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Zwei-Städte-Staat in Bewegung

Vom 8. bis 10. Oktober 2018 stellt das Land Bremen auf der Immobilienfachmesse Expo Real in München aktuelle und geplante Bauprojekte vor. Besonders die Innenstädte von Bremen und Bremerhaven befinden sich im Wandel – aber auch Gewerbeflächen und zusätzlicher Wohnraum in neu erschaffenen Stadtquartieren entstehen.

Bremen/Bremerhaven, Oktober 2018. In Bremen und Bremerhaven boomt der Immobiliensektor. Ob große innerstädtische Bauprojekte, die Entwicklung neuer Wohnquartiere – wie etwa der „Überseeinsel“ in der Bremer Überseestadt, eine florierende Hafenwirtschaft, nachhaltige gewerbliche Flächen für die Green Economy in Bremerhaven oder eine wachsende Logistikbranche: Das Land Bremen bietet passende Gewerbegebiete für nahezu alle Branchen – und wird darüber hinaus mit seinen zahlreichen Neubauprojekten gleichzeitig steigenden Einwohnerzahlen gerecht. Zusätzliche Attraktivität verleihen den Schwesterstädten dabei moderate Grundstückspreise, stabile Renditen und ein dynamischer Markt.

Auf der Immobilienfachmesse Expo Real in München (8. bis 10. Oktober 2018) präsentieren Bremen und Bremerhaven ihre zukunftsweisenden Bauprojekte und ihr enormes Entwicklungspotential. Insgesamt 27 Unternehmen aus Bremen, Bremerhaven sowie der angrenzenden Stadt Achim – so viele wie noch nie zuvor – stellen auf einem rund 200 m² großen Gemeinschaftsstand (Stand-Nr. 240, Halle B2) ihre Arbeit, aktuelle Projekte, Ausschreibungen und Pläne vor.

Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Han-sestadt Bremen: „Sowohl in Bremen als auch in Bremerhaven gibt es eine gut gefüllte Entwicklungspipeline, was gewerbliche Bauprojekte angeht – ein riesiges Potential zur attraktiveren Gestaltung und Aufwertung insbesondere der Innenstädte. Hier bewegt sich etwas, deshalb möchten wir in München weitere Investoren und Projektentwickler für ein Engagement in Bremen und Bremerhaven gewinnen.“ Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Dr. Joachim Lohse, ergänzt: „In Bremen, auch in zentralen City-Lagen, entsteht derzeit und in den kommenden Jahren immer mehr Wohnraum – für Investoren, Architekten und Bauunternehmen ist die Hansestadt deshalb auch in dieser Hinsicht hochinteressant. Hier ist Platz für innovative Ideen, Projekte mit Vorbildfunktion und die Entstehung ganz neuer urbaner Quartiere in Bestlagen.“

Zugkräftige Bremer City

Besonders in der Bremer City ist allerhand in Bewegung – während für diverse Innenstadt-Projekte bereits der Startschuss gefallen ist, stehen auch in den kommenden Jahren noch viele bauliche Veränderungen an. So plant etwa der Bremer Immobilienunternehmer Kurt Zech, unter anderem Eigentümer der traditionsreichen Bremer Karstadt-Immobilie, auf dem Areal Parkhaus Mitte zwischen den 1A-Lagen Obern- und Sögestraße eine neue Einkaufspassage. Durch die Einbeziehung derzeitiger Randlagen sollen Rundläufe und Fußgängerzonen entstehen – und damit neues Potential für Einzelhandel und Gastronomie, zum Beispiel in der Knochenhauerstraße und der Carl-Ronning-Straße.

Der Lloydhof, in dem noch bis Ende 2018 das erfolgreiche Zwischennut-zungskonzept CityLab Bremen zu finden ist, wird von der Projektgesellschaft DLH Bremern GmbH umgebaut und revitalisiert.

