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30.8.2016 - Silke Albrecht

Frauen in der Raumfahrt

Luft- und Raumfahrt
Ein langer Kampf um Gleichberechtigung

Nach 60 Jahren Raumfahrtgeschichte kämpfen Frauen wie die Bremerin Claudia Kessler immer noch um Anerkennung in einer Männerdomäne – doch mit Erfolg. Ein Umdenken hat begonnen.

Claudia Kessler möchte bis zum Jahr 2020 die erste deutsche Astronautin ins All schicken
Claudia Kessler möchte bis zum Jahr 2020 die erste deutsche Astronautin ins All schicken © WFB/Frank Pusch

Weibliche Astronauten sind die Ausnahme

Seit den Anfängen der Raumfahrt in den 1950er Jahren sind über 540 Menschen ins All geflogen. Nur 60 Astronauten davon waren weiblich – ein Frauenanteil von knapp 11 Prozent. Bis heute sind weibliche Astronauten die Ausnahme und müssen sich gegen Diskriminierung und Vorurteile behaupten. Doch mittlerweile wächst die Anerkennung von Frauen auch in der Raumfahrt.

Bei einer derart geringen Frauenquote hätten in anderen Bereichen der Wirtschaft die Gleichstellungsbeauftragten längst medienwirksam protestiert. Tatsächlich ist auch in der Raumfahrt aktuell eine Richtungsänderung zu spüren: Kürzlich hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt auf seinem alljährlichen Frühjahrstreffen verkündet, den Frauenanteil in Führungspositionen der Branche bis Dezember 2017 signifikant zu erhöhen. Die jüngste Gruppe von Astronautenanwärtern und -anwärterinnen der NASA ist zu 50 Prozent weiblich – und Organisationen wie die „Women in Aerospace Europe“ setzen sich für eine Stärkung von Frauen in Raumfahrtberufen ein.

Beginn der Gleichberechtigung unter falschen Vorsätzen

Den langen Weg hin zu dieser positiven Entwicklung ebneten über 50 Jahre hinweg Frauen genauso wie Männer. Schon bevor die Russin Valentina Tereshkova als erste Frau 1963 ins All flog, stieß der Mediziner Randy Lovelace in den USA erstmals eine Diskussion um Frauen in der Raumfahrt an. Lovelace hatte in den 1950er Jahren einen medizinischen Test für angehende Astronauten entwickelt. Mit Hilfe dieses Tests konnte man körperliche Reaktionen auf die extremen Bedingungen des Weltraums prüfen. Neugierig, wie Frauen in dem Test abschneiden würden, begann er – da die NASA die Förderung des Projekts verweigerte – auf eigene Kosten Frauen als Probanden einzusetzen.

Ms Moneypennys im Weltraum

Der visionäre, andererseits vom Zeitgeist bestimmte Blick Lovelaces in die Zukunft sah eine Zeit voraus, in der Astronauten über Jahre hinweg im All bleiben würden. Für die Forschung und das Leben an Bord würde man Assistentinnen, Krankenschwestern und Sekretärinnen benötigen. Frauen wurden nicht als potentielle Wissenschaftlerinnen im Weltraum gesehen, sondern als Assistentinnen, die ihren männlichen Kollegen den Alltag und die Arbeit erleichtern sollten.

Lovelaces weibliches Rollenbild passt zu dem, was zu jener Zeit in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Ein Artikel, der 1958 in dem Männermagazin Real erschien, befasste sich mit den „enormen sexuellen Problemen“ die sich bei einer rein männlichen Raumschiffbesatzung ergeben würden. Der Autor des Artikels wies darauf hin, dass das Zölibat, Kastration oder Homosexualität „inakzeptable Optionen“ seien. In dieselbe Kerbe schlug der deutsche Raketeningenieur Wernher von Braun. Er kommentierte die Aussicht auf weibliche Astronautinnen mit der als Witz gedachten Bemerkung, dass die NASA eine Nutzlast von 50 kg für Freizeitzwecke vorsehe.

Was lange währt wird endlich gut?

Seit diesen Tagen hat sich viel getan. In den 1970er Jahren gelangte die Agenda der Frauen in den USA vermehrt an die Öffentlichkeit. Vor allem durch Bewegungen wie das Antidiskriminierungsgesetz, die Bürgerrechtsbewegung und die zweite Welle der Frauenbewegung. Auch die NASA sprang auf den Zug auf. 1978 engagierte sie sogar die Star Trek-Schauspielerin Nichelle Nichols, um Frauen für das Astronautenprogramm zu gewinnen.

