+49 (0) 421 9600-10
8.5.2017 - Melanie Öhlenbach

Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Vollblutmusiker mit Unternehmergeist

Lebensqualität
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Orchesterunternehmen mit Mut für neue Wege

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist ein einzigartiges Phänomen in der hiesigen Kulturlandschaft. Sie füllt Konzertsäle weltweit, engagiert sich in einem sozial benachteiligten Stadtteil und finanziert sich überwiegend selbst. Der Weg zum erfolgreichen Kulturbetrieb mit Vorbildfunktion hatte es allerdings in sich.

Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Vollblutmusiker mit Unternehmergeist
Bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sind die Musiker als alleinige Gesellschafter sowohl für die künstlerische als auch für die wirtschaftliche Seite verantwortlich © Oliver Reetz

Als Ulrich König Mitte der 1980er Jahre sein Oboe-Studium absolvierte, hoffte er wie jeder junge Erwachsene auf einen Traumjob. Im klassischen Kulturbetrieb jener Tage bedeutete dies: eine Festanstellung in einem renommierten Orchester. Sein Traum ist in Erfüllung gegangen. Heute ist Ulrich König immer noch Teil eines weltweit anerkannten Klassik-Orchesters. Bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist er aber nicht nur Musiker – sondern auch Miteigentümer.

Einmalig in der deutschen Musiklandschaft

„Wir sind ein Verbund freischaffender Künstler, die maximalen Einfluss auf unser Schaffen haben wollen“, erklärt König die Grundidee der Struktur seines Unternehmens, die in der Musiklandschaft Deutschlands bislang ihresgleichen sucht. Wer wissen will, warum das Bremer Orchester diesen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen hat, muss sich mit seinen Anfängen beschäftigen. Und mit dem Wind, der vor fast 40 Jahren durch die Szene wehte und die Ansichten insbesondere der jungen Akteure heftig durcheinanderwirbelte.

Aufbruchsstimmung in der Klassischen Musikszene

Laut einer Studie lag damals die Zufriedenheit von Berufsmusikern hinter der von Gefängniswärtern. Gleichzeitig wuchs mit dem Aufkommen von professionellen Jugendorchestern und Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ in den 1980er Jahren das Selbstverständnis und vor allem das Selbstbewusstsein der jungen Musiker. „Wir haben mit Gleichgesinnten Mahler und Brahms gespielt und waren völlig euphorisiert von der Musik und dem gemeinsamen Erleben“, erinnert sich Albert Schmitt, einst Kontrabassist, heute Geschäftsführer der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. „In eines der bestehenden Berufsorchester zu gehen, war für uns damals überhaupt keine Option.“

Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Vollblutmusiker mit Unternehmergeist, Geschäftsführer Albert Schmitt
Albert Schmitt ist seit 1999 Geschäftsführer der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen © Julia Baier

„Sichere Rente oder Musik machen?“

Auch Ulrich Königs Professor fragte damals seinen jungen Studenten: „Willst du eine sichere Rente oder Musik machen?“ Die Antwort, sagt König, sei ihm damals leicht gefallen. Im Jahr 1988 schloss er sich dem jungen Orchester an und ging mit ihm nach Bremen.

Aushängeschild in Sachen Unternehmergeist

Heute ist die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ein Aushängeschild: für klassische Musik, die Stadt Bremen – aber auch in Sachen Unternehmergeist. Von ihrem Jahresbudget in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro erwirtschaften die Musiker mehr als zwei Drittel selbst – durch Konzerte, Einnahmen durch Bild- und Tonrechte, Honorare und Sponsoren. „Normalerweise werden Orchester in Deutschland zu 90 Prozent subventioniert“, erklärt Schmitt. Dass die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen es anders macht, erfüllt sie alle mit Stolz.

Zehn Jahre nach der Gründung droht das Aus

Diese Erfolgsgeschichte ist umso bemerkenswerter, weil das Unternehmen kaum zehn Jahre nach seiner Gründung fast vor dem Aus stand. Veränderungen auf dem klassischen Musikmarkt führten zu Liquiditätsproblemen.Mangelndes Sponsoring und finanzielle Schieflagen summierten sich im Jahr 1998 zu einem Schuldenberg in Höhe von 1,5 Millionen Mark – über Jahre angestaut und mit mehreren Führungswechseln verbunden.

