+49 (0) 421 9600-10
8.2.2017 - Günther Hörbst

Logistik und Häfen – das Fundament des deutschen Wohlstands

Maritime Wirtschaft und Logistik
Was ist Logistik? Eine Branchenübersicht

Die Logistik ist eine der größten und wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Ohne sie geht nichts - im wahrsten Sinne des Wortes. Aber dennoch wissen viele nicht, was sich hinter der Branche verbirgt. Günther Hörbst, Geschäftsführer von VIA Bremen, erklärt in diesem Gastbeitrag, was es eigentlich mit der Logistik auf sich hat.

Containerschiffe in Bremerhaven
Containerschiffe in Bremerhaven © BLG

Die Branche Logistik hat ein großes Problem: Sie ist extrem vielfältig – sowohl in ihren Berufsbildern als auch in ihren vielen Teilmärkten. Deshalb wird Logistik nicht als definierter Wirtschaftssektor wahrgenommen. Dazu kommt: Sie wirkt mit ihren Dienstleistungen eher im Hintergrund, ihre Leistung ist nicht offensichtlich. Schlimmer noch: Das, was 
die Bürger von Logistik
wahrnehmen, ist überwiegend negativ besetzt. Lkw verstopfen die Straßen, große Logistikzentren auf der grünen Wiese erzürnen Bürgerinitiativen, Güterzüge rauben Anwohnern ihre Ruhe, ebenso Flugzeuge, die Fracht transportieren.

Das, was die Öffentlichkeit vom Wirtschaftssektor Logistik wahrnimmt, ist jedoch ein grobes Zerrbild einer Industrie, die nach Automobil und Handel der drittgrößte Zweig der deutschen Wirtschaft ist. Sie setzt nach den neuesten Zahlen des Standardwerks „Top 100 der Logistik“ der Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) in Nürnberg 253 Milliarden Euro jährlich um. Die rund 70.000 deutschen Logistikunternehmen beschäftigen dabei rund drei Millionen Menschen. Im Land Bremen beschäftigen rund 1400 Unternehmen etwa 70.000 Menschen – mit rund acht Milliarden Euro Umsatz steht die Branche für gut ein Drittel der Wertschöpfung des Landes.

Boombranche Logistik

Und zuletzt wuchs die Branche deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft – vor allem dank des Booms im E-Commerce. Für 2017 rechnet die Expertengruppe der sogenannten „Logistikweisen“ rund um den Würzburger Professor Christian Kille mit einem Wachstum von 1,9 Prozent. Nach absoluten Zahlen beträgt der Anteil der Logistikbranche am Bruttosozialprodukt 8,5 Prozent. Das erscheint wenig. Doch in Wahrheit läuft ohne Logistik gar nichts in der deutschen Volkswirtschaft. Denn die Branche ist mit ihren Dienstleistungen die entscheidende Querschnittsfunktion der Volkswirtschaft.

Der Begriff Logistik kommt ursprünglich aus dem Altgriechischen und bedeutet Rechenkunst. Daraus abgeleitet hat sich das französische Wort Logistique. Es bedeutet Nachschub und war in der Armee für die Versorgung der Truppen eine entscheidende Funktion. In dieser Tradition funktioniert Logistik auch noch in modernen Industrienationen. Die Branche sorgt für den Nachschub – allerdings nicht mehr für Truppen, sondern für Industrie, Handel und Endverbraucher. Anders formuliert: Ohne Logistik und ihre Unternehmen werden keine Autos gebaut, bleiben die Regale in Supermärkten leer und kommen keine Pakete per Mausklick an die Kunden – oder von Europas größtem Lagerkomplex im Neustädter Hafen in Bremen aus in die rund 54.000 Verkaufsstellen von Tchibo in ganz Europa. Das Hochregallager wird vom Bremer Logistikdienstleister BLG betrieben. Auf rund 90.000 Quadratmetern Lagerfläche werden jährlich rund zwei Millionen Paletten umgeschlagen.

