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31.5.2017 - Gastbeitrag von Tanja Ortmeyer/INVENTORUM

Digitalisierung im Einzelhandel: Auf den Hund gekommen

Digitalisierung / Industrie 4.0
Die Stilhütte in Borgfeld setzt auf Kombination aus Offline- und Online-Handel

Blick in das Ladengeschäft - alles, was das Hundeherz begehrt
Blick in das Ladengeschäft - alles, was das Hundeherz begehrt © Stilhütte

Nina Stern stimmt mit ihrem Unternehmen „Stilhütte“ Hundeliebhaber glücklich und bietet gleichzeitig der wachsenden Konkurrenz im umkämpften Markt des Heimtierbedarfs die Stirn. Offline und Online im Nischenbereich lautet das Credo.

„Keiner weiß, wie der Einzelhandel sich in Zukunft verändern wird, alles scheint möglich und nichts unmöglich”, sagt Inhaberin Nina Stern. Denn Käufer haben heute verschiedene Ansprüche: Einerseits wollen sie das Produkt immer noch gern in den Händen halten und es vor dem Erwerb ausreichend begutachten, sie verlangen nach gutem Service und hoher Produktqualität. Dies kann vor allem der stationäre Handel leisten. Gleichzeitig entwickelt sich der E-Commerce rasant und Waren sollen online jederzeit von überall her bestellt werden können.

Ein Traum geht in Erfüllung

In ihren beiden Läden und auf der Webseite finden Tierfreunde alles, was das Tier- und insbesondere Hundeliebhaber-Herz begehrt: Hundeleinen, Trocken- und Dosenfutter, gesunde Futterzusätze, Halsbänder, Decken, Kissen – sogar Shampoo ist unter den Produkten zu entdecken. Die selbsterklärte Hundenärrin hat sich mit dem Laden einen lang gehegten Traum erfüllt. Sie entdeckte ihre Liebe zu Hunde-Accessoires während ihrer Studienzeit in Hamburg. Dort kam sie auf dem Weg in die Uni, gemeinsam mit ihrem Hund Jule, immer wieder an Heimtierläden vorbei. Diese vermisste sie in Bremen. Mittlerweile sind es, neben zwei Hunden, auch zwei Läden in Bremen geworden. Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und teilt ihre Tierliebe mit ihren Kunden.

Nina Stern und ihre Schwester Kathrin bei der Eröffnungsfeier der Stilhütte
Nina Stern und ihre Schwester Kathrin bei der Eröffnungsfeier der Stilhütte © Stilhütte

Onlineservices und Kooperationspartner als Erfolgsfaktor

„Stationäre Läden haben das Potenzial, dass der Kunde Dinge entdeckt, die er zuvor nicht gesucht hat – die Onlinewelt steigert die Präsenz und Reichweite“, sagt Stern. Neben ihren Geschäften betreibt sie daher einen gleichnamigen Webshop und kooperiert dort mit anderen Fachhändlern für Tierbedarf. Sie kann dort die Preise je nach Zielgruppe variieren. „Die Bremer kaufen im Ladengeschäft für weniger Geld Produkte ein als Menschen aus anderen Gegenden online”, so Stern. Durch den Webshop steigert sie ihre Marge und damit den Gewinn. Dies sei für beide Parteien eine “Win-win-Situation”. Zudem bietet sie Kunden online besondere Services: Auf ihrer Seite hat sie einen eigens entwickelten Generator für Halsbänder und Stricke integriert.

Standortwahl weniger ausschlaggebend

Durch den Onlinehandel ist sie zudem unabhängiger in der Wahl ihres Standorts. Denn in Bremen ist das Flächenangebot für Einzelhandels-Geschäfte im Stadtkern klein - dort befinden sich vor allem großen Filialen. In der gesamten Stadt gibt es ca. 970.000 Quadratmeter Einzelhandelsflächen, von denen sich lediglich 15 Prozent in der hochfrequentierten Innenstadt befinden. Aus diesem Grund siedeln sich viele Händler in der Peripherie an. Auch Nina Stern hat es mit ihrem Laden dorthin verschlagen, wobei sie Glück hatte, denn die Randlage war zufällig eine 1A-Lage für ihr Angebot: In den Stadtteilen Borgfeld und Schwachhausen fand sich die für sie passende Kundschaft, in Parknähe und mit vielen Familien und Hunden. Der Onlinehandel ergänzt den Standort als zweites Standbein.

Digitale Kassensysteme, Warenwirtschaft und Onlineshop in einem

Bei der Suche nach einem Anbieter für die Verbindung von Online und Offline nutzt Stern INVENTORUM, ein System, das Kasse, Warenwirtschaft, vorbereitende Buchhaltung und Onlineshop vereint. Wie das System funktioniert, zeigt das kurze Video des Berliner Start-ups:

„Onlinehandel schließt den stationären Handel nicht aus – und ist eine große Chance für kleine und mittelständische Einzelhändler“, so der INVENTORUM-Gründer Christoph Brem. „Die Frage, die sich Ladenbesitzer stellen müssen ist: Wie verändert man die bestehenden Einzelhandels-Prozesse? Ein Weg ist es, ein funktionierendes Vertriebsnetz aufzubauen und digitale Schnittstellen zu schaffen, die beispielsweise auch durch ein Kassensystem bereits integriert sind.“

Auch Stilhütte handhabt dies so. Das Unternehmen hat sich für INVENTORUM entschieden und möchte dessen Funktionsvielfalt nicht mehr missen. „Was zuvor nur im lokalen Geschäft möglich war, ist jetzt auch Online abbildbar: Unser Tierbedarf kann problemlos von jedem, der über einen Internetzugang verfügt, gefunden werden“, so Stern.

