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7.6.2016 - Jann Raveling

Airbus Standortleiter Dr. André Walter: „Industrie 4.0 heißt für uns, die Arbeit leichter und effizienter zu gestalten“

Digitalisierung / Industrie 4.0
Digitalisierung, 3D-Druck und Mensch-Roboter-Kommunikation revolutionieren den Flugzeugbau

Flügelausrüstung am Airbus Standort Bremen: Industrie 4.0 heißt hier, die Arbeit für die Mitarbeiter effizienter zu gestalten
Flügelausrüstung am Airbus Standort Bremen: Industrie 4.0 heißt hier, die Arbeit für die Mitarbeiter effizienter zu gestalten © Airbus

Ein frischer Herbstmorgen, acht Uhr in der Früh: Noch liegt dichter Nebel über dem Airbus-Gelände am Bremer Flughafen. Insgesamt 4.500 Mitarbeiter sind dort in den verschiedenen Bereichen der Airbus Group beschäftigt, von der Raumfahrt mit Airbus Defence and Space, über die Zuliefertochter Premium Aerotec bis hin zum Flugzeughersteller Airbus. Hier werden unter anderem Landeklappen für alle Airbus-Programme gefertigt, sowie Flügel für die Langstreckenmodelle A330 und A350 XWB ausgerüstet. Die Hälfte der Mitarbeiter ist im Engineering tätig, sie entwickeln und forschen in den Bereichen Flugphysik, Materialien und Prozesse sowie Struktur. Im Büro von Standortleiter Dr. André Walter lassen sich um diese Uhrzeit die Dimensionen dieser Arbeit nur erahnen, denn der dichte Nebel versperrt noch die Sicht auf das Werk. Genauso im Unklaren liegt für viele Unternehmen auch die Zukunft der digitalen Fertigung. Doch für Walter ist der Kurs eindeutig – nur wer jetzt schon die Weichen in der Digitalisierung stellt, kann künftig erfolgreich sein.


Herr Walter, welchen Stellenwert hat Digitalisierung, Industrie 4.0, bei Airbus?


André Walter: Uns geht es nicht darum, Digitalisierung um ihrer selbst willen zu betreiben. Bei Airbus ist bereits eine Vielzahl von Daten in der Produktion verfügbar. Die zentrale Frage ist: Nutzen wir diese Daten heute schon umfassend? Und nutzen wir sie vernetzt? Haben wir eine echte Maschine-zu-Maschine-, System-zu-System-Kommunikation? Der Kniff bei Industrie 4.0 ist: Wie verkette ich geschickt meinen Daten zur Verbesserung der Fertigung? Und das wiederum macht nur Sinn, wenn ich die Prozesse dahinter auch verkette. Sonst gewinne ich keine Effizienz. Ein Beispiel: Es macht keinen Sinn, ein Formular, was heute auf Papier besteht, zu digitalisieren, ohne den Prozess dahinter zu verändern. Dann füllt der Mitarbeiter das Formular am Rechner aus, ohne einen Zugewinn an Effizienz. Industrie 4.0 oder Digitalisierung heißt für uns, die Arbeit leichter für den Mitarbeiter und effizienter zu gestalten.

Dr. André Walter, Standortleiter Airbus Bremen
Dr. André Walter, Standortleiter Airbus Bremen © Airbus

Welche konkreten Wege verfolgt Airbus am Standort in Bremen, um durch Industrie 4.0-Prozesse die Effizienz in der Produktion zu steigern und Kosten zu senken?


André Walter: Wir haben in der Flügelfertigung die Mixed Model Line eingeführt. Dahinter steckt die Frage: Wie können wir den A330- und A350-Flügel gemeinsam optimal fertigen, um eine möglichst hohe Produktivität und Effizienz zu erreichen? Bei der Mixed Model Line lassen wir beide Flügelpaare durch eine gemischte Fertigungskette laufen. Es gibt insgesamt fünf Stationen, in denen die Flügel ausgerüstet werden. Gerade bei Komponenten aus unterschiedlichen Produktgenerationen - die A350 ist ganz neu, die A330 schon länger auf dem Markt - stellt das große Anforderungen an die Organisation. Diese funktioniert nur, indem wir die Produktion digital nachverfolgen können. Das ist für uns der Auftakt zur Industrie 4.0.