Containerlogistik in Bremerhaven
Containerlogistik in Bremerhaven © WFB

Kurzum: Ohne die Dienstleistung von Logistikunternehmen funktioniert die deutsche Wirtschaft nicht. Eine Volkswirtschaft ohne Logistik ist ungefähr so, als würde man aus einem Auto den Motor ausbauen oder aus der Küche den Koch entfernen.

Was das bedeutet, ist regelmäßig bei den Streiks von Lokführern und Piloten zu spüren. Wenn Güterzüge nicht fahren, erhalten Fabriken auch keine Rohstoffe oder Einzelteile für ihre Produktion. Und wenn Flugzeuge nicht fliegen, ist das ähnlich. Nebenbei: Das ist auch so, wenn Passagierflugzeuge nicht fliegen. Denn rund die Hälfte der Luftfracht – meist eilige und sehr wertvolle Güter wie Technik, Ersatzteile oder das neue iPhone – wird in Passagiermaschinen transportiert. Fachleute nennen das „Belly-Fracht“.

Gute Infrastruktur ist Lebensader der Logistik

Auf der Straße verzögert wiederum immer öfter die marode Infrastruktur den Transport. Da in Deutschland nach wie vor rund 75 Prozent aller Güter per Lkw transportiert werden, ist das ein besonders sensibler Bereich in der Logistik für die Volkswirtschaft. Mehrere Rheinbrücken in Nordrhein-Westfalen sind beispielsweise nur mit Einschränkungen für Lkw befahrbar. Das zwingt Transporteure zu Umwegen und kostet Zeit und Geld. Und Zeit ist ein Faktor, der in unserer hocheffizienten Wirtschaft besonders schlecht zu managen ist. Fabriken, etwa in der Metall- und Elektroindustrie, sind auf sogenannte Just-in-Time oder Just-in-Sequence-Abläufe ausgerichtet – selbstverständlich auch das Mercedes-Benz-Werk Bremen, das volumenmäßig größte PKW-Werk von Daimler weltweit. Das bedeutet, die Teile für die Produktion werden nicht mehr in großen Lägern auf dem Fabrikgelände vorgehalten, sondern von Dienstleistern der Logistik direkt für die
Produktion zugeliefert. Und
zwar so, dass etwa ein Auto am Fließband schon in der individuellen Konfiguration zusammengebaut wird. Kommt dieser Ablauf ins Stocken, hängt die Produktion. In Bremen betreibt die BLG für Mercedes ein solches Teile-Lager für die Auslandsproduktion. Von dort aus werden ganze Modelle in Kisten über Bremerhaven per Schiff in Mercedes-Fabriken weltweit geliefert. Auch in diesem Fall gilt: Wenn diese Dienstleister nicht fehlerfrei funktioniert, wird im Ausland kein Wagen gebaut.

Automobillogistik in Bremerhaven
Automobillogistik in Bremerhaven © WFB/ Frank Pusch

Apropos Schiff und Hafen: Über die beiden großen deutschen Nordseehäfen Hamburg und Bremerhaven läuft fast der gesamte Export deutscher Unternehmen. Anders formuliert: die beiden Städte sind sozusagen auch die Häfen für Baden- Württemberg und Bayern und den Rest der Republik. Bremerhaven schlägt jährlich knapp sechs Millionen Container um. Dort kommen jedoch im größten Automobilumschlagplatz Europas noch rund zwei Millionen Pkw pro Jahr dazu. Ohne die Logistik und die nötige Hafeninfrastruktur wäre das alles nicht möglich. Was viele nicht wissen: über den Ro-Ro-Terminal Bremerhaven werden zudem fast sämtliche schweren Maschinen und Fahrzeuge (Kräne, Bagger, Waggons, Züge, Yachten etc.), die in Deutschland produziert werden, in alle Welt verschickt.

Weil Infrastruktur entscheidend ist, um diese Leistung erbringen zu können, wird seit einiger Zeit auch so viel über das Thema Infrastruktur gesprochen. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Unterbau“. Die Infrastruktur ist somit die Basis der deutschen Wirtschaft: Straßen, Brücken, Schienen, Güterverkehrszentren (das GVZ Bremen ist die Nummer 2 in Europa und Deutschlands Top-Logistikzentrum), Häfen, Flughäfen, Energieversorgung, Telekommunikation, Breitbandanschluss – all das gehört in dieses komplexe Geflecht einer modernen Industrienation.