Transparenz schaffen und Service bieten

Ihre Partner können direkt auf der Website eingesehen werden, somit schafft sie Transparenz. Der Kunde weiß, was er bekommt. Die Halsbänder im Laden können bereits online auf ihre Passform hin begutachtet werden und dann entweder bestellt oder vor Ort abgeholt werden. Das Einzelhandelsmodell, das Nina Stern führt, kommt der Marktlage in Bremen zugute, es fördert die Wirtschaft und den Erhalt der Geschäftsstraßen in den Quartieren außerhalb der Innenstadt. Doch nicht nur der Stadt ist es von Nutzen, dass sie mehrkanalig fährt, sondern auch ihre Kunden erfreut es. Die Unternehmerin bietet Kunden sowohl das stationäre Erlebnis, die Haptik, das Schauen vor Ort und damit das, was kein Onlineshop der Welt kann. In Nina Sterns Laden kann man sogar vorkosten und probeliegen. Wenn das mal nicht zum zwei- und vierbeinigen Besuch einlädt ...


Stilhütte – Besonderes für den Hund

Ladengeschäft Borgfeld:
Borgfelder Heerstr. 37, 28357 Bremen

Ladengeschäft Schwachhausen:
Hartwigstr. 2c, 28209 Bremen

Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 10 bis 13 Uhr

weitere Infos unter www.stilhuette.de oder www.facebook.com/stilhuette.


Dies ist ein Gastbeitrag von INVENTORUM


Informationen zur Digitalisierung und zum Bremer Digital-Netzwerk gibt es bei Kai Stührenberg, Telefon 0421 9600 325, kai.stührenberg@wfb-bremen.de


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Robotern kommt in der industriellen Zukunft eine Schlüsselrolle zu: Neben der zunehmenden Automatisierung auch in Zusammenarbeit mit dem Menschen, um ihm schwierige und gesundheitsgefährdende Handgriffe abzunehmen. Am Robotics Innovation Center in Bremen haben Dr. Sebastian Bartsch und seine Kollegen den helfenden Gesellen in Form von Robotern neu erfunden.

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Digitalisierung / Industrie 4.0
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Digitalisierung / Industrie 4.0
19.04.2016
Das Logistik-Monitoring LOMO überwacht Projekte weltweit live

In der Schwerlastlogistik – ob beim Transport von Windkraftanlagen oder Kraftwerksteilen – ist kein Projekt wie das andere. Sonderwege gibt es aber nicht nur auf der Straße: Auch in der Projektplanung bleiben Standardlösungen schnell auf der Strecke. Das Bremer Software-Haus HEC hat ein Logistikmonitoring aus Hardware und Software speziell für die Schwerlastlogistik geschaffen.

Digitalisierung / Industrie 4.0
12.04.2016
Digitalisierte Hafenlogistik: So wissen Logistiker, wo sich ein Container befindet

Staus und Wartezeiten gehören an den Containerterminals zum Alltag. Denn oft wissen Spediteure und Fahrer nicht genau, wann ein Schiff einläuft. Um die Kommunikationsprozesse zwischen den Akteuren zu verbessern, hat das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Bremen das Projekt SMART SC entwickelt.

Digitalisierung / Industrie 4.0
05.04.2016
Neue Industrie-Funkstandards: Wenn es zwischen Maschinen funkt

Funknetzwerke sind allgegenwärtig, ob mobil oder abends mit dem Tablet auf der Couch beim Surfen. Oft heißt es aber: Schwache Verbindung – kein Signal. Was im Alltag ärgerlich ist, kann im Unternehmen schnell viel Geld kosten. Deshalb sind nur wenige Maschinen bisher per Funk verbunden. Das Bremer TZI will das ändern und forscht an den Funkstandards der Zukunft.

Digitalisierung / Industrie 4.0
29.03.2016
Hinter Gläsern – Kommissionieren mit Datenbrillen und Wearable Computing-Lösungen von UBIMAX

Wearables, tragbare Computer wie Datenbrillen und Smartwatches stellen digitale Informationen jederzeit bereit. Ein Selbstversuch mit Datenbrille im Warenlager beim Marktführer für industrielle Wearables, UBIMAX aus Bremen.

Digitalisierung / Industrie 4.0
14.03.2016
Die digitale Nebenkostenabrechnung am Flughafen Bremen

Immer mehr Unternehmen erzeugen Energie mit Blockheizkraftwerken, Photovoltaikanlagen und Kraft-Wärme-Kopplungen. Das Energiemanagement kann dabei intelligent in die Grundstücksverwaltung eingebunden werden, wie es die IT-Firma Apandia am Bremer Flughafen umgesetzt hat. Das spart Zeit und Kosten.

Digitalisierung / Industrie 4.0
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Was ist Industrie 4.0? Eine kurze Erklärung

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Digitalisierung / Industrie 4.0
04.03.2016
Funktioniert wie gedruckt - das Fraunhofer IFAM entwickelt Textilien, die fühlen können

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