Finanzielle Misere betraf jeden einzelnen Musiker

Ein Drama nicht nur für das Orchester, sondern auch für die einzelnen Musiker: Als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) bürgte jeder mit seinem Privatvermögen für das Unternehmen. „Wir hatten die GbR gegründet, weil sie uns zur damaligen Zeit als die passende Form erschien: Sie bot uns die meiste Freiheit, um kreativ zu sein“, sagt Schmitt rückblickend. Dass dies in letzter Konsequenz ein Maximum an Unternehmergeist abverlangte, hatte für die Musiker bis dahin nicht im Vordergrund gestanden.

Die Wende gelang mit Hilfe von außen

Mit Hilfe der Stadt, ihren Bürgern und den Vorläufern der Wirtschaftsförderung Bremen gelang aber doch noch die Wende: Innerhalb von zwei Jahren war das Orchester schuldenfrei; eine halbe Million Mark erwirtschaftete es selbst über Spenden und Sponsoren. Mit dem Neuanfang wandelte sich auch die Rechtsform: Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen wurde eine gGmbH, eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Finanzierung steht nun auf breiteren Füßen

Der Zusatz „gemeinnützig“ ist aus Sicht von Geschäftsführer Schmitt, der seit der Krise die Geschäfte des Orchesters führt, ein großes Glück: „Wir können in größerem Maß Spenden annehmen und Sponsoren gewinnen, was unsere Finanzierung auf breitere Füße stellt und uns insgesamt unabhängiger macht.“ Gleichzeitig zog damit auch ein höheres Maß an professionalisiertem Unternehmertum bei den Musikern ein: Etwa 20 Vollzeitkräfte kümmern sich heute um internationales Touring, vier eigene Abonnementreihen, Festivals, soziale Projekte und um die Akquise und Pflege der „Partnerschaften“, wie Schmitt das Geschäftsverhältnis zwischen Kunst und Wirtschaft bezeichnet. Gemeinsam mit der Stadt oder mit Unternehmen entwickelt das Team Konzerte, Tourneen und Projekte, von denen beide Seiten profitieren.

Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Vollblutmusiker mit Unternehmergeist, Gruppenporträt
Ab 2017 ist die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen das Festivalorchester des Kissinger Sommers © Deutsche Welle

Probenräume in Gesamtschule Bremen-Ost

Eines dieser Projekte ist das Zukunftslabor, eine beispielhafte Zusammenarbeit mit einer Schule in Osterholz-Tenever, wo viele sozial benachteiligte Familien leben. Im Jahr 2007 ließen sich die Musiker mit professionellen Probenräumen im Komplex der Gesamtschule Bremen-Ost nieder. Seitdem proben sie dort für ihre Konzerte und entwickeln Formate für und mit den Schülern.

Motto des Zukunftslabors: Du hast immer eine Wahl

Mit ihrem Engagement wollen die Musiker aber nicht nur das musikalische Verständnis und Talent der Schüler fördern. Sie wollen Jugendliche auch an ihren Erfahrungen teilhaben lassen und ihnen das Motto des Zukunftslabors verdeutlichen: Du hast immer eine Wahl. „Es geht um mehr als Noten lesen oder ein Instrument spielen zu können“, betont Schmitt. „Es geht um Verlässlichkeit und Ausdauer, um den Mut, die Initiative zu ergreifen und Verantwortung zu tragen. Das sind die Grundpfeiler des Unternehmertums.“

Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Vollblutmusiker mit Unternehmergeist, Konzert
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen wurde 2016 von Deutschlandradio Kultur als „Orchester des Jahres“ ausgezeichnet © Julia Baier

„Ich bin überzeugt, dass unsere Philosophie langfristig zukunftsfähiger ist.“

Als Eigentümer sind die Mitglieder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen aber auch von ihrem Erfolg abhängig. Und das nicht nur ideell, sondern vor allem monetär. Denn anders als bei staatlichen Orchestern berechnet sich das Einkommen der 41 Musiker nach der Anzahl an Tagessätzen, deren Höhe sich wiederum am wirtschaftlichen Abschluss des Unternehmens orientiert.