Niedrige Taktraten stellen andere Anforderungen an die digitale Fabrik als eine hohe Stückzahlfertigung, wie zum Beispiel im Automobilbau. Dort können kleine, wiederkehrende Handgriffe leichter von Robotern übernommen werden. Wie geht Airbus diese Herausforderung an?


André Walter: Wir müssen zwangsläufig Synergien zwischen Mensch und Maschine schaffen. Deshalb schauen wir uns zum Beispiel Cobots an - Roboter, die neben und mit dem Menschen in derselben Arbeitsumgebung zusammenarbeiten. An vielen Stellen haben wir aufwändige Arbeitsschritte, die ein Roboter nie allein wird ausführen können. Eine klassische Fließbandfertigung wie im Automobilbau ist bei uns kaum möglich.


Wie konkret ist der geplante Einsatz von Cobots?


André Walter: Wir sind noch in der Erprobungsphase. Noch haben wir in Bremen keinen in Betrieb, arbeiten aber mit den bremischen wissenschaftlichen Instituten bei der Einführung eng zusammen. Ich bin dagegen, sich sofort solche neuen Technologien ins Haus zu holen, ohne ihre Vorteile sorgfältig zu prüfen. Würde das Gerät bei uns im Haus stehen und die Mitarbeiter wüssten nicht, was sie damit anfangen sollen, brächte uns das wenig.

In der Flügelfertigung werden verschiedene Modellreihen gleichzeitig ausgerüstet
In der Flügelfertigung werden verschiedene Modellreihen gleichzeitig ausgerüstet © Airbus

Eine Technologie, bei der Airbus zu den Vorreitern gehört, ist das Additive Layer Manufacturing (ALM). Bei dieser 3-D-Druck-Technik entstehen Werkstücke aus Metallpulver, das ein Laser Schicht für Schicht verschmilzt. Erste Bauteile fliegen bereits. Welches Potenzial sieht Airbus darin?


André Walter: ALM ist für uns eine sehr interessante Technologie. Man kann schnell Werkstücke herstellen, die in geringen Stückzahlen benötigt werden, wenn zum Beispiel ein Einzelteil bei der Montage fehlt. Grundsätzlich bietet ALM darüber hinaus die Möglichkeit eines völlig neuartigen Designs von Bauteilen mit großem Optimierungspotenzial.


Wie nah ist Airbus daran, 3-D-Drucker im Alltag einzusetzen?


André Walter: Im Moment lohnt sich die Technik nur da, wo Sonderteile hergestellt werden. Die Technologie muss noch stabiler, die Maschinen müssen um ein Vielfaches schneller und die Pulver wesentlich günstiger werden. Nur dann wird es in Zukunft Unternehmen geben, die diese 3-D-Drucker vor Ort haben und die kurzfristig oder in Serie Teile auf Abruf herstellen können. Darauf können wir dann zurückgreifen. Je mehr Unternehmen dann diese Technologie nutzen, umso günstiger wird sie werden. Wenn sich mehrere Akteure zusammenschließen, lassen sich Vorteile für alle gewinnen.


Mixed Model Line, Cobots und 3-D-Druck: Wie sieht bei Airbus der Innovationsprozess auf dem Weg dahin aus?


André Walter: Wir haben das Manufacturing Engineering, die Schnittstelle zwischen Entwicklung und Fertigung, die die Industrialisierung der Technologien bei uns vorbereitet. Der Bereich kooperiert eng mit unserer Informationstechnik. Gemeinsam arbeiten sie mit Hochdruck an den Themen Automatisierung und Digitalisierung. Zudem haben wir in Bremen im Oktober 2015 das ALM-Plateau eröffnet.* Wir schauen uns dort zusammen mit den anderen Unternehmen am Standort an, wie wir den 3-D-Druck nutzen können. Dazu arbeiten wir auch mit Bremer Partnern zusammen, mit Universität, Hochschule, Jacobs University und weiteren Unternehmen.