Ohne Logistik keine Wirtschaftsnation

Was passiert, wenn die Infrastruktur nicht so richtig funktioniert, war im Frühjahr 2013 in Norddeutschland zu bestaunen. Damals musste der Nordostseekanal, die Verbindung zwischen Nord- und Ostsee, wochenlang gesperrt werden. Dadurch geriet die Transportkette gehörig ins Stocken. Denn der NOK, wie die Logistiker ihn kurz und bündig nennen, ist die meistbefahrende künstliche Wasserstraße der Welt. Weit mehr Schiffe passieren ihn als etwa die viel berühmteren Wasserstraßen Panamakanal und Suezkanal. Zuletzt waren es knapp 35 000 pro Jahr. Da der NOK den Wasserweg von Hamburg in die Ostsee erheblich verkürzt, ist das für die Transportwirtschaft ein deutlicher Zeitgewinn. Und Zeit ist bekanntlich Geld. Geld, das in Form von günstigeren Raten an die Kunden und am Ende in Form von günstigeren Preisen an die Verbraucher weitergegeben werden kann. Verlängert sich der Weg, wird der Zeitaufwand größer, dann läuft das Spiel genau anders herum.

Weil Logistikabläufe und Transportketten in Netzwerken organisiert sind, ergeben sich sehr schnell große volkswirtschaftliche Schäden, wenn diese sensiblen Gebilde beeinträchtigt werden. Stellen Sie sich diese Abläufe als riesiges, feinmaschiges Netz vor, das über Deutschland ausgebreitet liegt. Wenn ein Teil davon unbenutzbar wird – wegen eines gesperrten Kanals, einer kaputten Brücke oder eines Streiks – dann hat das sofort Auswirkungen auf das gesamte restliche Netz. So ergeben sich viele Kosten durch Krisenmanagement, Umroutungen und Zeitverlust.

Auch innerhalb eines Unternehmens geht ohne Logistik nichts voran
Auch innerhalb eines Unternehmens geht ohne Logistik nichts voran © BLG

Deutschland ist amtierender Logistik-Weltmeister

Die weit verbreitete Ignoranz gegenüber einer der zentralen Säulen, auf dem der Wohlstand der deutschen Gesellschaft ruht, ist das undankbare Schicksal der Logistikbranche. Eine Branche übrigens, die Deutschland zu einem WM-Titel verholfen hat. In dem zweijährlich vorgelegten Logistics Perfomance Index der Weltbank wurde die Bundesrepublik im Frühjahr wieder als Logistikweltmeister ausgezeichnet – zum dritten Mal in Folge. Nirgendwo auf der Welt kann Logistik und Transport effizienter, produktiver und leistungsfähiger angeboten werden, als hierzulande.

Meisterleistung Weihnachtslogistik

Das merken die Deutschen meist in einer Zeit wie dieser, wenn Weihnachten vor der Tür steht. Der Paketdienstleister DHL macht auf seinen Fahrzeugen folgende Werbung: „Wir fahren im Dienst des Weihnachtsmannes.“ Kurier-, Paket- und Expressdienste – kurz Kep-Dienstleister – sind die aktuellen Stars der Branche. Durch das starke Wachstum des Online-Handels werden in Deutschland inzwischen pro Jahr eine Milliarde Pakete an Privatkunden verschickt. Noch einmal soviel werden an Geschäftskunden geliefert.

Dass diese riesige Menge an Sendungen ihr Ziel erreicht und das auch oft noch am selben Tag ist eine Meisterleistung der Logistik. Aber auch da gibt es die andere Seite der Medaille: Weil die Kunden im Grunde davon ausgehen, dass der Transport nichts kostet, die Rücksendung eines Pakets erst recht nicht, müssen DHL, Hermes, DPD und Co. schon sehr spitz rechnen, um das kolossale Logistiknetzwerk rentabel betreiben zu können. Eine Zahl: Für ein einzelnes Paket, das von Hamburg nach München transportiert werden soll, bekommt ein Paketdienstleister rund drei Euro. Da sind schon große Mengen nötig, um auf eine akzeptable Marge zu kommen.

