit die Welt ein bisschen besser zu gestalten – nachhaltig und regional.

Daily Marmelade

Noch was Süßes? Noch ein Bremer Start-up: Omas Marmelade war schon immer die beste. Nur schade, dass man die nicht im Supermarkt kaufen kann. Deshalb gibt es bei Daily Marmelade Konfitüre, wie sie Oma machte. Wer es lieber deftig mag, findet im Shop auch würzige Aufstriche und Grillsaucen. Besonderer Clou: Das Abo – jeden Monat ein neues Glas mit einem besonderen Aufstrich für’s Frühstücksbrötchen. Zum Verschenken oder selber Schlemmen.

Für neue Weine im Sortiment zieht sich Krötz "alle zwei, drei Wochen" in seinem Probenraum zurück
Für neue Weine im Sortiment zieht sich Krötz "alle zwei, drei Wochen" in seinem Probenraum zurück © WFB/Carmen Jaspersen

Bremer Ratskeller

Zum fulminanten Menü gehört natürlich auch das richtige Getränk. Der Bremer Ratskeller ist im Weinhandel eine renommierte Adresse, das weltweit größte Sortiment deutscher Weine soll er beherbergen. Und er zählt zu den ältesten Weinkellern Deutschlands. Seit 1405 wird unterm Rathaus, dem Weltkulturerbe, Wein verkauft. Hier lagern alte Raritäten – darunter der älteste Fasswein Deutschlands aus dem Jahr 1653 – ebenso wie Neuerwerbungen, die vom Kellermeister Karl-Josef Krötz für gut befunden und ins Sortiment aufgenommen wurden.


Hungrig auf mehr Kulinarisches aus Bremen? Unser Stadtportal Bremen.de hat den Überblick.

Und für alle, die sich lieber bei einer Runde Popcorn informieren möchten: Unser Bremen.de-Team hat die Genuss-Stadt Bremen auch im Bewegtbild festgehalten. Zur Playlist geht’s hier.

Pressedienst
23.08.2021
Ein letztes Bier vor der großen Reise

„Die letzte Kneipe vor New York“ – es waren Seeleute, die dem Lokal im Überseehafen den Titel gaben. Bis 1972 tranken sie dort vor der Amerika-Überfahrt ihr letztes Bier. Längst fährt kein Schiff mehr von hier nach New York, aber die Gaststätte gibt es nach wie vor – mit seefahrenden Gästen aus aller Welt.

zur bis-bremerhaven
Einzelhandel
06.08.2021
(Erzwungene) Innovation dank Corona – Die Bremer Gastro-Szene wird digital

Die Corona-Pandemie ist auch in der Gastro-Branche ein Digitalisierungstreiber. Not macht viele Unternehmer:innen erfinderisch – diese drei Gastro-Betriebe erzählen, welche Digitalisierungs-Instrumente sie erfolgreich einsetzen.

zu den Digitallotsen
Start-ups
27.07.2021
Nachhaltig, selbstgemacht, lokal

Drei Bremer Träger haben sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam benachteiligten Menschen die gesellschaftliche Teilhabe zu erleichtern. Durch Engagement in den „Sozialen Manufakturen“ sollen sich für sie die Chancen am Arbeitsmarkt verbessern.

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