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„Flächenentwicklung ist die Grundlage für weiteres Wachstum“

Wirtschaftssenator informiert über Gewerbeflächenbilanz

Bremen, 4. April 2019.  Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, heute (04.04.2019) gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Andreas Heyer, über die Gewerbeflächenbilanz der laufenden Legislaturperiode.

„Das überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum Bremens zeigt deutlich, dass wir als wachsender Wirtschaftsstandort mit unserer bisherigen Gewerbeflächenentwicklung die richtigen Schwerpunkte gesetzt haben. Diese müssen in der Fortschreibung des Gewerbeentwicklungsprogramms der Stadt Bremen (GEP 2030) konsequent weiterentwickelt werden, denn die Gewerbeflächenentwicklung ist die Grundlage für das künftige Wirtschaftswachstum,“ so Senator Günthner.

Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH zog in diesem Rahmen eine erfolgreiche Bilanz ihrer Aktivitäten im Betrachtungszeitraum 2015 bis 2018. Allein durch die Vermarktung von Gewerbeflächen sind in den vergangenen vier Jahren in Bremen rund 9.900 gesicherte Arbeitsplätze und über 3.300 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse durch die Mitwirkung der Wirtschaftsförderung entstanden. Des Weiteren wurden in diesem Zeitraum privatwirtschaftliche Investitionen von mehr als 766 Millionen Euro für den Wirtschaftsstandort Bremen ausgelöst. Am meisten wurde in der Überseestadt investiert, aber auch das Güterverkehrszentrum (GVZ), der Bremer Technologiepark und der Bremer Industrie-Park schneiden gut ab.

Zu den Ergebnissen der Wirtschaftsförderung zählen 126 neu angesiedelte Unternehmen aus dem In- und Ausland, davon 68 internationale und 58 nationale Firmenansiedlungen. „Mit diesen Ansiedlungen sind fast 2.000 Arbeitsplätze und privatwirtschaftliche Investitionen von rund 100 Millionen Euro verbunden“, sagt Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. „Durch die Mitwirkung der WFB siedeln sich im Durchschnitt 31 neue Betriebe jedes Jahr in Bremen an, schaffen rund 460 neue Arbeitsplätze und investieren 25 Millionen Euro in den Standort.“ Die meisten internationalen Unternehmen, die sich für Bremen entscheiden, kommen aus China, aber auch große Unternehmen aus Belgien, den Niederlanden oder Kanada konnten neu gewonnen werden. Bei den nationalen Ansiedlungen profitiert Bremen vom niedersächsischen Umland, besteht aber auch erfolgreich im Wettbewerb mit deutschen Großstädten wie Hamburg, München oder Düsseldorf.

Bei der Vermarktung von Gewerbeflächen verbuchte die WFB mit fast 140 Hektar ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis. Im Jahresdurchschnitt veräußerte sie rund 34 Hektar, womit der Durchschnitt der letzten 15 Jahre (31 Hektar) übertroffen werden konnte. Der Gewerbepark Hansalinie hat mit über 44 Hektar die größte Nachfrage verbucht. Das GVZ liegt mit rund 30 Hektar auf Rang zwei, gefolgt vom Bremer Industrie-Park mit 12 Hektar.

Auch die Erschließung neuer Gewerbegrundstücke kam in den vergangenen vier Jahren gut voran. Mehr als 90 Hektar sind entstanden. „Wir erschließen grundsätzlich nachfrageorientiert und richten uns nach den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden“, sagt Andreas Heyer. Schwerpunkte der Erschließungsarbeiten seien der Gewerbepark Hansalinie, das GVZ und der Bremer Industrie-Park gewesen. Heyer erklärt: „2017 konnten wir mit fast 60 Hektar Fläche einen Erschließungsrekord verzeichnen, denn in diesem Jahr wurden allein 47 Hektar im Gewerbepark Hansalinie erschlossen, um den hohen Flächenbedarf des Daimler-Konzerns und seiner Zulieferer abzudecken.“

Pressebilder
Panorama des Wohngebietes an der Hafenkante
Wohnen direkt am Wasser in der Überseestadt Bremen
Luftbild vom Gewerbepark Hansalinie in Bremen.
Bauen für hohe Nachfrage: Die Entwicklung des Gewerbeparks Hansalinie schreitet schnell voran. Mehr als 80 Unternehmen mit rund 3.600 Mitarbeitern sind hier bereits vor Ort.
Das Güterverkehrszentrum Bremen (GVZ) aus der Luft.
Das GVZ Bremen steht in Deutschland unangefochten an der Tabellenspitze und in Europa auf Rang 2 der Güterverkehrszentren. Rund 150 Unternehmen mit etwa 8.000 Fachkräften haben hier ihren Sitz.