Viele Logistiker wünschen sich deshalb mehr Verständnis für ihren Beruf, für ihre Leistung und ihre Bedeutung im Zusammenhang mit der Volkswirtschaft. Ein besseres Image ist für diesen Wirtschaftszweig nämlich aus einem für die Gesellschaft insgesamt bedeutenden Grund wichtig: Nur wenn die Berufe in der Logistik attraktiv erscheinen, können die Unternehmen genügend gute Junge gewinnen. Und nur so bleibt das Fundament der deutschen Wirtschaft auch weiter solide. Gelingt das nicht, blüht ihr das aktuelle Schicksal der Infrastruktur – sie bröckelt dahin...

Zur Person

Günther Hörbst ist seit 1. Juli 2016 Geschäftsführer der Via Bremen Foundation, der Standortmarketing-Plattform der Logistik- und Hafenwirtschaft in Bremen und Bremerhaven. Seit 1. April 2016 ist der 44-jährige zudem Geschäftsführer der Bremischen Hafenvertretung BHV. Hörbst ist diplomierter Politikwissenschaftler und hat 20 Jahre lang in unterschiedlichen Leitungsfunktionen bei regionalen und überregionalen Medien gearbeitet, zuletzt war er Chefredakteur der Deutschen Verkehrs-Zeitung DVZ.


Lesen Sie hier mehr von Günther Hörbst:

Hafenwirtschaft: Südeuropäische Häfen fordern die "Nordrange" heraus


Mehr zum Thema Maritime Wirtschaft und Logistik erfahren Sie hier oder bei Jörg Kautzner, Clustermanager Logistik und Automotive, T +49 (0) 421 9600-324, joerg.kautzner@wfb-bremen.de

Maritime Wirtschaft und Logistik
26.04.2017
Die Hafenstatistik der bremischen Häfen 2016

Ein leichtes Plus im Gesamten, ein kleines Minus beim Bremerhavener Containerumschlag. Bremen und seine Zwillingshäfen zählen weiterhin zu den logistischen Hotspots in Deutschland. Wir haben die wichtigsten Zahlen aus 2016 für Sie als Infografik zusammengestellt.

Maritime Wirtschaft und Logistik
05.04.2017
Zwischen Containern und Carriern: Tag der Logistik feiert zehnten Geburtstag

Wer Hafenstadt sagt, muss auch Logistik sagen. 1.500 Unternehmen zählt Bremen allein in der maritimen Wirtschaft und Logistik. Am Tag der Logistik öffnen jedes Jahr viele davon ihre Türen - und bieten die Gelegenheit, einmal vorbeizuschauen.

Maritime Wirtschaft und Logistik
22.03.2017
Brexit und die Folgen für die Transportwirtschaft

Welche Auswirkungen hat der nahende EU-Austritt auf die Logistikbranche? Günther Hörbst, Geschäftsführer der Via Bremen Foundation über wirtschaftliche Verflechtungen zwischen Großbritannien und der EU.

Digitalisierung / Industrie 4.0
21.03.2017
Digitalisierung im Mittelstand – ein Praxisbeispiel der Hansa Meyer Global

Die Digitalisierung ist komplex, aller Anfang schwer. Wie starten? Das fragen sich viele Unternehmen. Die Hansa Meyer Global hat den Sprung ins digitale Fahrwasser gewagt. Und dabei einen agilen Weg zur Logistik 4.0 gefunden.

Maritime Wirtschaft und Logistik
09.03.2017
Hotspot für Logistikdienstleister, Automotive und Handel in Deutschland

Die Stadt Bremen ist ein „Schwergewicht“ im bundesweiten Markt für Logistikimmobilien. Es besteht ein hoher Wettbewerbsvorteil aufgrund guter Flächenpotenziale zu stabilen Preisen.

