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Europahafen wird zur maritimen Meile ausgebaut

Wirtschaftssenator Nagel startet neue Baumaßnahmen in der Überseestadt

Mit dem ersten Rammschlag für eine neue Kaje hat Bremens Wirtschaftssenator Ralf Nagel heute das Startsignal für die Umbauarbeiten am Europahafen in der Überseestadt gegeben. Im Zuge der Baumaßnahmen werden die Uferbereiche am Kopf des Hafenbeckens zu attraktiven Grün- und Freiflächen umgestaltet. Die Baumaßnahmen folgen dabei den Plänen des Schweizer Landschaftsarchitektenbüros Vogt, das im März 2007 zum Sieger des Freiflächenwettbewerbs in der Überseestadt gekürt wurde. Der Plan sieht breite Promenaden am Europahafen und attraktive Grünflächen vor. Bis zum Sommer 2008 sollen die Erdarbeiten am Europahafen abgeschlossen sein; anschließend beginnt die Gestaltung der Promenadenoberflächen rund um den Europahafen. Die mit dem Projektmanagement beauftragte Bremer Investitions-Gesellschaft (BIG) strebt an, die gesamte Baumaßnahme noch im Jahr 2008 fertig zu stellen. „Der Europahafen wird zu einer zentralen maritimen Meile ausgebaut“, sagt Bremens Wirtschaftssenator Ralf Nagel zu den heute beginnenden Bauarbeiten. „Dadurch steigt die Attraktivität der Überseestadt weiter und ihre Entwicklung gewinnt zusätzlich an Fahrt. Die erfreulichen Veränderungen rund um den Europahafen zeigen, dass unsere Vision vom Arbeiten und Leben am Wasser zunehmend Realität wird.“ Die Baumaßnahmen betreffen das Nordufer des Europahafens vor dem Speicher 1 (Konsul-Smidt-Straße), den Kopfbereich und das Südufer vor dem Schuppen 2 (Hoerneckestraße). Mit dem ersten Rammschlag wurde heute begonnen, auf der Nordseite des Hafenbeckens neue Spundwände in die Erde zu treiben, die für eine Verbreiterung der Promenade notwendig sind. Sobald die neuen Spundwände eingebracht sind, wird das Erdreich zwischen der alten Kaje an der Uferkante und den neuen Spundwänden abgetragen. Die Uferbereiche am Europahafen werden dabei auf knapp 400 Metern Länge um bis zu 3 Meter abgesenkt. Es entstehen 8 Meter breite Promenaden auf beiden Uferseiten. Dafür werden insgesamt rund 16.000 Kubikmeter Erde bewegt und 450 Tonnen Stahl für die neuen Spundwände verbaut. Dr. Dieter Russ, Geschäftsführer der BIG Bremen: „Der Europahafen ist ein Symbol für die erfolgreiche Verwandlung der alten Hafenreviere in einen modernen Stadtteil mit maritimer Tradition. Durch die neue Gestaltung der Freiflächen ergeben sich für die Bremerinnen und Bremer neue Möglichkeiten und Anreize, die Überseestadt für sich zu entdecken.“ Bereits im Sommer 2007 hatte die BIG damit begonnen, die alten Kajen am Nord- und am Südufer des Europahafens mit rund 360.000 Kubikmeter Sand anzuschütten, um sie zu stabilisieren. Durch die jetzige Maßnahme erhöht sich die Lebensdauer der alten Spundwände um einige Jahrzehnte, da sie durch die rückwärtigen neuen Wände entlastet werden. Für die gesamte Neuordnung des Areals am Europahafen wurden im November 2006 Mittel in Höhe von 13,3 Mio. Euro durch die Wirtschaftsförderungsausschüsse bewilligt.

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