*Anm. der Redaktion: Plateau bezeichnet bei Airbus einen gemeinsamen, abteilungsübergreifenden Arbeitsraum.

Industrie 4.0 heißt für uns, Technologien zu nutzen, die den Mitarbeiter befähigen, seine Arbeitsschritte besser und produktiver zu gestalten, einfacher und ergonomischer.

Airbus wurde für seine ALM-Anwendungen für den Deutschen Zukunftspreis 2015 nominiert. Das Unternehmen arbeitet eng mit Bremer Partnern zusammen. Wie gut ist Bremen in puncto neue Fertigungstechnologien und digitalisierte, vernetzte Fabriken aufgestellt?


André Walter: Es gibt vor Ort viele hervorragende wissenschaftliche Institute und Universitäten. Ihre Kompetenzen müssen wir nutzen, um das Bremer Netzwerk noch stärker in die Richtung Digitalisierung/Industrie 4.0 zu bewegen. Wir sind noch ganz Anfang, zurzeit ist „Industrie 4.0“ häufig nur ein Schlagwort. Erst allmählich entsteht daraus eine Community. Viele Unternehmen sind noch einzeln unterwegs, hier müssen wir den Austausch weiter fördern. Denn: Neue Technologien können auch Misstrauen bei Mitarbeitern erzeugen, die das Gefühl haben könnten, durch die Automatisierung nicht mehr gebraucht zu werden. Industrie 4.0 heißt für uns aber, Technologien zu nutzen, die den Mitarbeiter befähigen, seine Arbeitsschritte besser und produktiver zu gestalten, einfacher und ergonomischer. Das ist ein gesamtheitlicher Ansatz, den man nur umsetzen kann, wenn alle mit im Boot sind.

Die A350XWB Familie
Die A350XWB Familie © Airbus

Wie realistisch ist diese Befürchtung? Manche Studien sprechen von bis zu 50 Prozent der Arbeitsplätze, die durch die Digitalisierung verloren gehen könnten.


André Walter: An erster Stelle steht für uns, jeden einzelnen Mitarbeiter entsprechend der neuen Arbeitsanforderungen zu qualifizieren. Gerade die Unternehmen, die sich stark mit der Digitalisierung befassen, haben sogar einen Zuwachs an Arbeitsplätzen zu erwarten. Hier stellt sich die Frage, wie man sich rechtzeitig die Fachkräfte dafür sichert.


Welche Strategie verfolgt Airbus, um sich langfristig qualifizierte Fachkräfte zu sichern?


André Walter: Neben der Qualifizierung der vorhandenen Mitarbeiter müssen wir dafür sorgen, dass Themen wie Industrie 4.0 und Digitalisierung bei den Universitäten und in den Ausbildungen ankommen. Hier müssen wir schnell reagieren. Vor fünf Jahren hätte niemand gedacht, dass wir heute mit 3-D-Druck arbeiten. Wenn wir jetzt weiter denken, heißt das: In fünf Jahren müssen die Mitarbeiter bereits für ein digitales Arbeitsumfeld ausgebildet sein. Man muss aber auch darüber nachdenken, wie man neue Technologien einfacher handhabbar macht. Wir können alle heute ein Handy bedienen—wieso nicht auch per App einen Roboter steuern? Wir müssen schneller reagieren und kontinuierlich Themen aufnehmen und anpassen. Dazu sind wir bereits mit den Hochschulen im Gespräch, die vielfältige Hochschullandschaft in Bremen ist dafür eine gute Voraussetzung.


Herr Walter, vielen Dank für das Gespräch.



Weitere Informationen zur Digitalisierung und zum Industrie-4.0-Kompetenzverbund gibt es bei Kai Stührenberg, Tel.: 0421 9600 325, kai.stuehrenberg@wfb-bremen.de

Welche Services die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH bei der Digitalisierung ihres Unternehmens bietet, finden Sie auf der Übersichtsseite Digitalisierung.