Digitalisierung / Industrie 4.0
07.03.2017
Komplex denken, einfach lösen – wie die Logistik Service Agentur in die Digitalisierung startete

Ein typischer Großauftrag für die Logistik Service Agentur LSA aus Bremerhaven: Eine neue Fabrikanlage wird in England installiert, die Anlagenteile kommen aus ganz Europa. LKWs müssen minutiös koordiniert werden, damit sie in der richtigen Reihenfolge ankommen und kein Stopp auf der Baustelle entsteht. Kein Problem für Roger Heidmann und seine LSA – dank digitaler Dienste.

Maritime Wirtschaft und Logistik
01.03.2017
Cybersecurity im Hafen: Das Forschungsprojekt PortSec

Mit der Digitalisierung steigt auch die Zahl der Attacken auf Computernetzwerke rapide. Die norddeutschen Häfen bauen daher ihre Schutzsysteme weiter aus. Das Bremer Projekt „PortSec“ soll sie dabei unterstützen. Ein Gastbeitrag aus der Logistics Pilot.

Digitalisierung / Industrie 4.0
24.01.2017
HoloLens in der Industrie: Augmented Reality in der Logistik

Die Zukunft der Logistik beginnt in Bremen: PTS Logistics hat den weltweit ersten Test mit der Microsoft HoloLens in der Projektlogistik durchgeführt. Mit der Augmented Reality-Datenbrille möchte das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und den Durchblick in der Digitalisierung behalten.

Maritime Wirtschaft und Logistik
11.01.2017
Segeln auf der Bio-Welle

Vor einem Jahr hat der Prototyp einer Bio-Segeljacht bundesweit große Aufmerksamkeit erregt. Der Kleinkreuzer made in Bremen besteht hauptsächlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Inzwischen hat er einen Käufer gefunden.

Wissenschaft
19.12.2016
Wissenschaft persönlich: Prof. Dr. Juliana Sagawa vom Forschungsverbund LogDynamics

Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wir stellen Ihnen Prof. Dr. Juliana Sagawa vom Forschungsverbund LogDynamics an der Universität Bremen vor.

Maritime Wirtschaft und Logistik
07.12.2016
Digitalisierung in der Logistik: Die Revolution hat gerade erst begonnen

Computer und IT werden in Unternehmen der Logistik seit Jahrzehnten eingesetzt. Warum sprechen wir erst jetzt von den radikalen Veränderungen, die durch die Digitalisierung entstehen? Günther Hörbst, Geschäftsführer der Via Bremen Foundation, erklärt in seinem Gastbeitrag, warum die Digitalisierung uns jetzt lawinenartig erfasst.

Digitalisierung / Industrie 4.0
06.12.2016
Logistik 4.0: Wie Studierende Unternehmen bei der Digitalisierung helfen

Experimentierfreudig, kreativ, innovativ – Eigenschaften, die sich viele Unternehmen von ihren Mitarbeitern wünschen. In der Praxis stehen jedoch oft Prozesse und Hierarchien der Kreativität im Weg. Das möchten die LogistikLotsen und das DIGILAB Brennerei 4.0 ändern. Dank ihnen starten Unternehmen zusammen mit Studierenden in die digitale Zukunft.

Wissenschaft
05.12.2016
Wie eine Doktorandenschule den Logistikstandort Bremen bereichert

Bremen ist der zweitgrößte Logistikstandort Deutschlands. Logistik spielt auch in der Hochschullandschaft eine tragende Rolle. Irgendwoher müssen schließlich die Nachwuchskräfte kommen, Forschungsprojekte angeschoben und Ideen entwickelt werden. Und damit sind wir bei der International Graduate School of Dynamics in Logistics, oder kurz: IGS.

Maritime Wirtschaft und Logistik
30.11.2016
Ortec und die Reise der Cola-Dose um die Welt

Der Bremer Softwarehersteller Ortec verkauft nicht nur Systemlösungen, sondern bietet Mehrwerte zur Effizienzsteigerung. Mit Hilfe der hauseigenen Planungs- und Optimierungssoftware liefern die IT-Experten für Industrie- und Lebensmittelkonzerne optimale Transport- und Tourenplanungen.

