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Bremen wirbt im Vereinigten Königreich

Ansiedlungen und Stärkung der Handelsbeziehungen als Ziel

Bremen, 28. Januar 2021. Seit dem 1. Januar 2021 gehört das Vereinigte Königreich nicht mehr zum EU-Binnenmarkt. EU-Geschäfte dort ansässiger Unternehmen werden seitdem durch zahlreiche neue Vorschriften, Zölle, Gebühren und Steuern bestimmt sowie durch logistische und organisatorische Hürden erschwert. Um Unternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich für eine Ansiedlung in Bremen zu gewinnen und die gegenseitigen Handelsbeziehungen zu stärken, ist Bremeninvest, die Auslandsmarke der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, seit dem 1. Januar 2021 in London aktiv.

In London vertritt der Bremer Peter Decu das Land Bremen für Bremeninvest. Der Außenhandelsexperte war zuvor 31 Jahre beim Handelshaus C. Melchers GmbH & Co. KG tätig, davon 23 Jahre als Büroleiter in Schanghai. Im Auftrag der WFB führt er nun mit seinem Unternehmen Brelon Ltd. die Vermarktungstätigkeiten für das Land Bremen durch.

Zu den Aufgaben vor Ort gehören die wirtschaftliche als auch touristische Vermarktung des Wirtschaftsstandortes Bremen und Bremerhaven, die Akquisition und Begleitung von ansiedlungsinteressierten Unternehmen, der Aufbau eines Netzwerks und die Durchführung von Informationsveranstaltungen. „Der Brexit trifft neben britischen vor allem internationale Unternehmen extrem stark, die sich im Vereinigten Königreich angesiedelt haben, um von dort aus den europäischen Binnenmarkt zu bedienen. Hier kann Bremen als leistungsstarker Wirtschaftsstandort mit seinen Kompetenzen und der hervorragenden Anbindung an den EU-Binnenmarkt punkten“, so Andreas Heyer, Vorsitzender der WFB-Geschäftsführung. „Wir erwarten eine verstärkte Nachfrage von Unternehmen im Vereinigten Königreich und reagieren darauf mit einer auf zwei Jahre befristeten Aktivität vor Ort.“

Die Bremer Ansiedlungsaktivitäten zielen vor allem auf Unternehmen mit einem hohen Exportanteil, die von der Bremer Infrastruktur aus Häfen, Logistik und Hinterlandanbindung profitieren können. Zudem sollen Bremer Unternehmen und Institutionen beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen und bei der Kooperation mit Partnern in Großbritannien unterstützt werden. „Dabei haben wir sowohl Unternehmen im Blick, die von Bremen aus exportieren wollen, als auch britische Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen in die EU importieren möchten“, ergänzt Clas Vögeding, Projektleiter internationale Ansiedlung bei der WFB.

„Peter Decu bringt eine außerordentliche Erfahrung mit, was sowohl den englischen und asiatischen Markt angeht, als auch fundierte Kenntnisse über den Standort Bremen. Er kann die Hansestadt damit ideal vertreten“, so Vögeding weiter. Dies sei besonders für das Vorhaben von Vorteil, asiatische Unternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich von den Standortvorteilen Bremens zu überzeugen. Diese benötigen jetzt einen direkteren Zugang zum EU-Markt. Mit Bremeninvest biete Bremen eine zentrale Anlaufstelle, die Firmen mit einer individuellen Betreuung an die Hand nehme, erklärt Vögeding.

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Außenhandelsexperte Peter Decu
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