Pressemitteilung
150 Jahre Paula Modersohn-Becker
Bremer und Worpsweder Museen würdigen die bedeutende Künstlerin
17.12.2025. Am 8. Februar 2026 wäre die Malerin Paula Modersohn-Becker 150 Jahre alt geworden. In ihren Lebens- und Schaffensorten, dem Künstlerdorf Worpswede und der Hansestadt Bremen wird dieses Jubiläum mit mehreren Ausstellungen und umfangreichen Programmen gewürdigt. Im Zentrum steht das künstlerische Erbe Modersohn-Beckers und dessen Einfluss auf nachfolgende Generationen sowie auf zeitgenössische Kunst. Während vier Museen Worpswedes eine gemeinsame Ausstellung zeigen, blickt das Paula Modersohn-Becker-Museum in der Bremer Böttcher-straße zudem auf ein zweites Jubiläum: 2027 wird es 100 Jahre alt – als weltweit erstes Museum, das einer Malerin gewidmet ist.
Modersohn-Becker gehört heute zu den zentralen Persönlichkeiten der deutschen Kunstgeschichte. Ihre Werke, zu Lebzeiten kaum beachtet, gelten inzwischen als wichtige Beiträge zur Entwicklung des Expressionismus. Die verschiedenen Ausstellungen rund um Paula Modersohn-Becker greifen diesen Wandel auf und untersuchen aktuelle Perspektiven auf ihr Schaffen.
In Bremen rückt Paula Modersohn-Becker im Rahmen zweier aufeinanderfolgender Jubiläen in den Fokus: 2026 jährt sich ihr Geburtstag zum 150. Mal, im darauffolgenden Jahr schließt das Paula Modersohn-Becker-Museum mit seinem 100-jährigen Bestehen an diese Würdigung an. Vor diesem Hintergrund sind Ausstellungen und ein Begleitprogramm geplant, die das Werk Modersohn-Beckers sowohl im Kontext ihrer Zeitgenoss:innen als auch im Dialog mit heutiger Kunstproduktion behandeln. Den Auftakt bildet ab dem 8. Februar 2026 eine Ausstellung, die sich über das Jubiläumsjahr erstreckt und Leben und Werk der Künstlerin differenziert beleuchtet. Anhand teils bislang kaum gezeigter Werke, bislang unbekannter Dokumente sowie prägender biografischer Ereignisse wird nachvollziehbar, wie Paula Becker zu Paula Modersohn-Becker wurde.
Ab dem 26. September 2026 wird die Ausstellung in einer veränderten und erweiterten Präsentation fortgeführt. Der Fokus verschiebt sich nun auf jene Künstler früherer Generationen, die Modersohn-Becker nachhaltig beeinflusst haben, darunter Lucas Cranach d. Ä., Max Klinger, Arnold Böcklin und Hans von Marées. Diese Kontextualisierung macht die historischen Bezugslinien sichtbar, vor deren Hintergrund Modersohn-Beckers eigenständige künstlerische Position entstand.
In den vier Worpsweder Museen werden unterschiedliche Perspektiven auf die Künstlerin eröffnet vom 7. Februar bis zum 1. November 2026:
Im Barkenhoff steht unter dem Titel "Ich bin / du bist. Menschenbilder" das Porträt im Mittelpunkt. Die Ausstellung zeigt Werke aus über einem Jahrhundert – von expressiven Selbstbefragungen über dokumentarische Fotografie bis hin zu zeitgenössischen Positionen.
Die Große Kunstschau widmet sich unter dem Thema „Respekt!“ der Haltung von Kunstschaffenden gegenüber ihren Motiven. Ausgehend von einem Werk Modersohn-Beckers wird gezeigt, wie sich der künstlerische Blick auf soziale Rollenbilder, gesellschaftliche Machtverhältnisse und das Verhältnis zur Natur im Laufe der Zeit gewandelt hat.
Das Haus im Schluh nimmt mit „ANGEWANDT. Frau + Design“ Modersohn-Beckers Interesse an angewandter Kunst auf.
Die Worpsweder Kunsthalle präsentiert mit „Hautnah. Inès Longevial“ die erste Einzelausstellung der französischen Malerin in Deutschland. Longevial beschäftigt sich – wie Modersohn-Becker – intensiv mit dem Selbstbild und Fragen nach Identität und Weiblichkeit. Ihre farbintensiven, figurativen Arbeiten zeigen, wie aktuell diese Themen auch heute noch sind.
Für auswärtige Gäste, die ihren Kunst-Besuch in Bremen und Worpswede mit einer Übernachtung verbinden möchten, bietet die „Mini-Pauschale Bremen“ eine gute Gelegenheit – buchbar unter tourismus.bremen.de/pauschale/minipauschale. Inkludiert ist eine Übernachtung mit Frühstück sowie eine Stadtführung. Die Pauschale gibt es ab 66 Euro pro Person und Nacht im Doppelzimmer. Das Hotel ist dabei frei wählbar und der Aufenthalt kann flexibel um weitere Nächte verlängert werden. Auf Wunsch kann hier ganz einfach per Klick das Ticket zur Ausstellung in den Museen in der Böttcherstraße hinzugebucht werden.
Weitere Informationen, Tickets und Buchungsmöglichkeiten gibt es beim Bremen Tourismus unter www.bremen.de/tourismus oder telefonisch unter 0421/30800-10.
Passendes Bildmaterial können Sie unter presse@museen-boettcherstrasse.de anfragen.