Automotive
30.11.2016
Der größte Parkplatz in Europa

Das AutoTerminal der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG in Bremerhaven ist eine automobile Drehscheibe der Superlative. Jährlich werden rund 2,3 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen. Das ist aber noch längst nicht alles.

Wissenschaft
26.11.2016
Logistik an Bremer Hochschulen - wie LogDynamics Forschung und Lehre vereint

Mehr als 20 Professorinnen und Professoren geben dem Logistikstandort Bremen in Forschung und Lehre ein Gesicht. Mit LogDynamics bieten sie Grundlagen- und anwendungsnahe Forschung, fachübergreifende Lehrangebote für Studierende und ein Wissenstransfer, der die Bedarfe der Unternehmen mit den technologischen Möglichkeiten aus der Forschung zusammenbringt.

Maritime Wirtschaft und Logistik
28.09.2016
Günther Hörbst als neuer Geschäftsführer bei VIA BREMEN

Seit über zwei Jahrzehnten lebt der gebürtige Innsbrucker Günther Hörbst in Norddeutschland – Bremern ist er bekannt durch seine Tätigkeit beim Weser-Kurier. Im Interview erläutert Hörbst, jetzt Geschäftsführer der BHV und von VIA BREMEN, wie er Bremen erlebt und wo er seine neuen Aufgaben sieht.

Digitalisierung/Industrie 4.0
27.09.2016
Wartung und Service 4.0: Wenn der Mechaniker mit dem Tablet vorbeikommt

Schleusen, Bahnanlagen, Pumpwerke – die Hafengesellschaft bremenports muss die unzähligen technischen Anlagen in den Bremer Häfen regelmäßig warten. Um sich in den riesigen Arealen der Häfen einen besseren Überblick zu verschaffen, hat bremenports die Service und Wartung vollständig digitalisiert. Das erlaubt lückenlose Dokumentation.

Maritime Wirtschaft und Logistik
21.09.2016
Hafenwirtschaft: Südeuropäische Häfen fordern die "Nordrange" heraus

Der Begriff Disruption ist das Wirtschaftswort dieser Zeit. Neben der Digitalisierung finden disruptive Prozesse in der maritimen Wirtschaft statt. Häfen in Südeuropa rütteln an der Vormachtsstellung der "Nordrange"-Häfen. Was das für Bremerhaven und Bremen bedeutet, erfahren Sie im Gastbeitrag von Günther Hörbst.

Maritime Wirtschaft und Logistik
14.09.2016
Digitalisierung aus Sicht der Containerlogistik

Was Digitalisierung aus Sicht der standardisierten Containerlogistik bedeutet, und wie im Forschungsprojekt ProDiS an branchenspezifischen Anwendungen gearbeitet wird, erläutert Dr. Ingo Starke. Er ist Geschäftsführer in der Firmengruppe Friedrich Tiemann.

Digitalisierung / Industrie 4.0
13.09.2016
Zwischen Weltall, Wind und Welle: Kommunikation in Offshore-Windparks

Offshore-Windparks entstehen dutzende Kilometer vor der Küste. Dorthin reichen kein Handynetz und keine Internetverbindung. Das Projekt Com4Offshore will dies ändern und die Projektkommunikation vereinfachen. Dazu nutzt es Cloud- und Satellitendienste, um alle Beteiligten in Echtzeit zu vernetzen.

Luft- und Raumfahrt
01.09.2016
MARSAT - Hilfe aus dem All für die maritime Welt

Das Projekt MARSAT entwickelt mit Hilfe von Satellitendaten optimierte Schifffahrtsrouten, tagesaktuelle Eisdienste oder Seeboden-Kartierungen. Das erhöht die Sicherheit von Schiffspassagen, senkt die Risiken von Havarien und spart Reedern Kosten.

