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Basis-Presseinformation Überseestadt Bremen August 2020

Überseestadt Bremen: Neues Leben im alten Hafen

Die Überseestadt entwickelt sich rasant. Im Bremer Westen entsteht aus den früheren stadtbremischen Häfen ein neues Stück Stadt. Mit einer Fläche von knapp 300 Hektar ist die Überseestadt eines der größten städtebaulichen Projekte Europas. Mit der Entwicklung der Überseeinsel wird ein weiterer wichtiger Schritt zur Rückeroberung des Weserufers für Bremerinnen und Bremer und die weitere Aufwertung der Überseestadt geleistet. Hier soll mit der Verknüpfung von Wohnen, Gewerbe, Kultur, Freizeit und Bildung ein neues urbanes Stadtquartier der Zukunft entstehen. Die Vision: ein Ort mit viel Grün, wenig Autoverkehr und weitgehend CO2-neutraler Energieversorgung. In den kommenden Jahren sollen hier 1.200 Wohneinheiten und Arbeitsplätze für bis zu 3.000 Menschen entstehen. Geplant sind zudem diverse gewerbliche Angebote – vom Hotel bis hin zum Bio-Supermarkt. Eine Brauerei, ein Biergarten und zwei Restaurants haben sich bereits auf dem ehemaligen Kellogg-Gelände angesiedelt.

Innovative Wohn- und Büroflächen

Ein weiteres großes Bauprojekt, das die Überseestadt in vielerlei Hinsicht bereichern wird, wächst am Europahafenkopf in die Höhe. Der Bremer Bauunterunternehmer Kurt Zech lässt hier ein Ensemble aus vier Gebäuden errichten. Dazu zählen der neue Zech-Firmensitz, zwei Wohngebäude und ein Mobilitätshaus. Auch hier soll Platz für Gastronomie und Kultur entstehen: Im Erdgeschoss sind Räume für Ausstellungen sowie ein Street-Food-Markt geplant. Das Mobilitätshaus mit seinen Park- und Aufladestellen für Fahrräder und Autos soll zudem dabei helfen, den Verkehr in der Überseestadt zu entlasten.

Neue Verkehrskonzepte für das Quartier

Um die Verkehrssituation in der Überseestadt weiter zu verbessern, hat die Stadt Bremen die Planung einer Brücke beschlossen, die Radfahrer und Fußgänger über den Europahafen auf die Überseeinsel bringt. Darüber hinaus wird die Machbarkeit einer zusätzlichen Straßenbahnverbindung geprüft. Aktuell befahren zwei Straßenbahnlinien sowie mehrere Buslinien die Überseestadt. Dabei ist der nordwestliche, am Waller Sand gelegene Teil über öffentliche Verkehrsmittel bislang per Bus erreichbar. Nunmehr wird die Möglichkeit einer Straßenbahnverbindung bis zum Waller Sand untersucht. Ein Dresdener Planungsbüro ist mit der Machbarkeitsstudie beauftragt.

Angebote der Bildung

Die Bildungslandschaft im Quartier gewinnt ebenfalls an Vielfalt: Auf der Überseeinsel entstehen eine Grund- und Oberschule sowie drei weitere Kindergärten. Im September 2020 sollen hier für die ersten Klassen bereits die Schulglocken läuten. Geplant ist außerdem eine Erweiterung der Hochschule für Künste Bremen am Speicher XI sowie der Neubau der Berufsschule für den Großhandel, Außenhandel und Verkehr (BS GAV). Der neue Standort der Logistikschule befindet sich zwischen Nordstraße, Cuxhavener Straße und Überseetor und damit in unmittelbarer Nähe zum Holz- und Fabrikenhafen und den dort ansässigen Unternehmen auch der Hafenlogistik. Für die Sommerferien 2022 ist der Umzug dorthin vorgesehen.

Weitere Supermärkte geplant

Auch mehr Einkaufsmöglichkeiten wird es bald für die Bewohnerinnen und Bewohner der Überseestadt geben: Im März 2020 hat die Rewe Markt GmbH den Zuschlag für die befristete Zwischennutzung einer 5.500 Quadratmeter großen Einzelhandelsfläche auf dem Gelände des Großmarktes in der Überseestadt erhalten. Die Markteröffnung ist für das vierte Quartal 2020 geplant. Mit der Ansiedlung des Rewe-Marktes ist eine gut erreichbare Einkaufsmöglichkeit auf Zeit bis zu einer endgültigen Lösung geschaffen worden. Das Bremer Start-up myEnso hat zudem die Eröffnung von drei Mini-Supermärkten in der Überseestadt angekündigt.

Ausgezeichnete Freizeitorte

Neben innovativen Geschäfts- und Wohnflächen sind auch vielfältige Freizeitorte entstanden. So wurden beliebte Naherholungsgebiete entwickelt wie die maritime Meile am Europahafen, der Überseepark mit seinem Skatepark sowie der drei Hektar große Strandpark Waller Sand. Als "zukunftsweisender Ort" wurde der Waller Sand vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des "Bundespreis Stadtgrün" dieses Jahr mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Der weitläufige Strand mit Spielplatz und Volleyballfeld ist ein beliebtes Ausflugsziel und dient gleichzeitig dem Hochwasserschutz.

Gute Aussichten für Bremens jüngsten Ortsteil

Viele weitere Projekte und Initiativen, die den Ortsteil bunter und facettenreicher machen, sind in der Entstehung. „Die Überseestadt konnte zahlreiche Investoren begeistern – vor allem aus unserer Region“, kommentiert Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa der Freien Hansestadt Bremen die Entwicklungen. “Gemeinsam mit Partnern wie der Gewoba ist es uns gelungen, bezahlbaren Wohnraum im Quartier zu schaffen. Kulturellen Initiativen wie dem Zucker e.V. und dem Musikszene Bremen e.V. konnten langfristige Räume für ihre Aktivitäten bereitgestellt werden. Zudem sind viele neue Arbeitsplätze in der Überseestadt entstanden“, so die Senatorin. Zu Beginn der Vermarktung waren 300 Unternehmen mit rund 6.000 Mitarbeitenden in der Überseestadt ansässig. Mittlerweile sind es mehr als 1.190 Unternehmen mit rund 18.900 Beschäftigten – Tendenz steigend. Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB, fügt hinzu: „Die Überseestadt hat sich dynamischer entwickelt, als wir erwartet hatten.“ Knapp 100 Hektar von insgesamt 288 standen zu Beginn der Entwicklung für Neuansiedlungen zur Verfügung. Davon sind 92,7 Hektar bereits vermarktet. „Nun legt die Stadt angesichts des hohen Entwicklungstempos einen besonderen Schwerpunkt auf die weitere Gestaltung des Verkehrs sowie den Ausbau der öffentlichen Nahversorgung.“