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4.8.2016 - Nina Svensson

NuVasive schafft Stabilität für Wirbelsäulen und Arbeitsplätze

Internationales
Die Europazentrale eines kalifornischen Unternehmens im Herzen von Bremen
Nuvasive Geschäftsführer Frank Middeke mit Wirbelsäulenimplantat
Geschäftsführer Frank Middeke plant sein Unternehmen NuVasive 2017 weiter auszubauen © WFB/Jan Rathke

Ein Unternehmen, das hochwertige Instrumente und Implantate für die Wirbelsäulenchirurgie vertreibt, würde man in Bremen eher im Technologiepark vermuten. Weit gefehlt: Mitten in der Innenstadt, direkt an den Wallanlagen, hat die NuVasive Germany GmbH ihren Sitz. Mit inzwischen 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen jährlich mehr als 10 Millionen Euro – Tendenz steigend.

NuVasive wurde 1998 im kalifornischen San Diego gegründet. Ziel war und ist noch heute, hochwertige Produkte und möglichst schonende Operationsverfahren für die Wirbelsäulenchirurgie zu entwickeln, um insbesondere Nervenbahnen und Rückenmark zu schützen. Gesagt, getan: 2002 kam ein Verfahren auf den Markt, das das Nervensystem mittels Neuromonitoring während der Operation überwacht. 2009 hat NuVasive die Möglichkeit entwickelt, die Wirbelsäule bei Operationen von der Seite zu erreichen und so minimalinvasive Ansprüche noch besser zu erfüllen.
Ebenfalls 2009 hat NuVasive seine Europazentrale mit 12 Mitarbeitern von Bayern nach Bremen verlegt. Grund für die Ansiedlung war unter anderem das bereits bestehende Bremer Netzwerk des damaligen Geschäftsführers. Bei der Ansiedlung wurde NuVasive von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH begleitet und mit 60.000 Euro aus dem Landesinvestitionsförderprogramm (LIP) gefördert.


Stabilität nicht nur für die Wirbelsäule

Seit 2013 ist Frank Middeke Geschäftsführer. Er sorgte bei NuVasive zunächst für Stabilität und fokussierte Vertrieb und Service auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). Außerdem entwickelte er eine Vision und richtete die NuVasive Germany unter dem Motto „Home of Spine“ neu aus.

Unsere Kunden haben uns gesagt, dass sie sich so etwas wie eine Heimat für Produkte und Lösungen rund um die Wirbelsäulenchirurgie wünschen – und die finden sie bei uns.

                                                                                                                                                                                                                                                                                   Frank Middeke, Geschäftsführer der NuVasive Germany GmbH

Der Erfolg zeigt sich deutlich: Heute hat NuVasive in Bremen 44 Mitarbeiter und wird in den kommenden Jahren weitere Positionen besetzen. Mit der Akquisition von Ellipse wird NuVasive im kommenden Jahr weiter wachsen und neue innovative Produkte bekommen, die das bestehende Portfolio ergänzen. Mit mehr als 10 Millionen Euro verzeichnet NuVasive das erfolgsreichste Geschäftsjahr seit 2009.

"Good Nes Bell"
Gute Nachrichten bleiben oft unerwähnt, während schlechte schnell die Runde machen: Darum schlägt bei kleinen oder großen Erfolgen ein Mitarbeiter die „Good News Bell“, um die Kolleginnen und Kolllegen zu informieren © WFB/Jan Rathke

Expertise und Engagement – das ist es, was Middeke von seinem Team verlangt. „Wir suchen die Nähe zu Anwendern und Patienten, um immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Unsere Mitarbeiter – und nicht nur der Außendienst – sind regelmäßig bei Operationen dabei: zum einen, um die Qualität unserer Instrumente und Implantate vor Ort zu sichern, zum anderen, um Abläufe und Bedürfnisse vor, während und nach der Operation genau zu kennen.“


Mit Komplettlösungen stark aufgestellt

Der Markt hat sich in den vergangenen Jahren verändert: Die Menschen werden immer älter, entsprechend steigt auch die Zahl der altersbedingten Wirbelsäulenerkrankungen. Andererseits steigen damit auch die Kosten für die Krankenkassen. Darum schließen sich immer mehr Kliniken zu Einkaufsgemeinschaften oder Ketten zusammen, um mit ihren Lieferanten wie NuVasive Rahmenverträge zu verhandeln. „Unsere Stärke ist, dass wir nicht nur einzelne Produkte für Instrumente und Implantate anbieten, sondern komplette Lösungen“, sagt Middeke.
Das Ziel ist, dass die Wirbelsäule nach der Operation perfekt ausgerichtet ist. Dafür bietet NuVasive Lösungen, die dem Chirurgen schon während – und nicht erst nach – der Operation zeigen, ob der optimale Zustand erreicht ist oder noch korrigiert werden muss. Neben Produkten, Lösungen und Service ist der Bereich Schulungen und Trainings ein weiteres wichtiges Standbein von NuVasive. „Wir arbeiten eng mit der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft zusammen. Wir bieten Kurse für Zertifizierungen und stellen die Produkte.“

Mitarbeiter Fritjof Bassler mit dem Sawbone inklusive Wirbelsäulenimplantaten von NuVasive
Mitarbeiter Fritjof Bassler mit dem Sawbone inklusive Wirbelsäulenimplantaten von NuVasive © WFB/Jan Rathke

Ab 2017 wird NuVasive erstmals Kaufleute für Bürokommunikation ausbilden. Weiterbildung ist zudem ein Thema, das Geschäftsführer Middeke am Herzen liegt. „Unsere Produkte sind besonders, wir müssen unsere Mitarbeiter dafür qualifizieren und zudem ein Bewusstsein schaffen: Bei jeder Operation muss jedes Instrument und jedes Implantat rechtzeitig, funktionsfähig und exakt passend vorliegen, es geht hierbei um Patienten – das erfordert ein gutes Qualitätsmanagement, hohe Sorgfalt und eine verlässliche Logistik.“

Bei der Suche nach Fachkräften fühlt sich Middeke am Standort Bremen gut aufgehoben. „In den Bereichen Logistik, Kundenservice und Vertrieb profitieren wir von unserem Netzwerk aus Hochschulen und Partnern in der Region. Auch sonst ist Bremen ideal für uns: Die Stadt hat eine überschaubare Größe und wir sind über den Flughafen gut an unsere Muttergesellschaft in Amsterdam angebunden.“ An der Contrescarpe verfügt NuVasive über 350 Quadratmeter Bürofläche sowie über weitere 400 Quadratmeter Lager im Richtweg. Der Platz reicht inzwischen nicht mehr, mit Unterstützung der WFB läuft zurzeit die Suche nach einem neuen Standort in Bremen.


Ansprechperson für internationale Ansiedlungen in Bremen ist Andreas Gerber, Tel. 0421 9600 121, andreas.gerber@wfb-bremen.de.

Informationen zum Thema „Bremen international“ finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

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