Maritime Wirtschaft und Logistik
31.08.2016
Wie Bremer Forscher Eisberge, Ölteppiche und Piraten aus dem Weltraum beobachten

Dass es vorteilhaft sein kann, die Erde zu verlassen, um sie dann aus der Ferne umso genauer beobachten zu können, beweist das Team um Dr. Sven Jacobsen am DLR in Bremen. Es entwickelt Algorithmen mit denen das Meer genau beobachtet werden kann – Piratenschiffe eingeschlossen.

Automotive
19.08.2016
Wie am Schnürchen – innovative Logistikprozesse im Gewerbepark Hansalinie Bremen

Der Gewerbepark Hansalinie Bremen ist erfolgreich und wird gegenwärtig erweitert. Große Logistik-Unternehmen sind hier angesiedelt und entwickeln immer ausgefeiltere Prozesse, um die Produktion just-in-sequence für die Automobilbranche zu optimieren.

Maritime Wirtschaft und Logistik
03.08.2016
Mit FlatFish in großen Tiefen auf Unterwasser-Inspektion

Künstliche Intelligenz wird verstärkt für Analyse, Mustererkennung und Bearbeitung eingesetzt. Im Gespräch erläutert Dr. Marc Ronthaler, was autonome Unterwasser-Roboter heute leisten.

Digitalisierung / Industrie 4.0
19.07.2016
BLG LOGISTICS hat einiges auf Lager – zum Beispiel eines der modernsten Kommissioniersysteme Europas

Im Frankfurter Logistikcenter der Bremer BLG LOGISTICS steht die Welt Kopf: Hier kommen die Regale zu den Mitarbeitern. Niemand muss mehr durch die Regalreihen ziehen, um Pakete zu packen. Wie die BLG eines der modernsten Lager- und Kommissioniersysteme Europas baute.

Internationales
30.06.2016
Hafen des Jahres: Bremerhaven erhält internationale Auszeichnung

Seemannsmission, Lotsen, Wasserschutzpolizei. Sie sind nur einige derjenigen, die sich um das Wohlergehen der Seeleute in Bremerhaven kümmern. Dass sie das besonders gut machen, hat nun die Wahl zum Hafen des Jahres 2016 bewiesen. Gewählt haben die, die es am besten wissen: die Seeleute selbst.

Maritime Wirtschaft und Logistik
22.06.2016
Maritimes Matchmaking: Wie das MCN seine Mitglieder vernetzt

Norddeutsche Unternehmen der maritimen Branchen und wissenschaftliche Einrichtungen bilden ein gewichtiges Wirtschaftscluster. Die fünf Küstenbundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen und Schleswig-Holstein sind im Maritimen Cluster Norddeutschland verbunden und unterstützen die Vernetzung der Branchen. Ein Gespräch mit dem Leiter der Bremer Kontaktstelle, Andreas Born.

Maritime Wirtschaft und Logistik
14.06.2016
Belieferung von Onshore-Windparks aus dem Neustädter Hafen

Der Umschlag von Stückgut über den Neustädter Hafen hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Dazu trägt auch die Energiewende bei: Insbesondere die Verladung von großen Bauteilen für Windparks sorgt dafür, dass in vielen Nächten Schwertransporte den Hafen verlassen. Dafür sorgen auch die verbesserten Rahmenbedingungen im Land Bremen.

Internationales
02.06.2016
Bremen mit hoher Exportquote erneut auf Platz 1 im Bundesländervergleich

Ob Kaffee im Pariser Café oder der Mercedes-Benz Roadster SL am Sunset Boulevard – Bremer Produkte gibt es auf der ganzen Welt. Welche Waren aus Bremen im Ausland besonders beliebt sind und wohin diese exportiert werden, lesen Sie hier.

Maritime Wirtschaft und Logistik
19.05.2016
Die LogistikLotsen starten und bieten Kooperation und Innovation zwischen Wissenschaft und Praxis

LogistikLotsen: Ein neues Netzwerk von Unternehmen der Logistikbranche und Wissenschaft in der Metropolregion Nordwest.

