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Der Bremer Lloydhof ist verkauft

Denkmalneu will Büro- und Geschäftskomplex in der Bremer Innenstadt zu einem „Lebendigen Haus“ entwickeln

Der Verkauf des Lloydhofs in der Bremer Innenstadt ist unter Dach und Fach: Einen entsprechenden Kaufvertrag haben der neue Eigentümer DLH Bremen GmbH und die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH nun unterzeichnet. DLH ist eine Projektgesellschaft des Projektentwicklers dmn Projektsteuerungs GmbH (denkmalneu). Denkmalneu steht für große Immobilienentwicklungsprojekte wie das „Lebendige Haus“ in Dresden oder den Umbau der alten Hauptpost in Leipzig.

„Wir wollen den Lloydhof revitalisieren und zu einem ´Lebendigen Haus` entwickeln“, sagt Thomas Scherer, Geschäftsführer von DLH. Das Erdgeschoss soll von einem Ankermieter aus den Bereichen Elektronik, Mode oder Sport genutzt werden. Gastronomische Angebote sind ebenfalls vorgesehen. In den ersten vierten Obergeschossen sind Büros, Apartments für Städtebesucher und Geschäftsreisende sowie 21 kleinere Wohnungen und sogenannte Coworkingflächen eingeplant, die Freiberufler, Kreative und Start-ups für zeitlich flexible, offene Bürogemeinschaften nutzen können. Auch ein Fitnessstudio wird es im ersten Obergeschoss geben. In der fünften Etage sollen eine Skybar und ein Restaurant untergebracht werden. „Dafür werden wir 33 Millionen Euro in den Umbau des Gebäudes investieren. Nach einer intensiven Planungsphase könnte der Baustart voraussichtlich Anfang 2019 sein. Eine Fertigstellung streben wir für Ende 2019 an“, sagt Thomas Scherer.

Martin Günthner, Bremens Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, freut sich über die gute Nachricht: „Das ist ein wichtiger Beitrag und ein kraftvoller Impuls für die Innenstadtentwicklung. Ich freue mich, dass sich mit denkmalneu ein weiterer Investor in der Bremer City engagiert und bin überzeugt, dass Bremen von dieser Entwicklung nachhaltig profitieren wird.“


Auch Andreas Heyer, Vorsitzender der WFB-Geschäftsführung, ist mit dem Abschluss des Lloydhof-Verkaufs zufrieden: „Das ist ein gutes Ergebnis für Bremen. Wir haben ein komplexes Ausschreibungsverfahren erfolgreich zu Ende geführt und einen kompetenten Investor mit einem überzeugenden Konzept gefunden.“


Dem Verkauf des Büro- und Geschäftskomplexes war ein europaweites Ausschreibungsverfahren vorausgegangen, das die WFB im März 2017 im Auftrag des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen eröffnet hatte. Es handelte sich dabei um ein Höchstpreisverfahren, in dem die Stadt zentrale Vorgaben für die künftige Nutzung des Gebäudes machte. Demnach sollte der Lloydhof nicht abgerissen, sondern saniert und zu einem gemischt genutzten Geschäftshaus mit Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen und Dienstleistungen umgebaut werden. Die Projektentwickler von Denkmalneu konnten in der Ausschreibung mit ihrem Konzept und Gebot überzeugen und sich gegen andere Bieter durchsetzen. Für 21,5 Millionen Euro wechselt die Immobilie nun den Besitzer.


Der Lloydhof wurde Anfang der 1980er Jahre als Wohn- und Geschäftshaus gebaut. 2012 erwarb die WFB den Lloydhof im Auftrag des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen für 25 Millionen Euro. Derzeit umfasst das Gebäude eine Einzelhandelsfläche von rund 3.100 Quadratmetern, außerdem Büroflächen von rund 10.000 Quadratmetern und 1.400 Quadratmeter Wohnfläche. Die Einzelhandelsflächen bieten kreativen innovativen Einzelhändlern und Gastronomen noch bis Ende 2018 als „Citylab“ die Möglichkeit, ihre Geschäftskonzepte am Markt zu erproben.