Dem Orchestersterben trotzen

Für Ulrich König bedeutet dies ein weniger geregeltes Einkommen und eine geringere Absicherung. Seine Entscheidung, nicht zu einem Staatsorchester zu gehen, hat er dennoch nie bereut. Und das derzeitige Orchestersterben, das auch vor renommierten staatlichen Einrichtungen nicht Halt macht, gibt ihm offensichtlich recht: „Ich bin überzeugt, dass unsere Philosophie langfristig zukunftsfähiger ist.“


Mehr Informationen gibt es unter www.kammerphilharmonie.com

Übrigens: Der Vorverkauf für das 28. Musikfest Bremen (19. August – 9. September 2017) hat bereits begonnen. Im Programm ist natürlich auch Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen vertreten. Alle Infos zum Musikfest Bremen, allen Konzerten und Ticket-Vorverkauf gibt es unter www.musikfest-bremen.de


Pressekontakt: Andrea Katzmarczyk, Pressesprecherin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Tel. 0421 95885 120, E-Mail: a.katzmarczyk@kammerphilharmonie.com


Bilddownload

Das Bildmaterial ist bei themengebundener Berichterstattung und unter Nennung des jeweils angegebenen Bildnachweises frei zum Abdruck.

Foto 1: Bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sind die Musiker als alleinige Gesellschafter sowohl für die künstlerische als auch für die wirtschaftliche Seite verantwortlich © Oliver Reetz

Foto 2: Albert Schmitt ist seit 1999 Geschäftsführer der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen © Julia Baier

Foto 3: Ab 2017 ist die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen das Festivalorchester des Kissinger Sommers © Deutsche Welle

Foto 4: Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen wurde 2016 von Deutschlandradio Kultur als „Orchester des Jahres“ ausgezeichnet © Julia Baier


Der Pressedienst aus dem Bundesland Bremen berichtet bereits seit Juli 2008 monatlich über Menschen und Geschichten aus dem Bundesland Bremen mit überregionaler Relevanz herausgegeben von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Der Pressedienst aus dem Bundesland Bremen arbeitet ähnlich wie ein Korrespondentenbüro. Bei den Artikeln handelt es sich nicht um Werbe- oder PR-Texte, sondern um Autorenstücke, die von Journalisten für Journalisten geschrieben werden.

Auf www.pressedienst.bremen.de gibt es alle bis August 2016 veröffentlichten Artikel. Alle aktuellen Artikel ab August 2016 finden Sie hier auf unserer Seite.

Bei Fragen schreiben Sie einfach eine E-Mail an pressedienst@bremen.de

Start-ups
21.07.2017
Der salonfähige Korn

Aus einer Schnapsidee wird ein veritables Geschäft: Gut neun Monate nach Auslieferung der ersten Flaschen zieht „Nork“ seine Kreise in ausgewählten Hamburger und Bremer Bars – und nun auch in Berlin. Der Korn kommt an.

Maritime Wirtschaft und Logistik
19.07.2017
Schwimmende Fischfabrik

Er fängt auf einer Reise bis zu 5.000 Tonnen Fisch und ist der letzte deutsche Hochseetrawler mit dem Heimathafen Bremerhaven: die „Jan Maria“. Das 125 Meter lange Schiff ist eine schwimmende Fischfabrik. Die Fangreisen führen bis vor die Küste von Afrika.

Wissenschaft
17.07.2017
Den Geheimnissen der Tiefsee auf der Spur

Das Leben am Meeresboden ist in vielen Teilen noch unerforscht. Die Bremer Geochemikerin Andrea Koschinsky geht den Geheimnissen der Tiefsee auf den Grund. Die Professorin von der Jacobs University will die Rolle der Spurenmetalle im Stoffhaushalt der Meere entschlüsseln.

Erfolgsgeschichten
14.07.2017
Wisura entwickelt dank Förderung nachhaltigen Schmierstoff

Der Bremer Schmierstoffhersteller FUCHS WISURA GmbH hat einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Schmierstoff für die Umformindustrie an den Markt gebracht. Das Projekt wurde mit Fördermitteln aus dem Forschungs- und Entwicklungsprogramm gefördert.

