10.6.2026 - Andrea Bischoff

3 Fragen an Andreas Heyer & Oliver Rau

Über uns

Unsere Geschäftsführer Andreas Heyer und Oliver Rau blicken zurück auf das vergangene Jahr und erzählen, was sie 2026 beschäftigt.

Zwei Männer Blicken in die Kamera. Links steht Andreas Heyer, rechts daneben Oliver Rau.
V. l. n. r.: Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB, Oliver Rau, Geschäftsführer der WFB © WFB/Jan Seebeck

Sie sind im Einsatz für Bremen – warum machen Sie das?

Andreas Heyer: Weil ich sehe, was möglich ist, wenn die richtigen Dinge und die richtigen Menschen zusammenkommen – und weil ich daran mitarbeiten will. Wirtschaftsförderung heißt für mich nicht, abstrakte Rahmenbedingungen zu verwalten, sondern konkret etwas zu bewegen: Unternehmen bei Entscheidungen zu unterstützen, Projekte ins Laufen zu bringen, Menschen und Ideen miteinander zu vernetzen. Wenn aus einer ersten Anfrage ein neuer Standort wird oder aus einem Gespräch ein belastbares Vorhaben, sind das großartige Momente. Bremen hat enormes Potenzial, gerade weil hier vieles direkter, schneller und partnerschaftlicher funktioniert. Dazu beizutragen, dass daraus echte Projekte und Perspektiven entstehen, ist mein Antrieb.

Oliver Rau: Weil zwar viele schon mal gehört haben „Mehr als ein Bremer kann ein Mensch nicht werden!“, aber irgendjemand muss der Welt ja auch erklären, warum das so ist und warum es sich unbedingt lohnt, sich unsere Stadt genauer anzusehen. Deshalb sind mein Team und ich Bremen-Botschafter:innen aus voller Überzeugung und sorgen weltweit für einen professionellen Auftritt der Hansestadt als Marke – ob als Lebensmittelpunkt, als Urlaubsziel oder als Veranstaltungsort für internationale Fachmessen und -kongresse oder renommierte Sport-Events. Aber wir erzählen nicht nur, dass Bremen viel zu bieten hat, wir bauen seine Qualitäten mit vielen Aktionen und Ideen weiter aus und sorgen so für noch mehr Lebensqualität und besondere Erlebnisse.

Luftaufnahme von Bremen mit der Weser im Zentrum. Entlang des Flusses sind Grünflächen, Brücken, Gebäude und die Silhouette der Innenstadt mit ihren Kirchtürmen zu sehen.
Erfolgreiche Stadtentwicklung verbindet Menschen, Ideen und Perspektiven. Bremen lebt von starken Netzwerken, kurzen Wegen und dem gemeinsamen Anspruch, Zukunft aktiv zu gestalten. © WFB / Tobias Mittmann

Wenn Sie an das vergangene Jahr denken, fällt Ihnen als Erstes ein …?

Andreas Heyer: … dass Bremen sich in schwierigen Zeiten als Wirtschaftsstandort gut behauptet hat und wir als WFB trotz aller Widrigkeiten stolz auf stabile Ergebnisse sein können. Die weltweiten Entwicklungen und politischen Unsicherheiten sorgen dafür, dass Unternehmen eher zurückhaltend agieren. Trotzdem können wir uns für das Jahr 2025 7,83 Hektar vermarktete Fläche, daraus für Bremen Erlöse von rund 7,5 Millionen Euro und induzierte privatwirtschaftliche Investitionen in Höhe von 47,2 Millionen Euro ins Buch schreiben. Hinzu kommen 16 Neuansiedlungen, 308 gesicherte und 302 neue Arbeitsplätze. Dies und die weiter steigende Anzahl an Beratungsgesprächen zeigen, dass wir der Wirtschaft ein gutes Angebot machen, das gerne angenommen wird.

Oliver Rau: … dass wir mit mehr als 2,5 Millionen Übernachtungen zum dritten Mal in Folge einen Rekord verzeichnen, mit einem Plus von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt: Unsere Maßnahmen greifen und unterstützen die Entwicklung des Tourismus in Bremen optimal. Damit das so bleibt, haben wir intensiv an der „Tourismusstrategie Stadt Bremen 2030+“ gearbeitet und setzen damit den Rahmen für die nächsten Jahre. Tolle Erfolge waren auch Veranstaltungen mit großer Strahlkraft, die wir für den Standort begeistern konnten, wie etwa die internationale Radrennserie GFNY. Und zum Ende des Jahres natürlich: das Gemeinschaftsprojekt SPACE HUB Bremen, mit dem wir mehr als 100.000 Besucher:innen für Raumfahrt aus Bremen begeisterten.

Eine beleuchtete Wand, auf der ein Weltraummotiv abgebildet ist, darauf steht "Space made in Germany"
© WFB/Raveling

Und was erwartet uns 2026?

Andreas Heyer: Die Umstände sind wie wir alle wissen nach wie vor schwierig. Wir stellen uns entsprechend auf und richten uns weiter konsequent auf Umsetzungsstärke und Transformation aus. Wir erschließen und entwickeln Gewerbegebiete nachhaltig, unterstützen Unternehmen bei der Digitalisierung, sichern Willkommens- und Fachkräfteangebote, schärfen die Akquisitionsstrategie mit Fokus auf Erneuerbaren Energien und Wasserstoff, begleiten aktiv die Entwicklung in der Innenstadt und professionalisieren neue Branchenformate. Diese Themen bearbeiten wir nicht isoliert, sondern treiben sie schlagkräftig team- und abteilungsübergreifend sowie in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern voran.

Oliver Rau: Großes! Allem voran steht natürlich der Tag der Deutschen Einheit, dessen zentrale Feierlichkeiten in Bremen stattfinden und bei denen wir eine große Rolle bei der Planung und Umsetzung einnehmen. Parallel dazu bauen wir Tourismus- und Stadtmarketing mit dem Bremen Data Hub daten- und KI-gestützt aus, unsere erfolgreiche Kampagne „Mehr als Märchen“ wurde aktualisiert und positioniert Bremen KI-basiert als moderne Tourismusdestination und mit „BremenPay“ gehen wir einen innovativen Weg, der nachhaltiges Handeln belohnt. Und mit dem Themenjahr „PHÄNOMENAL 2026. Bremen entdecken. Wissen erleben.“ machen wir sicht- und erlebbar, was Bremen im Bereich Wissenschaft alles zu bieten hat.

Die WFB-Geschäftsführer

Andreas Heyer – Wirtschaftsexperte

... ist Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB und treibt die wirtschaftliche Entwicklung Bremens voran. Ob Unternehmensansiedlungen, Gewerbeflächen oder Transformationsprozesse – sein Geschäftsbereich arbeitet daran, den Standort zukunftsfähig aufzustellen. Dafür setzen sich der 64-Jährige und sein Team mit strategischem Blick und engem Austausch mit Wirtschaft und Politik ein.

Oliver Rau – Marketingexperte

... ist Geschäftsführer der WFB und der Kopf hinter Bremens Tourismus und Standortmarketing. Ob internationale Kampagnen oder neue Impulse für den Städtetourismus – sein Geschäftsbereich kümmert sich darum, dass Bremen sichtbar und im Gedächtnis bleibt. Mit frischen Ideen und klarem Blick für Trends bringen der 58-Jährige und sein Team Bremen auf die Karte – national wie international.

Wirtschaft, Tourismus, Innenstadt, Innovation und Zukunftsprojekte: Der Jahresbericht 2025 zeigt, wie die WFB Bremen voranbringt.

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