Digitalisierung / Industrie 4.0
08.08.2017
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Start-ups
04.08.2017
Starker Schaum aus Bremen: Zwei Brüder starten mit Metallschäumen durch

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Luft- und Raumfahrt
18.07.2017
Mission ROBEX unter Mondbedingungen auf dem Ätna durchgeführt

Demo-Mission auf dem Ätna: Für die Helmholtz-Allianz ROBEX (Robotische Exploration unter Extrembedingungen) wird der Vulkan zur Mondlandschaft. Fünf DLR-Institute entwickeln und testen Technologien für die autonome Erkundung schwer zugänglicher Gebiete. Erstmals kooperierten bei ROBEX auch Wissenschaftler und Ingenieure aus den Bereichen Tiefsee und Raumfahrt miteinander.

Digitalisierung / Industrie 4.0
11.07.2017
ELiSE – mit Kieselalgen der Bionik auf der Spur

Die Bionik überträgt Formen und Funktionsweisen der Natur auf die Technik. Das Bremerhavener Forscherteam um den Meeresbiologen Dr. Christian Hamm hat mit „ELiSE“ eine führende Position in diesem Bereich eingenommen. Besonders angetan sind sie dabei von den winzigen, aber unglaublich komplexen Kieselalgen – den Leichtbauspezialisten der Natur.

Digitalisierung / Industrie 4.0
28.06.2017
Die Geschichte der Digitalisierung – Teil II

Seit wann gibt es die Digitalisierung? Wir werfen einen Blick in die Geschichte des Computers und der Automatisierung, um eine Antwort zu finden. Im zweiten Teil der Reihe geht es um die Herkunft des Begriffes Industrie 4.0 und seine Bedeutung für unsere Frage.

Digitalisierung / Industrie 4.0
21.06.2017
Seit wann gibt es die Digitalisierung? Teil I

Eine historische Reise in das digitale Zeitalter. Seit wann gibt es Digitalisierung und Industrie 4.0 – und wo ist da ein Unterschied? Eines ist klar – die digitale Transformation ist mehr als die Geschichte des Computers.

Digitalisierung / Industrie 4.0
31.05.2017
Digitalisierung im Einzelhandel: Auf den Hund gekommen

Einzelhändler müssen auf digitale Dienste setzen, um mit dem Online-Handel mitziehen zu können. Die Bremerin Nina Stern verbindet mit ihren beiden „Stilhütte“-Läden in Borgfeld und Schwachhausen Online- und Offline-Handel dank moderner Kassen- und Warenwirtschaftstechnologie.

Luft- und Raumfahrt
22.05.2017
Raketenunternehmen heißt künftig Ariane Group

Ab Juli trägt das Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und des Triebwerksherstellers Safran einen neuen Namen: Die Ariane Group verfolgt weiterhin das Ziel, die europäische Trägerraketen-Industrie neu zu ordnen.

Internationales
18.05.2017
Blick ins Silicon Valley: Auch für den Mittelstand unverzichtbar

Technologische Trends rund um Industrie 4.0 und das "Internet der Dinge" haben ihren Ursprung im Silicon Valley. Warum nicht nur Großkonzerne einen genauen Blick ins "Auge des Orkans" werfen sollten, erklären Rene van den Hoevel, Geschäftsführer der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in San Francisco, und Christoph Ranze, Geschäftsführer der encoway GmbH.

Digitalisierung / Industrie 4.0
16.05.2017
Patente Lösung: Axtrion bringt Patent-Agentur in die Cloud

Der Cloud-Dienstleister Axtrion hat die Bremer Patentverwertungsagentur InnoWi in die Cloud gebracht. Neben Daten-Sicherheit steht vor allem das schnelle und flexible Arbeiten mit verschiedensten Partnern im Vordergrund. Wie die Umstellung problemlos gelang, erzählt das Branchenmagazin CloudComputing Insider.

Luft- und Raumfahrt
15.05.2017
Bremens Beiträge zur Sicherheit im Weltraum

Im Weltraum umherfliegenden Schrottteile von zerstörten Satelliten und weitere Objekten waren Anlass für eine Diskussion in der Bremer Landesvertretung in Brüssel, zu der Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, im März Raumfahrtexperten und interessiertes Fachpublikum eingeladen hatte.