Erfolgsgeschichten
12.07.2017
Neu in Bremen: Unternehmen siedeln sich an der Weser an

Im vergangenen Jahr haben sich mithilfe der WFB 34 Unternehmen aus dem In- und Ausland in Bremen angesiedelt – zum Beispiel aus den Branchen Design, Automotive, Verpackungsindustrie, Offshore oder Wasserwirtschaft. Mit ihrer Entscheidung für Bremen stärken sie den Standort, erhöhen die Wirtschaftskraft, schaffen und sichern Arbeitsplätze. Fünf Beispiele.

Lebensqualität
26.06.2017
Auf den „Hunt“ gekommen: Auf den Spuren der Torfschiffer

Einst versorgten sie die Städter mit Brenntorf. Heute schippern die schwarzen Torfkähne mit den braunen Segeln mit Ausflüglern über die historischen Bremer Kanäle und Fleete. Die Touren sind nichts für Eilige. Wer mit Peter Röleke und seinem „Halbhunt“ unterwegs ist, entschleunigt automatisch.

Immobilien
22.06.2017
Unser Immobilientipp: das Lichthaus in Gröpelingen

Die passende Immobilie für das eigene Unternehmen zu finden, ist nicht leicht: bezahlbar, gute Lage und am besten noch mit dem dem gewissen Etwas. Viel Zeit kann bei der Jagd nach den perfekten Räumlichkeiten vergehen. Unser Immobilienfinder hilft Ihnen bei Suche. Unser Tipp: das Lichthaus in Gröpelingen.

Kreativwirtschaft
20.06.2017
Wandelbare Wände und farbenfrohe Fassaden – Graffitis von LuckyWalls

Die Graffiti- und Airbrush-Agentur LuckyWalls ist mit Fassadengestaltung über Bremen hinaus bekannt. Das Unternehmen hat aber noch viel mehr in petto: Die Kreativen produzieren Filme oder auch Lichtinstallationen. Und dem Gründer Peter Stöcker ist noch etwas anderes sehr wichtig.

Wissenschaft
19.06.2017
Ultraschnell mit Ultraschall zum Fischgenuss

Gefrorener Fisch, der in Rekordzeit auftaut und dazu extrem frisch schmeckt: Das Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnik und Bioverfahrenstechnik (BILB) hat ein neues Verfahren entwickelt, das beides möglich macht. Das System sorgt für Aufmerksamkeit in der Lebensmittelbranche.

Erfolgsgeschichten
16.06.2017
BritInnen in Bremen: Fiona Moore

Geplant war ein Jahr Praktikum in Bremen. Heute lebt Fiona seit 17 Jahren in der Hansestadt. Die freiberufliche Übersetzerin ist verheiratet, Mutter zweier Kinder und hat die doppelte Staatsbürgerschaft. Sie erzählt uns, warum Bremen eine Stadt zum Bleiben, Entdecken und perfekt für Familien ist.

Internationales
15.06.2017
DEME: Fokus Offshore von Bremen aus

Hohe See, Merkur oder Borkum Riffgrund 2: GeoSea ist am Bau der größten Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee beteiligt. Projekte, die aus einer Partnerschaft mit Hochtief hervorgegangen sind und die die deutsche Tochter der belgischen DEME Gruppe aus gutem Grund von Bremen aus betreut.

Wissenschaft
12.06.2017
Unkraut-Liebhaber mit Leidenschaft

Extrem-Botaniker, Pflanzenjäger: Seit seinem TV-Auftritt bei Stefan Raab sorgt der Pflanzenkenner Jürgen Feder für Aufsehen. Bundesweit bietet der Bremer „Botanik-Safaris“ an, im Frühjahr ist sein drittes Pflanzenbuch erschienen. Sein Erfolgsrezept: Botanik mit Geschichten, leidenschaftlich präsentiert.