Mittlerweile werden gezielt Projekte gestartet, um Frauen in Raumfahrtberufen zu stärken. 2015 fand ein solches Projekt im Rahmen des Trainings für eine Mondmission 2029 in Russland statt. Acht Tage lang lebten sechs Astronautinnen in einem nachgebauten Raumschiff, um sich der physischen und psychischen Belastung einer Mission im All auszusetzen. Eine wegweisende Idee für die Zukunft der Raumfahrt, doch in der Umsetzung zeigte sich schnell, dass alte Muster schwer abzulegen sind.

Auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Tests blieben die sechs Frauen sogar vor Sexismus aus den eigenen Reihen nicht verschont. Igor Ushakov, Direktor des Moskauer Instituts für biomedizinische Probleme, äußerte den Wunsch, die Frauen mögen sich während des Tests gut verstehen. „Zwei Frauen finden es schwer, in einer Küche zusammen zu leben“, so seine Anmerkung. In der Presse konnte man daraufhin Fragen lesen, wie die Frauen im Weltraum ohne Make-up, Shampoo und ohne Männer zurecht kommen würden.

Starke Frauen für die Zukunft

„Women in Aerospace Europe“ setzen sich für eine Stärkung von Frauen in Raumfahrtberufen ein
„Women in Aerospace Europe“ setzen sich für eine Stärkung von Frauen in Raumfahrtberufen ein © HE Space

Heute sieht die Lage von Frauen in vielen Bereich des beruflichen Lebens sehr anders aus. Das liegt auch an Frauen wie Claudia Kessler aus Bremen. In einer Branche, in der immer noch nur 10 Prozent der Ingenieure weiblich sind und Frauen 2 Prozent der Führungspositionen besetzen, ist sie eine Ausnahme. Sie leitet die Deutschlandniederlassung des Zeitarbeitsunternehmens Hernandez Engineering Space (HE Space) in Bremen und hat in ihrem Unternehmen von 150 Mitarbeitern einen Frauenanteil von 40 Prozent erreicht. Kessler fand, dass diese Quote auch für andere Unternehmen wünschenswert ist. Deswegen gründete sie 2009 zusammen mit der ESA-Direktorin Simonetta Di Pippo die Women in Aerospace Europe (WIA). Seitdem ist der Verein auf 300 Mitglieder gewachsen, die sich über Mentorenprogramme und Kongresse vernetzen und gegenseitig fördern.

Frauen machen in aller Stille einen guten Job und hoffen, entdeckt zu werden.

- Claudia Kessler, HE Space

Claudia Kessler hat auch im Blick, dass Frauen in professioneller Hinsicht ihr Licht oft unter den Scheffel stellen. Eine ihrer Mitarbeiterinnen hebt hervor: „Sie achtet auch auf die Stillen. Es wird nicht derjenige befördert, der sich vordrängelt.“

Die erste deutsche Astronautin

Das neuste Projekt der Bremerin sorgt 2016 für Aufsehen in der ganzen Welt: Auf einem privat finanzierten Weltraumflug möchte Kessler bis zum Jahr 2020 die erste deutsche Astronautin ins All schicken. Über 400 Bewerbungen gingen bis zum Bewerbungsschluss Ende April ein. Die Planung der Mission und die Finanzierung durch Sponsoren und Crowdfunding sollen bis zum Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein. Danach beginnen die ersten medizinisch-psychologischen Untersuchungen, bei denen das DLR die Mission unterstützt. Etwa 90 Interessentinnen müssen dann neben Konzentrations- und Aufmerksamkeitstests auch ihr räumliches Vorstellungsvermögen auf die Probe stellen. In einer zweiten Etappe werden die besten 30 Kandidatinnen in Interviews auf ihre Persönlichkeit, Motivation und Belastbarkeit hin untersucht und müssen sich außerdem in Teamaufgaben beweisen. Das sei wichtig, betont Yvonne Pecena vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, denn jeder Astronaut müsse über hohe kognitive Fähigkeiten verfügen und sich schnell an neue, unerwartete Situationen anpassen können. Einen eigenen Twitter-Account hat #DieAstronautin schon einmal, hier wird sie nach ihrem Ausbildungsstart, der für 2017 geplant ist, über ihre Erlebnisse twittern. Kessler ist überzeugt, dass viele deutsche Wissenschaftlerinnen nur auf den richtigen Moment warten, um ihr Licht unter dem Scheffel hervorzuholen.


Weitere Informationen zum Thema Raumfahrt in Bremen gibt es bei Barbara Cembella, Tel.: 0421 9600-340, barbara.cembella@aviaspace-bremen.de.