An der beliebten Einkaufsmeile Obernstraße werden auf einer Gesamtfläche von 1.300 Quadratmetern ebenfalls zahlreiche moderne Einzelhandels- und Büroflächen in 1A-Lage geschaffen. Dafür wurde mit dem Abriss des Stammsitzes der ersten Jahre der Firma Jacobs (ab 1903) gemeinsam mit dem Nachbarhaus bereits begonnen. Bis 2020 sollen an derselben Stelle das fünfgeschossige „Johann-Jacobs-Haus“ sowie eine gestalterische Aufwertung der Großen und Kleinen Waagestraße mit den dazugehörenden Freiflächen entstehen. Das Motto für die Umgestaltung lautet: „Handlauf zur Weser“, denn die Entwicklung rund um den Jacobs-Hof soll nur der Anfang sein. Die zukünftige Umgestaltung des Kontorhauses, frühestens ab April 2020, spätestens im März 2022, wird eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des neuen Balge Quartiers durch die Hanseatische Projektentwicklung HPE und Justus Grosse mitten in der Bremer City spielen und so einen Brückenschlag von der Obernstraße bis hin zur Schlachte ermöglichen.

Und auch in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt werden wichtige Immobili-enprojekte realisiert: Während mit dem City Gate Bremen, einem Gebäudekomplex auf dem Platz zwischen Bahnhof und Hochstraße, ein attraktives und lebendiges Tor sowie eine optische Wegführung in die Bremer Innenstadt geschaffen wird, ist der internationale Lebensmittelhersteller Mondelez (früher Kraft Foods) mittlerweile in die Überseestadt gezogen und hat damit Platz gemacht für 300 Wohnungen und Büros der „WeserHöfe“.

Mit dem Umzug der Sparkassen-Zentrale in den Technologiepark der Universität stehen auch auf dem insgesamt 11.000 Quadratmeter umfassenden Sparkassen-Areal am Brill bauliche Veränderungen an: die Investorenfamilie Schapira plant hier einen Mix aus Wohnen, Arbeiten und Einkaufen – und damit einen Brückenschlag zwischen Altstadt und Stephaniviertel.

Wohnraum in Bremen 

Auch in der Überseestadt wird weiter gebaut: Hier entsteht vor allem zusätzlicher Wohnraum. Zwischen Europahafen und Weser soll auf dem ehemaligen Kellogg-Areal mit der „Überseeinsel“ ein neues, urbanes Stadtquartier mit hochwertigen innerstädtischen Wohn- und Dienstleistungsstandorten, Raum für die gewerbliche Entwicklung, neuen Bildungsinfrastrukturen und Freizeitangeboten sowie attraktiven öffentlichen Räumen für Bewohner, Beschäftigte und Besucher in bester Lage direkt an der Weser entwickelt werden. Rund 400 Wohneinheiten entstehen auch am Europahafen: Der Bremer Unternehmer Kurt Zech baut dort auf einer Gesamtfläche von 100.000 Quadratmetern ein Ensemble aus vier Gebäuden. Der ehemalige Lagerhauskomplex Schuppen 3 wird ebenfalls zu einem urbanen Stadtquartier mit rund 500 Wohnungen mit Wasserblick sowie Nutzungsmöglichkeiten für Büro, Handel und Dienstleis-tungen. Darüber hinaus entstehen in zweiter Reihe 160 öffentlich geförderte Wohnungen. Weitere 200 Mietwohnungen kommen mit der „Hafenpassage“ hinzu, einem Neubau im Rahmen des „Bündnisses für Wohnen“ und des „Sofortprogramms Wohnungsbau“ des Bremer Senats und auch in den „Überseegärten“ im Bereich der Hafenkante werden insgesamt 154 Wohnungen gebaut. Inklusives Wohnen soll dagegen auf dem knapp 7.800 Quadratmeter großen Grundstück zwischen dem Kommodore-Johnsen-Boulevard und der Herzogin-Cecilie-Allee ab voraussichtlich Ende 2019 im Projekt „BlauHaus“ möglich sein.

Ein komplett neues Wohnquartier entsteht derzeit im Herzen Bremens: Insgesamt 1.170 Wohneinheiten wird das neue Hulsberg-Viertel umfassen. Es entsteht ein urban gemischtes Wohnviertel, in dem sich Bebauung und Grünflächen, Wohnen, Arbeiten, Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie optimal ergänzen. Das anspruchsvolle Konversionsprojekt gilt aktuell als eines der größten innerstädtischen Entwicklungsstandorte.