Maritime Wirtschaft und Logistik
04.05.2016
50 Jahre Containerverkehr über die bremischen Häfen

Am 5. Mai 1966 wurde im Bremer Überseehafen das erste Vollcontainerschiff mit 226 Containern in Deutschland gelöscht. Heute schlagen die Bremer Häfen jährlich weit über fünf Millionen Standardcontainer um und sind damit der viertgrößte Hafen in Europa.

Digitalisierung / Industrie 4.0
26.04.2016
Wie der Milchbote: Der „Dynamische Milkrun 4.0“ beliefert Maschinen in der Fabrik nur bei Bedarf

Der Milchbote ersetzte früher bei seinen Touren leere Milchflaschen durch neue. Noch besser soll es mit dem Nachschub in der Fabrik von morgen klappen: Lieferungen zu idealen Zeiten auf optimalen Routen. Der „Dynamische Milkrun 4.0“ ist ein Versorgungszug, der intelligent und zuverlässig die Materialversorgung übernimmt.

Digitalisierung / Industrie 4.0
19.04.2016
Das Logistik-Monitoring LOMO überwacht Projekte weltweit live

In der Schwerlastlogistik – ob beim Transport von Windkraftanlagen oder Kraftwerksteilen – ist kein Projekt wie das andere. Sonderwege gibt es aber nicht nur auf der Straße: Auch in der Projektplanung bleiben Standardlösungen schnell auf der Strecke. Das Bremer Software-Haus HEC hat ein Logistikmonitoring aus Hardware und Software speziell für die Schwerlastlogistik geschaffen.

Digitalisierung / Industrie 4.0
12.04.2016
Digitalisierte Hafenlogistik: So wissen Logistiker, wo sich ein Container befindet

Staus und Wartezeiten gehören an den Containerterminals zum Alltag. Denn oft wissen Spediteure und Fahrer nicht genau, wann ein Schiff einläuft. Um die Kommunikationsprozesse zwischen den Akteuren zu verbessern, hat das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Bremen das Projekt SMART SC entwickelt.

Maritime Wirtschaft und Logistik
30.03.2016
Karriere mit Tiefgang: Prof. Dr. Antje Boetius liebt es kalt und duster

Die Bremer Meeresbiologin Antje Boetius taucht tief und spielt doch ganz oben mit. Für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem die höchstdotierte deutsche Forschungsauszeichnung, den Leibniz-Preis.

Digitalisierung / Industrie 4.0
29.03.2016
Hinter Gläsern – Kommissionieren mit Datenbrillen und Wearable Computing-Lösungen von UBIMAX

Wearables, tragbare Computer wie Datenbrillen und Smartwatches stellen digitale Informationen jederzeit bereit. Ein Selbstversuch mit Datenbrille im Warenlager beim Marktführer für industrielle Wearables, UBIMAX aus Bremen.

Stadtentwicklung, Gewerbeflächen, Immobilien
15.03.2016
GVZ Güterverkehrszentrum Bremen: Logistik-Drehscheibe mit besten Zukunftsaussichten

Pionier mit Auszeichnungen – das Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ) war das erste seiner Art in Deutschland und liegt auch heute noch national wie international ganz vorn in den Rankings. Logistiker und Investoren schätzen die Bedingungen vor Ort.

Maritime Wirtschaft und Logistik
11.03.2016
Bei Aimpulse Intelligent Systems sorgt eine künstliche Intelligenz für effizientere Logistik

Transportprozesse in der Logistik sind komplex. Aimpulse Intelligent Systems – ein Spin-off der Universität Bremen – arbeitet mit Methoden der künstlichen Intelligenz und schlägt damit neue Wege in der Optimierung und Automatisierung von Logistik-Prozessen ein.

Maritime Wirtschaft und Logistik
10.03.2016
In der Maritimen Explorationshalle des DFKI Robotics Innovation Center lernen Roboter schwimmen

Sie arbeiten dort, wo Menschen nicht hinkommen: Robotersysteme, die tief unter der Meeresoberfläche operieren. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz betreibt in Bremen eine weltweit nachgefragte Testanlage für Tiefseeroboter.

Weitere Artikel