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20 Jahre Berninghausen-Preis: „unifreunde“ würdigen Preisträger mit einem Denkmal auf dem Campus

Diesjährige Auszeichnung geht an einen Informatiker, eine Gesundheitswissenschaftlerin und eine Historikerin

Seit 20 Jahren verleihen die „unifreunde“ den Berninghausen-Preis an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bremen für ihre hervorragende Lehre. Grund genug, dass es bei der Ehrung der diesjährigen Preisträger am 25. Mai 2011 an der Universität Bremen noch einen weiteren Anlass zum Feiern gab: Die Einweihung einer kunstvoll angefertigten Sitzbank, auf der alle Preisträgerinnen und Preisträger von 1992 bis 2011 namentlich aufgeführt sind.

Mit dem „Preis für hervorragende Lehre" werden außergewöhnliches Engagement und besondere Kreativität von Lehrenden gewürdigt. Er ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und wird von den „unifreunden“ (Gesellschaft der Freunde der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen) vergeben. Der Preis ist nach seinem Stifter und ehemaligen Vorsitzenden der „unifreunde“, Friedo Berninghausen, benannt, der die Gesellschaft der „unifreunde“ sowie die Universität auch heute noch großzügig unterstützt.

Für „absolut gelungen“ hält der Bremer Unternehmer Carl Berninghausen, Sohn des Preis-Stifters, das ungewöhnliche Denkmal, das künftig auf dem Uni-Campus an diejenigen erinnern soll, die sich um eine gute Lehre verdient gemacht haben. „Diese Bank ist ein schönes Symbol für das, was wir würdigen möchten“, so Berninghausen. „Sie soll Aufmerksamkeit schaffen und sie soll für die Studierenden da sein.“ Beteiligt an dem Projekt sind auch die HfK die InnoWi und Bau-ABC Rostrup.

Die Preisträger von 2011

Dr. Karsten Hölscher erhält den Berninghausen-Preis 2011 für das beste Modul. Das Modul „Praktische Informatik“ im ersten Semester besteht aus einer Vorlesung und einem Praktikum, das rund 300 Studierende der Mathematik, der Technomathematik, der Digitalen Medien und des System Engineering belegen. Es ist ein hervorragendes Beispiel einer guten Lehre in einer Erstsemester-Veranstaltung, da sie in besonders engagierter und kreativer Weise umgesetzt wird. Neben der klar strukturierten Modulgestaltung ist das Auftreten von Dr. Karsten Hölscher wertschätzend, zugewandt und vermittlungsfördernd.

Professor Cordula Nolte wird für ihr Lehrprojekt „Von der Idee zur Ausstellung – Geschichte in der Praxis“ ausgezeichnet. Die Kommission sieht in der Gestaltung des Projektes ein hervorragendes Beispiel für forschendes Lernen, da die Historikerin vorbildlich Theorie mit praktischer Gestaltung verbindet. Die 20 Studierenden wurden von Cordula Nolte mit der „disability history“ vertraut gemacht und hatten die Möglichkeit, sich mit eigenen Beiträgen an der Ausstellung „LeibEigenschaften – der beschädigte Körper im Blick der Vormoderne“ zu beteiligen. Diese Ausstellung wird im Frühjahr 2012 im Haus der Wissenschaft gezeigt.

Dr. Anja Lepach bekam die meisten Nennungen für den Studierendenpreis. Laut Aussagen der Studierenden schafft es die Gesundheitswissenschaftlerin in faszinierender Weise, die Studierenden für ihre Lehre zu begeistern. Für einen effektiven Lernprozess sind nach Ansicht von Dr. Anja Lepach vor allem Anschaulichkeit, Herausforderung und Rückmeldung die wesentlichen Komponenten.