Digitalisierung / Industrie 4.0
02.05.2017
DHI WASY: Experten für Wasserwirtschaft 4.0

Von der Quelle bis zum Meer: Die Ingenieure und Softwareexperten der DHI WASY GmbH können quasi jeden Wassertropfen digitalisieren. Sie modellieren und visualisieren Wassersysteme, sei es das Abwassersystem in Aarhus oder die Strömung im Hamburger Hafen.

Luft- und Raumfahrt
24.04.2017
Bremer Kunststoffkomponenten für All und Ozean

Das Bremer Unternehmen Haindl stellt individuelle Kunststoffkomponenten für drei der wichtigsten Branchen des Standorts her: Luftfahrt, Raumfahrt und Schifffahrt. Im Interview erklärt Jens Rohpeter, welche besonderen Anforderungen dies mit sich bringt – und erläutert, weshalb er Kunststoff für den Werkstoff des 21. Jahrhunderts hält.

Digitalisierung / Industrie 4.0
18.04.2017
Diese 8 Beispiele für Industrie 4.0-Projekte zeigen, wie Digitalisierung gelingt

Von anderen lernen – unsere Beispiele zeigen Unternehmen, wie man mit der Digitalisierung beginnt. Wir haben acht Best-Practices zusammengetragen, die alle einen anderen wichtigen Aspekt auf dem Weg in die digitale Zukunft beinhalten.

Wissenschaft
10.04.2017
Wissenschaft persönlich: Prof. Dr. Lutz Mädler von der Uni Bremen und dem IWT

Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wir stellen Ihnen Prof. Dr. Lutz Mädler der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT) und der Universität Bremen vor. 2017 wurde er für seine Forschungstätigkeiten mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeicnet.

Luft- und Raumfahrt
04.04.2017
Ein Universaladapter für die Raumfahrt

Das internationale Team des Bremer Start-ups Space Products and Innovation UG (SPiN) arbeitet an dem Adapter MA61C, der die Luft- und Raumfahrt revolutionieren soll.

Digitalisierung / Industrie 4.0
04.04.2017
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Unternehmen müssten kundenorientiert denken, sagt Christoph Ranze, Geschäftsführer des Bremer Mittelständlers encoway. Nur wer bei seinen Kunden Mehrwerte generiert, schafft durch Digitalisierung einen wirklichen Vorteil. Und kann so neue Geschäftsmodelle finden – wie Ranze am Beispiel encoway deutlich macht.

Luft- und Raumfahrt
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Bremer Forscher ergründen Rätsel um Luftverschmutzung

Luftverschmutzung wird in vielen Großstädten weltweit zum Problem. Wo Smog entsteht und wie sich Emissionen um den Globus verbreiten, möchte ein Bremer Wissenschaftlerteam herausfinden. Dazu nutzen sie sowohl Satelliten als auch Messwagen am Boden.

Luft- und Raumfahrt
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Wissenschaft
27.03.2017
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Digitalisierung / Industrie 4.0
21.03.2017
Digitalisierung im Mittelstand – ein Praxisbeispiel der Hansa Meyer Global

Die Digitalisierung ist komplex, aller Anfang schwer. Wie starten? Das fragen sich viele Unternehmen. Die Hansa Meyer Global hat den Sprung ins digitale Fahrwasser gewagt. Und dabei einen agilen Weg zur Logistik 4.0 gefunden.

Luft- und Raumfahrt
20.03.2017
2017: Das Jahr der Roboter-Missionen

Tiefsee- und Raumfahrtforscher entwickeln in der „Robex“-Allianz gemeinsam robotische Systeme. Denn sowohl im All wie in der Tiefsee müssen Roboter unter extremsten Bedingungen autonom agieren. Initiiert von der Helmholtz-Gemeinschaft, steht Robex für Robotische Exploration unter Extrembedingungen. Die wissenschaftliche Koordinatorin Martina Wilde erklärt, worum es geht.

Luft- und Raumfahrt
16.03.2017
Raumfahrtmission in der Getränkedose

Ein "Satellit" in der Größe einer Getränkedose: Das ist CanSat. Es ist aber auch ein bundes- und europaweiter Wettbewerb, in dem Schüler-Teams diese Satelliten entwickeln, bauen, programmieren – und starten lassen. Dr. Daniel Borowski, Physik-Lehrer am Gymnasium Vegesack, hat den deutschen Wettbewerb in Bremen mit initiiert und erklärt, worum es geht.