Informationen zum Luft- und Raumfahrtstandort Bremen finden Sie hier.

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Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wir stellen Ihnen Prof. Dr. Sonia Lippke vom Jacobs Center on Lifelong Learning and Institutional Development (JCLL) an der Jacobs University Bremen und der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) vor.

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Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wir stellen Ihnen Prof. Dr. Peter Schmidt von der Hochschule Bremen vor.

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Extrem-Botaniker, Pflanzenjäger: Seit seinem TV-Auftritt bei Stefan Raab sorgt der Pflanzenkenner Jürgen Feder für Aufsehen. Bundesweit bietet der Bremer „Botanik-Safaris“ an, im Frühjahr ist sein drittes Pflanzenbuch erschienen. Sein Erfolgsrezept: Botanik mit Geschichten, leidenschaftlich präsentiert.

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Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wir stellen Ihnen Prof. Dr. Ruth Schilling vom Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven vor.

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Ab Juli trägt das Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und des Triebwerksherstellers Safran einen neuen Namen: Die Ariane Group verfolgt weiterhin das Ziel, die europäische Trägerraketen-Industrie neu zu ordnen.

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Im Weltraum umherfliegenden Schrottteile von zerstörten Satelliten und weitere Objekten waren Anlass für eine Diskussion in der Bremer Landesvertretung in Brüssel, zu der Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, im März Raumfahrtexperten und interessiertes Fachpublikum eingeladen hatte.

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Das Haus der Wissenschaft liegt etwas verborgen, aber doch ganz zentral direkt neben dem Dom und bietet in wechselnden Ausstellungen und Vorträgen spannende Einblicke in die Arbeiten der Bremer Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitute. Der Clou: So gut wie alle Veranstaltungen sind kostenlos.

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Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wir stellen Ihnen Dr. Juliane Müller vom Alfred-Wegener-Institut im Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung vor.

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Wissenschaft persönlich: Prof. Dr. Lutz Mädler von der Uni Bremen und dem IWT

Bremens Wissenschaft ist exzellent! Und daran haben die vielen schlauen Köpfe, die sich in den Laboren und Hörsälen tummeln, erheblichen Anteil. Wir stellen Ihnen Prof. Dr. Lutz Mädler der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT) und der Universität Bremen vor. 2017 wurde er für seine Forschungstätigkeiten mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeicnet.

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Es begann 1965: Henri Nannen, damaliger Chefredakteur des Stern, ruft zum ersten Wettbewerb von Jugend forscht auf. Heute ist es der bekannteste Talentwettbewerb Deutschlands – und das Land Bremen ist in vielen Bereichen seit Jahren ein Vorreiter.

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Beim jungen Bremer Unternehmen Valispace entwickeln Marco Witzmann und sein Team seit zwei Jahren webbasierte Software, die Raumfahrtingenieuren Arbeitserleichterungen und ein Ende des Dateien-Wirrwarrs verspricht.

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Die Gewinnerprojekte stehen fest und 4 von 15 kommen aus Bremen! Beim Hochschulwettbewerbs zum „Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane“ setzten sich gleich mehrere Vertreter der Bremer Wissenschaft mit ihren innovativen Kommunikationsideen durch.

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03.08.2016
Mit FlatFish in großen Tiefen auf Unterwasser-Inspektion

Künstliche Intelligenz wird verstärkt für Analyse, Mustererkennung und Bearbeitung eingesetzt. Im Gespräch erläutert Dr. Marc Ronthaler, was autonome Unterwasser-Roboter heute leisten.

Windenergie
02.08.2016
BladeMaker - Hände für Fertigungsroboter kommen aus Bremen

Im Projekt BladeMaker arbeiten Wissenschaftler daran, die Fertigung von Rotorblättern für Windkraftanlagen zu automatisieren. Eine Forschungsgruppe am Bremer BIK übernimmt dabei die Entwicklung der Hände des Roboters.

Wissenschaft
25.07.2016
TRACING SPACES: Wie Studierende zur Erkundung Bremens einladen

"Fish ’n' Ships", "Der Nase nach" oder doch lieber "Search ’n’ Found"? Studierende der School of Architecture der Hochschule Bremen haben im Sommersemester 2016 sieben thematische Stadtspaziergänge entwickelt, die zum Erkunden unserer Stadt einladen. Mit der App "Actionbound" sind die TRACING SPACES in Bremen zu finden. Und wir sind uns sicher: Auch Sie werden einiges Unbekanntes erfahren!

