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30.6.2020 - Jann Raveling

„Bei Logistikimmobilien sehen wir auch durch die Coronakrise viel Raum nach oben“

Immobilienstandort

Neu in Bremen: BREMER AG entwickelt und baut für das Gewerbe

Hubertus Schwanebeck, Leiter der Niederlassungen Hamburg und Bremen
Hubertus Schwanebeck, Leiter der Niederlassungen Hamburg und Bremen © BREMER

Trotz des Namens hat es mehr als 70 Jahre gedauert, um in die Hansestadt zu kommen: Im Frühjahr 2020 eröffnete die BREMER AG aus Paderborn ihre Niederlassung in der Bremer Airport-Stadt. Der Projektentwickler, Planer und Generalunternehmer sieht in der Region Nordwestdeutschland großes Wachstumspotenzial.

Die Namensverwandtschaft ist rein zufällig, denn 1947 gründete Wilhelm Bremer in Paderborn ein Unternehmen, das mittlerweile europaweit Logistik-, Gewerbe- und Büroimmobilien plant und baut. Eine Besonderheit sind die zwei Werke für Stahlbetonfertigteile, in denen das Unternehmen Elemente für die eigenen Bauwerke vorproduziert und somit auf eine hohe Fertigungstiefe setzt.

Exzellente Lage in Nordwestdeutschland gefunden

Nach Bremen zog es BREMER vor allem wegen seiner Lage. „Wir wollen möglichst schnell bei unseren Kunden auf den Baustellen sein und gleichzeitig Fahrtzeiten für unsere Angestellten so niedrig wie möglich halten. Es geht uns um kurze Wege“, sagt Hubertus Schwanebeck, Leiter der Niederlassungen Hamburg und Bremen. Der 62-Jährige baute den Hamburger Standort des Unternehmens 2015 auf. Mit der Entscheidung, den nordwestdeutschen Raum über Bremen zu organisieren, übernahm er 2020 übergangsweise auch die Leitung in der Hansestadt.

Das neue Domizil passe perfekt in die Strategie des Mittelständlers: „Wir setzen unsere Schwerpunkte auf Metropolen mit hoher Wirtschafts- und Investitionskraft. Bremen ist aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage ein guter Standort für Bürogebäude, für Logistik- und Produktionsimmobilien. Wir sind hier gut aufgehoben.“

Im niedersächsischen Sottrum baute BREMER dieses Kühl- und Verteilerzentrum für Rewe
Im niedersächsischen Sottrum baute BREMER dieses Kühl- und Verteilerzentrum für Rewe © BREMER

Deutliches Wachstum geplant

Mit derzeit acht Angestellten rechnet er damit, in diesem Jahr zwei bis drei Projekte im Nordwesten zu organisieren und danach weiter zu wachsen. „Ich schätze, dass wir langfristig Aufträge mit Investitionsvolumen zwischen 5 und 20 Millionen Euro pro Jahr in der Region realisieren können“, so der Standortleiter.

Das Unternehmen begleitet seine Kunden von der Projektentwicklung über die Fertigung in eigenen Werken bis zum schlüsselfertigen Bau und den Serviceleistungen für das Gebäude im laufenden Betrieb. Bürogebäude, Einrichtungs- und Kühlhäuser, Logistik- und Produktionsgebäude sowie Verbrauchermärkte gehören zum Repertoire. In Bremen baute das Unternehmen bereits ein Logistikgebäude für die Reederei Maersk, im nahen Sottrum ein Rewe-Kühl- und Verteilerzentrum.

Corona und der Immobilienmarkt

Die Coronakrise hat die Baubranche milder getroffen als andere Wirtschaftsbereiche. „Wir mussten unsere Baustellen ein wenig in der Organisation umstellen, haben Abläufe geändert, um Sicherheitsabstände einzuhalten oder in den Sanitärbereichen Desinfektionsmittelspender installiert. Im Großen und Ganzen konnten wir unsere Projekte termingerecht fertigstellen, das normale Geschäft läuft weiter“, führt er aus.

„Gerade durch die Coronakrise hat sich gezeigt, dass der Warenversand, und damit der Bedarf an Logistikimmobilien, in Zukunft noch deutlich zunehmen wird.“

Mit einem Einbruch der Nachfrage bei Neubauaufträgen in naher Zukunft rechnet der Diplom-Ingenieur nur in Teilbereichen der Branche. „Der Wohn- und Büroimmobilienmarkt war vor der Coronakrise heiß gelaufen, wir merken schon, dass es da zu einer leichten Abkühlung kommt“, meint Schwanebeck. „Auf der anderen Seite sehen wir im Logistikmarkt aber noch viel Raum nach oben. Gerade durch die Coronakrise hat sich gezeigt, dass der Warenversand, und damit der Bedarf an Logistikimmobilien, in Zukunft noch deutlich zunehmen wird.“ Hier sei Bremen durch seine Lage als wichtiger Knotenpunkt in Nordwestdeutschland ideal aufgestellt.

Unterstützung durch die WFB

Bei der Gründung der Niederlassung unterstützte die Wirtschaftsförderung Bremen bei der Suche nach der idealen Immobilie. „Die Zusammenarbeit mit der WFB war super. Nach einem kurzen Treffen habe ich Angebote für verschiedene Standorte erhalten. Mit unserem jetzigen Büro im Europa-Center in der Airport-Stadt am Flughafen sind wir sehr glücklich“, lobt Schwanebeck den Service in Bremen. Zu den Leistungen gehörte neben eingehender Immobilienberatung, Kontakt mit Eigentümern und Gewerbemaklern auch die Betreuung nach erfolgtem Start in der Hansestadt.

Gut gewappnet können Schwanebeck und sein Team sich jetzt an den nordwestdeutschen Markt machen. Ein aktuelles Projekt ist bereits in Arbeit: der Bau eines neuen Verteilzentrums für den Onlineriesen Amazon im ostfriesischen Emden.

Foto Thomas Hofhans

Thomas Hofhans

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