Lebensqualität
06.06.2017
Teil des Spektakels sein: Warum es lohnt Ehrenamtler bei LA STRADA zu sein

LA STRADA - ein Festival der Straßenkünste, das jedes Jahr zehntausende Besucher nach draußen lockt. Ohne die Hilfe der vielen Freiwilligen wäre das nicht zu schaffen. Birte Schneider ist eine von ihnen und erzählt uns von ihrem ersten Mal als "Engel".

Unternehmensservice Bremen
01.06.2017
hey ju design: durch Inklusion zum Co-Designer

Kunst, Design und Menschen mit Beeinträchtigung: Für zwei junge Designer aus Bremen ist das der spannende Kern ihrer Arbeit. Gemeinsam mit Werkstatt-Mitarbeitern entwickeln und optimieren sie handwerkliche Produkte. Und sind immer wieder begeistert, auf wie viel Potenzial sie bei ihren Co-Designern stoßen.

Kreativwirtschaft
31.05.2017
Susanne von Essen: der künstlerische Kopf hinter der Breminale

Mit mehr als 200.000 Besuchern ist die Breminale eines der größten Kulturfeste im Norden – im Juli ist es zum 30. Mal wieder soweit. Die Wahlbremerin Susanne von Essen ist Kreativkopf, Ideen-Entwicklerin, Organisationstalent in einem. Fähigkeiten, die man gut für die künstlerische Leitung des Festivals gebrauchen kann.

Maritime Wirtschaft und Logistik
24.05.2017
German Dry Docks 4.0: Schiffbau mit Kurs Zukunft

Ein auf Flüssigerdgas-Antrieb umgestelltes Containerschiff und Reparaturen von Schiffen weltweit durch ein mobiles Team: Das Zeitalter der „Schifffahrt 4.0“ hat für den Werftenverbund German Dry Docks Group in Bremerhaven längst begonnen.

Lebensqualität
15.05.2017
Was die Lange Nacht der Museen für Bremen bedeutet

Was bedeutet die "Lange Nacht der Museen" für die Stadt Bremen, die Museen und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort? Wir sprachen mit Jens Joost-Krüger, der die Aktion seit 2004 für die WFB Wirtschaftsförderung Bremen begleitet.

Lebensqualität
15.05.2017
Zwischen Tradition und Moderne: Die Teestadt Bremen

Vielen kommt als erstes Kaffee in den Sinn, wenn sie an ein klassisches Heißgetränk aus Bremen denken. Doch der Handel mit Tee hat in der Hansestadt ebenso Tradition. Und auch junge Start-Ups siedeln sich gern an der Weser an.

Automotive
12.05.2017
DRÄXLMAIER: Neuer Standort für kurze Wege

Es sind nur sechs Kilometer ins nahe gelegene Kundenwerk – ein entscheidender Grund für die DRÄXLMAIER Group, ihr neues Logistikzentrum im Gewerbepark Hansalinie zu eröffnen. Für den weltweit tätigen Automobilzulieferer ist die sequenzgenaue just-in-time Anlieferung beim Kunden unverzichtbar.

Maritime Wirtschaft und Logistik
10.05.2017
Kombinierter Güterverkehr mit Roland Umschlag

Sie kommen per Schiene, Lastwagen oder mit dem Schiff: Container. Große Mengen an Stückgut werden in ihnen verschickt. Selten legt ein Container seine Reise auf nur einem Weg zurück. Er wechselt innerhalb der Transportkette sein Gefährt. Kombinierter Verkehr (KV) nennt sich dieser Umschlag von Containern. So bringt Roland Umschlag Waren über Bremen hinaus in die Welt.

Unternehmensservice Bremen
04.05.2017
„Gründen vor Ort“ – Gröpelingens unternehmerische Seite

„Gründen vor Ort“ lautet der Name des Projekts, das unternehmerische Tätigkeiten im Bremer Stadtteil Gröpelingen fördert. Seit Mai 2016 erhalten Existenzgründende und Selbstständige im Gründer-Büro Pasdocks Beratung aus erster Hand und die Möglichkeit, sich spielerisch an das eigene Unternehmen heranzutasten.