Wissenschaft
18.07.2016
Nachgefragt: Bremer Wissenschaftler erzählen von ihrer Arbeit

Wer steckt hinter dem Erfolg der Bremer Wissenschaft? Im Interview stehen uns Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler regelmäßig Rede und Antwort. Immer am Monatsanfang verraten sie uns im Bremer Stadtportal, warum sie gerne in Bremen forschen und leben.

Erfolgsgeschichten
15.07.2016
Studieren und forschen in Bremen - eine Erfolgsgeschichte

Bremen besitzt im Verhältnis zu seinen Einwohnern die bundesweit höchste Dichte an Großforschungseinrichtungen. Davon profitieren auch die Studierenden vor Ort. Angehende Akademiker finden in Bremen ein internationales Ausbildungsangebot mit hohem Praxisbezug und vielfältigen Forschungsbezügen.

Wissenschaft
11.07.2016
Wie die Leidenschaft zur Mathematik Talente in Bremen fördert

Dr. Dierk Schleicher ist Professor für Mathematik an der Jacobs University Bremen und lebt für die Mathematik. Seit vielen Jahren engagiert er sich in Bremen für die Förderung von Nachwuchstalenten. Über Mathematik-Olympiaden und die Rolle Bremens im Kontext der Zahlen erfahren Sie im Stadtportal bremen.de mehr.

Wissenschaft
04.07.2016
Wir bauen uns eine Rakete - und alle berichten darüber

Werden die zahlreichen Medienberichte zur Kerzenwachs-Rakete ZEpHyR den Werdegang der Bremer Studierenden beeinflussen und wie tragen unterhaltsame Science Clips zur Nachwuchsförderung bei? Diesen Fragen gehen wir in Teil 3 unserer Reihe "Wir bauen uns eine Rakete" nach.

Wissenschaft
27.06.2016
Wir bauen uns eine Rakete - von der Uni ins Weltall

Teil 2 unserer Reihe über die ZEpHyR-Rakete, die mit Kerzenwachs fliegt. Dieses Mal sprechen wir mit Peter Rickmers und Thomas Ganser über einmalige Chancen und außergewöhnliche Projekte, die für Studierende zukunftsweisend sein können.

Digitalisierung / Industrie 4.0
21.06.2016
Bremer Informatiker auf dem Weg zum Weltmeistertitel – im Roboterfußball

Deutscher Meister, Europameister und 2016 erneut Weltmeister: Das B-Human Team der Universität Bremen ist weltweit eine der erfolgreichsten Mannschaften im Roboterfußball. Die Studierenden zeigen, dass ein Studium in Bremen einen sportlich um die ganze Welt bringen kann. Und Informatik alles andere als dröge ist.

Wissenschaft
20.06.2016
Wir bauen uns eine Rakete - der Kerzenwachs-Antrieb

Wie studiert und forscht es sich als Studierender an der Uni Bremen, wenn man die Chance bekommt am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) eine Rakete zu bauen und tatsächlich fliegen zu lassen? Unsere dreiteilige Reihe geht dieser Frage nach.

Digitalisierung / Industrie 4.0
07.06.2016
Airbus Standortleiter Dr. André Walter: „Industrie 4.0 heißt für uns, die Arbeit leichter und effizienter zu gestalten“

Zum Flugzeugbau gehört viel Handarbeit. Trotzdem - oder gerade deshalb - arbeitet Airbus an der Digitalisierung, hier heißt es „Future Factory“. Und forscht an neuen Fertigungstechnologien wie dem 3-D-Druck. Keine Minute zu früh, so der Standortleiter von Airbus in Bremen, Dr. André Walter, im Interview.

Luft- und Raumfahrt
01.06.2016
Wie Start-ups mit Technik aus dem All die Welt verändern

„Commercial Space“ oder auch "New Space" hat mit der eigentlichen Raumfahrt kaum etwas zu tun. Unter diesem Thema versteht man Geschäftsmodelle, bei denen Raumfahrttechnologien verwendet werden, um einen konkreten Nutzen für Industrie oder Gesellschaft zu erzielen. Rund 200 Start-ups und Investoren haben dazu auf dem "Disrupt Space Summit" Ideen entwickelt.

Wissenschaft
10.05.2016
Wenn Studenten zu Unternehmensberatern werden - ein Beispiel aus der Digitalisierung

Seit zehn Jahren unterstützen die Studenten von Active Unternehmen in Bremen und im Umland. Kern ihrer Arbeit ist die Optimierung von Geschäftsprozessen aller Art. 114 kleine und mittelständische Unternehmen aus Bremen und dem Umland sind nun einem Aufruf der Nachwuchsberater gefolgt.

