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Erschließung der Airport-Stadt Bremen nach 20 Jahren abgeschlossen

„Ein Musterbeispiel gelungener Stadtentwicklung“
„Die Airport-Stadt hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine so außerordentliche Entwicklung genommen, dass sie heute von elementarer Bedeutung für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bremen ist.“ 20 Jahre nach Beginn der Erschließung der Gebiete rund um den Flughafen hat Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner am Montag (13. Oktober 2014) eine Zwischenbilanz gezogen, „die überzeugender nicht ausfallen kann: Die Airport-Stadt ist ein Musterbeispiel gelungener Stadtentwicklung“, sagte der Senator und lobte: „Dieses große, für Außenstehende unvorstellbar komplexe Projekt wurde konsequent im gesetzten Zeit- und Budgetrahmen realisiert – das verdient größte Anerkennung.“ Zum Abschluss der Erschließungsarbeiten und gleichzeitig als Zeichen des weiteren Wachstums der Airport-Stadt pflanzte Wirtschaftssenator Günthner am Montag gemeinsam mit Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführer der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, und Jürgen Bula, Geschäftsführer der Flughafen Bremen GmbH, einen Baum im Kurvenbereich Maria-Cunitz-Straße/Flughafendamm.

„Die Airport-Stadt Bremen nimmt unter allen deutschen Standorten eine beispielhafte Stellung ein“, betonte Günthner: als internationaler Verkehrsknotenpunkt für Nordwestdeutschland, als europäisches Kompetenzzentrum der Luft- und Raumfahrt, als Standort der Forschung und Lehre, für Produktion, Handel und Dienstleistung. Mit mehr als 500 Unternehmen und 16.000 Arbeitsplätzen sei sie ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region. Senator Günthner weiter: „Die Attraktivität des Standortes ergibt sich dabei nicht nur aus der inhaltlichen Schwerpunktsetzung, sondern auch aus der gelungenen räumlichen Gestaltung und Architektur.“

Die positive Zwischenbilanz zum Abschluss der Erschließung schaffe zusätzliche Motivation, die Entwicklung der Airport-Stadt voranzutreiben: „Mit dem geplanten Forschungs- und Technologiezentrum EcoMaT sind wir bereit, den vorhandenen Stärken ein weiteres Highlight hinzuzufügen“, sagte Günthner: „Unsere Stärken zu pflegen und weiter aufzubauen: Das ist die Aufgabe, der sich die Bremer Wirtschaftspolitik stellt.“

Von Anfang an ist es Bremens Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die die Erschließung ebenso wie die Vermarktung der Flächen in der Airport-Stadt verantwortet – seinerzeit war es die Flughafen-Gewerbegebiet-Entwicklungsgesellschaft (FGE), eine Vorgängerin der heutigen WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, die mit dem Auftrag zur Erschließung von Gewerbegebieten gegründet wurde. Am 1. April 1994 war es dann soweit – die ersten Arbeiten im Bereich Airport-Stadt Mitte begannen. „Vier Jahre später“, erinnerte WFB-Geschäftsführer Andreas Heyer, „war die Airport-Stadt Mitte fertiggestellt, ging es weiter im Bereich Airport-Stadt West.“ Weitere bedeutende Etappen waren die Umsiedlung des Großmarktes (ab 2002) sowie die Einweihung der Autobahn 281 zwischen Neustädter Hafen und Flughafen (2008). Im Jahre 2002 begannen Planung und Ausführung der Erschließung im Bereich Airport-Stadt Ost; im Sommer 2012 wurden die finalen Bauabschnitte begonnen, die nun zum Abschluss gekommen sind.

„Dass über diesen langen Zeitraum und bei allen Unwägbarkeiten eines solchen Großprojektes Zeit- und Budgetrahmen eingehalten und sogar unterschritten wurden, ist ein außerordentlich gutes Ergebnis“, stellte Heyer fest und sprach allen beteiligten Unternehmen ebenso wie den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der WFB besonderen Dank und Anerkennung aus: „Sie haben großartige Arbeit geleistet.“ Für die Zukunft zeigte sich Heyer insbesondere mit Blick auf das Projekt EcoMaT sehr zuversichtlich. Auch angesichts des engagierten Miteinanders in der Airport-Stadt, das sich unter anderen in der Interessensgemeinschaft und im Netzwerk Aviabelt zeige, seien beste Voraussetzungen für weitere gute Entwicklung gegeben.

Die Gesamtkosten für die Erschließung der Airport-Stadt (unter anderem für den Bau von Straßen und Kanälen, Abbrucharbeiten, Altlastenbeseitigung, Parkanlage, Grundstücksankäufe) liegen bei rund 110 Millionen Euro (aus Mitteln der EU und zu etwa 80 Prozent des Landes Bremen); bearbeitet wurde eine Fläche von insgesamt 200 Hektar. Es wurden Straßen mit einer Gesamtlänge von mehr als zehn Kilometern (10.051 Meter) gebaut und exakt 1.284 Bäume gesetzt (1.137 als so genanntes „Straßenbegleitgrün“ und 147 für den Park am Flughafen).