Digitalisierung / Industrie 4.0
02.05.2017
DHI WASY: Experten für Wasserwirtschaft 4.0

Von der Quelle bis zum Meer: Die Ingenieure und Softwareexperten der DHI WASY GmbH können quasi jeden Wassertropfen digitalisieren. Sie modellieren und visualisieren Wassersysteme, sei es das Abwassersystem in Aarhus oder die Strömung im Hamburger Hafen.

Lebensqualität
02.05.2017
Film Night Ride: mit dem Radkino quer durch Bremen

Der Treffpunkt steht fest, das Thema auch - die Route ist eine Überraschung. Beim Film Night Ride von BREMEN BIKE IT! geht es gewollt geheimnisvoll zu. Auf Touren quer durch die Stadt entdecken die Radler nicht nur bekannte Ecken neu, auch unbekannte Orte rücken in den filmreifen Vordergrund.

Lebensqualität
24.04.2017
Die Plattmacherin

Gesine Reichstein findet in den Platt-Nachrichten auch für schwierigere hochdeutsche Wörter das passende Gegenstück auf platt – und das bereits seit 1995. Die plattdeutschen Nachrichten bei Radio Bremen gibt es allerdings noch etwas länger: Sie feiern im Juli ihren 40. Geburtstag.

Lebensqualität
24.04.2017
Schnitzeljagd auf bremisch: Erste „Scavenger Hunt“ startet im April

Vom Sonnenuntergangstanz am Mäuseturm, einem Teddybären-Tatort mitten in der Stadt bis zum kulinarischen Meister-Menü in drei bremischen Gängen – einer ganz besonderen Schnitzeljagd können sich Bremerinnen und Bremer bei der ersten Scavenger Hunt vom 29. April bis 14. Mai 2017 stellen. Ähnlich wie bei einer Schnitzeljagd müssen dabei Teams aus bis zu fünf Personen überall im Stadtgebiet Aufgaben unterschiedlicher Art lösen.

Lebensqualität
18.04.2017
Warum ein Besuch im Rhododendron-Park Bremen ganzjährig lohnt

Wie wäre es mit einem Spaziergang durch eine Genbank? In Bremen ist das möglich. Der Rhododendron-Park in Horn-Lehe besticht durch seine Arten- und Sortenvielfalt und stellt damit die zweitgrößte Sammlung weltweit.

Start-ups
13.04.2017
Frisches ins Glas – Katharina Borgmann gibt der jungen deutschen Winzerszene mit ihrer wein.heimat eine Plattform

Existenzgründerin Katharina Borgmann hat sich 2016 in der Bremer Innenstadt im „citylab“ am Hanseatenhof mit dem Verkauf von Weinen junger Winzer selbstständig gemacht. Übrigens ist es das bundesweit einzige Geschäft für Weine der Generation Riesling.

Lebensqualität
03.04.2017
Deutscher Meister von der Weser

Cricket hat in Deutschland bislang ein Schattendasein geführt. Das ändert sich gerade. In Bremen hat eine Frau in der männerdominierten Sportart das Sagen – mit Erfolg. Ihre Herrenmannschaft wurde 2016 Deutscher Meister im Cricket.

Wissenschaft
27.03.2017
Die mitdenkende Wohnung

Eine intelligente Wohnung, die den Alltag erleichtert? Das ist im „Bremen Ambient Assisted Living Lab“ längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Teil der Forschungsarbeit. Ziel ist es, durch die mitdenkenden Wohnungen ein weitestgehend eigenständiges Leben zu ermöglichen – und das bis ins hohe Alter hinein.

Erfolgsgeschichten
17.03.2017
Häuser mit Wirkung

Was wollen wir für eine Architektur? Wie wollen wir leben, lernen, arbeiten? Diese Fragen stellen sich Feldschnieders und Kister Architekten BDA immer wieder aufs Neue. Egal, ob es sich bei dem Auftrag oder Wettbewerb um ein Feuerwehrhaus, ein Industriegebäude oder eine Schule handelt.