Digitalisierung / Industrie 4.0
07.03.2017
Komplex denken, einfach lösen – wie die Logistik Service Agentur in die Digitalisierung startete

Ein typischer Großauftrag für die Logistik Service Agentur LSA aus Bremerhaven: Eine neue Fabrikanlage wird in England installiert, die Anlagenteile kommen aus ganz Europa. LKWs müssen minutiös koordiniert werden, damit sie in der richtigen Reihenfolge ankommen und kein Stopp auf der Baustelle entsteht. Kein Problem für Roger Heidmann und seine LSA – dank digitaler Dienste.

Maritime Wirtschaft und Logistik
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Cybersecurity im Hafen: Das Forschungsprojekt PortSec

Mit der Digitalisierung steigt auch die Zahl der Attacken auf Computernetzwerke rapide. Die norddeutschen Häfen bauen daher ihre Schutzsysteme weiter aus. Das Bremer Projekt „PortSec“ soll sie dabei unterstützen. Ein Gastbeitrag aus der Logistics Pilot.

Digitalisierung / Industrie 4.0
22.02.2017
Sensosurf: Bremer Unternehmer bringt Bauteilen das Fühlen bei

Dr. Cord Winkelmann von der Sensosurf GmbH verheiratet Sensorik mit Material. Mit seinen ausgezeichneten Technologien der Sensorintegration ist der Bremer Unternehmer Vorreiter darin, Bauteilen das Fühlen, Denken und Kommunizieren beizubringen und eröffnet Unternehmen neue Wege.

Start-ups
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Die Bioniker: "Wir generieren Wettbewerbsvorteile"

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Luft- und Raumfahrt
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Bremen hebt ab: Warum Bremen ein ausgezeichneter Luft- und Raumfahrt-Standort ist

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Digitalisierung / Industrie 4.0
07.02.2017
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Ob Eierpalettierer oder Fertigungsstraßen für Automotive – mit besonderen Maschinen, Robotik und Digitalisierung sorgt Schulz Systemtechnik in Bremen für individuelle Automatisierungslösungen.

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Luft- und Raumfahrt
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Beim jungen Bremer Unternehmen Valispace entwickeln Marco Witzmann und sein Team seit zwei Jahren webbasierte Software, die Raumfahrtingenieuren Arbeitserleichterungen und ein Ende des Dateien-Wirrwarrs verspricht.

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Die Zukunft der Logistik beginnt in Bremen: PTS Logistics hat den weltweit ersten Test mit der Microsoft HoloLens in der Projektlogistik durchgeführt. Mit der Augmented Reality-Datenbrille möchte das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und den Durchblick in der Digitalisierung behalten.

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Digitalisierung / Industrie 4.0
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2015 bekam Bremen den Zuschlag, den Weltraumkongress IAC auszurichten – nach 2003 zum zweiten Mal. Die Bewerbung geht auf eine Kooperation der bremischen Raumfahrtindustrie, -forschung und des Landes Bremen zurück. Die Ausrichtung wird unter anderem auch vom Bundeswirtschaftsministerium und vom DLR unterstützt.

Digitalisierung / Industrie 4.0
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Luft- und Raumfahrt
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Im Dezember 2016 treffen sich die Minister der ESA-Mitgliedsstaaten, um die Schwerpunkte der europäischen Raumfahrt für die kommende Jahre zu bestimmen. Baden-Württemberg, Bayern und Bremen haben gemeinsam Empfehlungen erarbeitet. Im Interview erläutert Landeskoordinator Dr. Peter Vits, welche Stärken und Chancen er für Bremen sieht.

Digitalisierung / Industrie 4.0
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Ein duales Studium Informatik öffnet jungen Frauen und Männern den Weg in die IT-Industrie. Es kombiniert erstklassige Ausbildung mit Praxiserfahrung im Unternehmen. Über das duale Studienprogramm von bremen digitalmedia, der Hochschule und Universität Bremen berichtet der diesjährige Absolvent Oliver Pohling.