Wissenschaft
02.05.2016
Vorne oder hinten? Wie eine Kugel den Orientierungssinn erforscht

Sie ist drei Meter hoch und begehbar - die Kugel "Virtusphere". In ihr dreht sich buchstäblich alles um Orientierung. Forscher der Universität Bremen wollen wissen: Wie orientieren sich Menschen, wenn sie unterwegs sind? Was hilft ihnen, sich zurechtzufinden?

Luft- und Raumfahrt
28.04.2016
Große Chance für den Raumfahrtstandort Bremen: Norddeutsche Expertise wird in China geschätzt

China plant in den kommenden Jahren massiv in die Raumfahrt zu investieren. Bremen kann für dieses Vorhaben ein starker Partner sein und der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit wurde schon vor vielen Jahren gelegt.

Luft- und Raumfahrt
25.04.2016
Flugzeugbau hautnah – hinter den Kulissen der Airbus Group

Riesige Hallen, komplizierteste Technologie und gigantische Bauteile. Dies und viel mehr erwartet die Besucher der Airbus-Werke in Bremen. Wir haben hinter die Kulissen des Flugzeugbauers geschaut und kamen dem Traum vom Fliegen ganz nah.

Wissenschaft
19.04.2016
Wie die falsche Umlaufbahn zweier Satelliten zum Glücksfall für einen Bremer Professor wurden

Was den einen ärgert, freut den anderen: Ein Bremer Physikprofessor nutzt zwei fehlgeleitete Galileo-Satelliten für seine Forschungen zu Einsteins Relativitätstheorie. Die ellipsenförmige Umlaufbahn hatte sein Interesse geweckt.

Wissenschaft
12.04.2016
Bionic Bike - dank Kieselalgen zum neuen Faltrad

Vorbild Natur: Bremerhavener Meeresbiologen und Techniker des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben ein ultraleichtes Falt-Fahrrad entwickelt. Ein Beispiel, wie Grundlagenforschung für industrielle Anwendungen genutzt werden kann.

Wissenschaft
05.04.2016
Paddeln an Land - zwei Bremer Studenten erfinden das Radfahren neu

Es gibt Erfindungen, die sind so genial wie naheliegend, da fragt man sich: Wieso erfindet das jemand erst jetzt? So wie beim Paddelfahrrad, das zwei Bremer Studenten der Universität Bremen entwickelt haben.

Maritime Wirtschaft und Logistik
30.03.2016
Karriere mit Tiefgang: Prof. Dr. Antje Boetius liebt es kalt und duster

Die Bremer Meeresbiologin Antje Boetius taucht tief und spielt doch ganz oben mit. Für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem die höchstdotierte deutsche Forschungsauszeichnung, den Leibniz-Preis.

Luft- und Raumfahrt
24.03.2016
Auf dem Stundenplan in Bremen: Luft- und Raumfahrt – das fliegende Klassenzimmer 2.0

Bremen ist einer der wichtigsten europäischen Standorte für Luft- und Raumfahrt. Deswegen fördern zwei Bremer Gymnasien seit 2006 gezielt den Nachwuchs – in einem deutschlandweit einzigartigem Programm. Auf dem Stundenplan stehen die Fächer Mathematik, Physik, Wirtschaft und Englisch unter dem Aspekt „Luft- und Raumfahrt”.

Internationales
17.03.2016
Studierende aus 106 Ländern an der Jacobs University Bremen: Gemeinschaft ohne Grenzen

Seit 15 Jahren ist die Bremer Jacobs University ein Anziehungspunkt für junge Talente aus aller Welt. Die Gemeinschaft zwischen den Studierenden und das Leben auf dem Campus tragen zum Studienerfolg bei. Und in der Wirtschaft sind die Absolventen begehrte Fachkräfte.

Automotive
15.03.2016
Bremer Ingenieure tüfteln am Elektro-Antrieb der Zukunft und entwickeln einen Antrieb mit Radnabenmotor

Motor unter der Haube treibt Räder an - das ist seit mehr als hundert Jahren die Erfolgsformel für das Auto. Radnabenmotoren - der Motor im Rad und nicht unter der Haube - versprechen allerdings viele Vorteile. Der Elektroantrieb macht das möglich.

Digitalisierung / Industrie 4.0
14.03.2016
Die digitale Nebenkostenabrechnung am Flughafen Bremen

Immer mehr Unternehmen erzeugen Energie mit Blockheizkraftwerken, Photovoltaikanlagen und Kraft-Wärme-Kopplungen. Das Energiemanagement kann dabei intelligent in die Grundstücksverwaltung eingebunden werden, wie es die IT-Firma Apandia am Bremer Flughafen umgesetzt hat. Das spart Zeit und Kosten.