Internationales
16.03.2017
Farbige 3D-Bilder unter Wasser

3D-Bilder im Millimeterbereich für den industriellen Unterwasserbereich und die Tiefseeforschung - das Ziel von Gründer Jakob Schwendner ist klar gesteckt. Der erste Prototyp einer Kamera mit neuartiger Sensortechnik wird derzeit in Kanada gebaut und im April der Fachwelt auf der „Ocean Business“ in South Hampton, Großbritannien, vorgestellt. „Die ersten Bilder sehen gut aus“, zeigt sich Schwendner zufrieden.

Wissenschaft
13.03.2017
Der Ersatzpapa

Robert Rennie arbeitet und lebt an der Jacobs University Bremen. Seine Berufsbezeichnung ist vielen fremd: Er ist Resident Mentor. Es ist sein Job eine familiäre Atmosphäre zu schaffen und den Studierenden dabei zu helfen, ein Zuhause fern ihrer eigenen Heimat zu finden.

Erfolgsgeschichten
10.03.2017
KartonTech Bremen: Vom Packmitteltechnologen zum Chef

Thomas Langner hat im Gewerbepark Hansalinie den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht. Stanzen, falzen, kleben: Er bietet verschiedene Dienstleistungen für die Kartonagen- und Verpackungsindustrie – und kann etwas, was andere Anbieter nicht können.

Start-ups
03.03.2017
Auf der sicheren Seite

Der Bremer Jörg Allstädt bedient den deutschlandweiten Trend nach mehr Sicherheit. Hinter dem Namen Turtle Saferooms verbirgt sich die Idee, funktionale Schutzräume in bestehende Häuser zu konstruieren – eine Sicherheitstechnik mit hohem ästhetischem Anspruch, die an der Weser geboren wurde.

Stadtentwicklung, Gewerbeflächen, Immobilien
02.03.2017
Gastro-Tipp: Lucy´s Kitchen

Kulinarisch hat die Bremer Überseestadt einiges zu bieten. Eines der jüngeren Mitglieder im Gastroreigen des neuen Quartiers ist „Lucy´s Kitchen“ am Europahafen. – LOVEBREMEN hat´s getestet und für gut befunden.

Wissenschaft
27.02.2017
Die Zukunft der Weltmeere sichern

Die Professorin Dr. Anna-Katharina Hornidge koordiniert im Rahmen des EU-Projekts „Ocean Governance for Sustainability” die Zusammenkunft von 90 Fachleute aus 24 Nationen in Bremen. Auf dem Plan stehen große Themen, wie der Klimawandel, der Umgang mit Tiefseeressourcen, Ozeanversauerung und Fischereimanagement.

Lebensqualität
14.02.2017
We love Bremen: sieben Liebeserklärungen

Ob Wasser, Menschen oder kurze Wege: Lebensqualität wird bei uns im Norden groß geschrieben. Menschen aus verschiedenen Ländern und Städten erzählen, warum sie sich in Bremen verliebt haben.

Windenergie
14.02.2017
Bergsteiger auf hoher See

Hauptsache schwindelfrei! Die meisten der Stahlbau- und Schweißspezialisten der mh² offshore GmbH aus Bremerhaven haben eine Zusatzausbildung als Industriekletterer. Sie sind zur Stelle, wenn es selbst an der Küste gewaltige Höhen zu überwinden gibt – zum Beispiel bei Arbeiten an Offshore-Windkraftanlagen.

Kreativwirtschaft
08.02.2017
Erfolgreiches Computerspiel aus Bremen

So schön können Unfälle aussehen: Das Bremer Startup BeamNG hat ein Computerspiel entwickelt, bei dem Auto-Crashs richtig realistisch aussehen. Damit das funktioniert, braucht man unter anderem allerhand physikalisches Wissen.

Internationales
27.01.2017
Erfolge, Comebacks und Newcomer: Bremens Top-Ansiedlungen und Investitionen 2016

Das bremische Erfolgsjahr 2016 stand im Zeichen von Automotive und Stahl und hieß aufstrebende, internationale Unternehmen willkommen. Wir haben uns drei der wichtigsten Ansiedlungen und Investitionen für Sie genauer angeschaut.