Links der Weser und nicht minder zentral – zwischen der Habenhauser Landstraße, dem Friedhof Huckelriede und dem Werdersee gelegen, wird ein weiteres Wohngebiet entwickelt: die Gartenstadt Werdersee. Neben rund 360 Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen sind 230 öffentlich geförderte Wohnungen geplant. Das Neubaugebiet knüpft an das Konzept der historischen Tradition der Gartenstädte an – mit einem Grünanteil von 70 Prozent.

In Bremen-Osterholz soll mit dem Stiftungsdorf Ellener Hof neues urbanes, sozial-ökologisches Dorf entstehen. Dort werden 500 Wohnungen geschaf-fen. Zugleich wird das Stiftungsdorf Ellener Hof als ein weiteres Modellquartier für „Klimaschutz durch Fahrradverkehr“ geplant.

Und auch in der Vahr kündigt sich weiterer Wandel an: Auf dem Gelände der Galopprennbahn wird das nächste große Bauprojekt vorbereitet. Das Gesamtareal befindet sich im Eigentum der Stadtgemeinde Bremen. Geplant ist, dort ein neues urbanes Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungen – einschließlich Wohnbebauung – zu entwickeln. Derzeit läuft der Beteiligungsprozess für das rund 36 Hektar große Plangebiet.

Bremerhaven: Green Economy, Havenwelten und Werftquartier

Die Bremerhavener Präsentation auf der Expo Real stellt neben der Weiterentwicklung von nachhaltigen Stadtquartieren für die wachsende Einwohnerzahl das Angebot an freien Gewerbeflächen in direkter Nähe zu den Überseehäfen im Norden der Stadt in den Fokus. Mit einer Bruttofläche von etwa 300 Hektar ist insbesondere der LogIn-Port eine bedeutende internationale Waren-Drehscheibe in attraktiver Lage direkt hinter den Containerterminals. Für die zukunftsgerichtete Green Economy bietet Bremerhaven nachhaltige Gewerbeflächen: Weithin sichtbares Leuchtturmprojekt in diesem Zusammenhang soll ein nachhaltiges Gewerbegebiet sein, das derzeit im Süden der Stadt auf der sogenannten „Luneplate“ in unmittelbarer Nachbarschaft zum größten Naturschutzgebiet des Landes Bremen entsteht und ökologisch und nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen optimale Bedingungen bietet. 

Das innovative, mittlerweile abgeschlossene Entwicklungsprojekt Havenwelten wird inzwischen vielfach als Beispiel für einen gelungenen Strukturwandel am Wasser zitiert. Unter anderem durch das Entwicklungsgebiet Rudloffstraße, das sich nordöstlich angrenzend an die Havenwelten bis zum südlichsten Rand der Überseehäfen auf einer Fläche von 29 Hektar befindet, sollen die Havenwelten in Zukunft noch enger an die Stadt gebunden werden. Ein ganz neues Stadtviertel in unmittelbarer Nähe zum Wasser soll deshalb auch südlich der Havenwelten entstehen. Das geplante „Werftquartier“ umfasst die Flächen zwischen der Georgstraße im Osten und dem Fischereihafen im Westen, während sich im Zentrum die ehemalige Schichau-Seebeckwerft (SSW) an der Riedemannstraße befindet.

Der gemeinschaftliche Messeauftritt auf der Expo Real im Oktober 2018 in München wird von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH im Auftrag des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen organisiert.

Bremen-Empfang am 8. Oktober 2018 um 12:30 Uhr

Der Bremen-Empfang findet am Mittwoch, 8. Oktober 2018, um 12:30 Uhr mit Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, und dem Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz auf dem Gemeinschaftsstand (Halle B2, Stand 240) statt. 

www.wfb-bremen.de 
www.ueberseestadt-bremen.de 
www.bis-bremerhaven.de 


Die Mitaussteller:

Vom 8. bis 10. Oktober 2018 präsentieren sich 27 Mitaussteller auf dem Gemeinschaftsstand des Bundeslandes Bremen auf der Expo Real. Darunter Projektentwickler, Dienstleister, Immobilienmakler, Banken und die Wirtschaftsförderer aus Bremen und Bremerhaven.

Detailinformationen zu unseren Mitausstellern finden Sie im PDF unter "Downloads".

Pressebilder
Der Gemeinschaftsstand Bundesland Bremen auf der Expo Real 2017.
Der Gemeinschaftsstand Bundesland Bremen auf der Expo Real 2017.