Internationales
20.01.2017
Auf einen Blick: Direktinvestitionen in Bremen 2016

229 Millionen Euro haben Unternehmen 2016 in das Bundesland Bremen investiert. Woher kommen die Investoren, wie viele Arbeitsplätze haben sie geschaffen und in welchen Tätigkeitsfeldern sind sie aktiv? Mit unserer Infografik bekommen Sie den Überblick.

Wissenschaft
16.01.2017
Die Wundheilerin

Menschen mit schweren Hautverbrennungen sind durch Narben lebenslang gezeichnet. Eine Bremer Wissenschaftlerin und Ärztin erforscht ein Medikament, das die Wundheilung bei Brandverletzungen extrem verbessern soll.

Erfolgsgeschichten
13.01.2017
Als Student ein Unternehmen gründen: die Chefs von morgen an der Bremer Jacobs University

Sich mit 20 Jahren Gedanken über das eigene Unternehmen machen? An der Jacobs University werden Studierende wie Julius Schneider auf ihre Karriere als Existenzgründer vorbereitet. In Bremen treffen sie dabei auf ideale Voraussetzungen, um ihre Ideen in die Praxis umzusetzen.

Stadtentwicklung, Gewerbeflächen, Immobilien
12.01.2017
Tafeln, Tagen oder Tanzen

Von Familienfeier bis Firmentagung: In der Überseestadt Bremen gibt es die unterschiedlichsten Veranstaltungsräume für jede Gelegenheit.

Maritime Wirtschaft und Logistik
11.01.2017
Segeln auf der Bio-Welle

Vor einem Jahr hat der Prototyp einer Bio-Segeljacht bundesweit große Aufmerksamkeit erregt. Der Kleinkreuzer made in Bremen besteht hauptsächlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Inzwischen hat er einen Käufer gefunden.

Digitalisierung / Industrie 4.0
10.01.2017
Wie 3D-Druck aus Bremen die Produktionstechnologie revolutioniert

Ob Lebensmittel, technische Bauteile oder Zahnprothesen – durch die 3D-Druck-Technik können die verschiedensten Dinge erstellt werden. Das Land Bremen gilt als Hochburg für 3D-Druck – sowohl in der Produktion als auch in der Forschung. Und das schon seit 30 Jahren.

Wissenschaft
09.01.2017
Mit den Forschern zurück in die Zukunft

Tiefsee-Bohrkerne sind für Forscher wie ein offenes Geschichtsbuch. Die in Sediment und Stein abgebildete Erdgeschichte liefert auch wichtige Daten für Klimaprognosen von morgen. Zu Besuch im Internationalen Bohrkernlager in Bremen, in dem jährlich über 200 Wissenschaftler aus der ganzen Welt forschen.

Unternehmensservice Bremen
15.12.2016
Das Paradies für Angler liegt im Bremer Norden

Wattwürmer, Angelscheine, Reparaturen und alles was des Anglers Herz begehrt. Dieses in Bremen einmalige Angebot gibt es bei „Unser Anglerparadies“. Inhaber Thorsten Nitsche ist mit Hilfe des Unternehmensservice Bremen in die Selbstständigkeit gestartet.

Wissenschaft
05.12.2016
Wie eine Doktorandenschule den Logistikstandort Bremen bereichert

Bremen ist der zweitgrößte Logistikstandort Deutschlands. Logistik spielt auch in der Hochschullandschaft eine tragende Rolle. Irgendwoher müssen schließlich die Nachwuchskräfte kommen, Forschungsprojekte angeschoben und Ideen entwickelt werden. Und damit sind wir bei der International Graduate School of Dynamics in Logistics, oder kurz: IGS.

Digitalisierung / Industrie 4.0
02.12.2016
Agent of Change: Andrea Kuhfuß weiß, wie Unternehmen die Digitale Transformation gelingt

Als Innovationsmanagerin und Projektleiterin des DIGILAB Brennerei 4.0 unterstützt WFB Mitarbeiterin Andrea Kuhfuß Unternehmen dabei, Digitalisierungsprozesse zu initiieren. Dabei greift sie auf ihr Know-how aus dem Programm "Leading Digital Transformation and Innovation" des renommierten Hasso-Plattner-Instituts zurück, wie sie im Interview mit Antje Hinz erzählt