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Auftakt für Wissensdurstige

Wissen im Kneipenformat „Science goes public!“ startet am 8. März 2018

Bremen, 5. März 2018. „Science goes public“ – die Veranstaltungsreihe, bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in entspannter Kneipenatmosphäre Einblick in ihre Arbeit gewähren – geht in die nächste Runde: Am Donnerstag, 8. März 2018, beschäftigen sie sich in den Bremer Lokalitäten wohnzimmer und Tequila in Bremerhaven im Findus und im Quartier No. 159 mit Ozeanen, Monsterforschung, Sprachfeinheiten und Geschmack. Beginn ist jeweils um  20.30 Uhr.

„… Und am Ende landet’s doch im Meer: Was Grundwasser mit der Verschmutzung der Ozeane zu tun hat“, damit beschäftigt sich Dr. Nils Moosdorf vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) im wohnzimmer im Bremer Viertel. Plastikmüll, Klimawandel, Ozeanversauerung: Unsere Weltmeere stehen unter enormem Druck. Bei der Verschmutzung der Ozeane fand die Rolle von Grundwasser bisher allerdings wenig Beachtung. Er erklärt, warum es im Meer auch Süßwasserquellen gibt und wie Schadstoffe auf einem unsichtbaren, aber allgegenwärtigen Weg in die Ozeane gelangen können.

Sollte der Mensch Gott spielen? Wie weit darf die Wissenschaft gehen? Haben wir angesichts von genmanipuliertem „Frankenfood“, geklonten Schafen und Maschinen mit künstlicher Intelligenz nichts dazu gelernt? Oder übertreiben fiktionale Texte maßlos, wenn sie von verrückten Vertretern der Forschung erzählen, die auf der Suche nach 'Wahrheit' ethische Grenzen überschreiten? Was hat Literatur überhaupt mit dieser Thematik zu tun? Welche Rolle spielen wir als Teil der Leserschaft? Das klärt Dr. Jennifer Henke von der Universität Bremen in ihrem Vortrag „Faszination Frankenstein – Wer ist hier das Monster?“ im Tequila in der Neustadt. Im Mittelpunkt steht Mary Shelleys Frankenstein – The Modern Prometheus (1818) – eine Geschichte, die während eines regnerischen Sommers im Rahmen eines Schreibwettbewerbs von einer Teenagerin verfasst wurde. Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Schauerromans wird die Anglistin diskutieren, wer in diesem prometheischen Mythos das eigentliche Monster ist. Oder sind es wir alle?

Im Findus in Bremerhaven dreht sich der Abend um die Frage „Kontrastive Phonetik und Phonologie – oder: Wo sind hier die Bitches?“ Stefanie Hehner von der Universität Bremen berichtet von den kleinen Unterschieden in der Aussprache, die eine große Wirkung haben können. Ihr Vortrag handelt von Akzenten, Missverständnissen und davon, was beim Sprechen eigentlich im Mund passiert.

Ebenfalls um etwas, das im Mund passiert, geht es bei „Irgendwas mit Geschmack“ im Bremerhavener Quartier No. 159. Imke Matullat vom Sensoriklabor des ttz Bremerhaven gibt Einblick in die Arbeitswelt einer Lebensmittelsensorikerin und erklärt zum Beispiel: Warum ist es überhaupt wichtig, dass wir Lebensmittel mit unseren Sinnen prüfen und was passiert dabei? Die sensorische Wahrnehmung von Lebensmitteln verläuft zwar bei allen Menschen gleich, aber trotzdem ist das Ergebnis bei jedem anders. Aber warum ist das so und wodurch wird es beeinflusst? Schmeckt die eine Cola wirklich besser als die andere und stinkt der Fisch vom Kopf?

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Science goes public“ geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis 12. April 2018 einmal die Woche Einblick in ihre Arbeit. Nächster Termin ist Donnerstag, der 15. März 20180. Das komplette Programm mit weiteren Informationen gibt es unter www.sciencegoespublic.de

Pressebilder
Flyer für die Veranstaltungsreihe
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Science goes public“ geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch bis Ende November einmal die Woche in entspannter Kneipenatmosphäre Einblick in ihre Arbeit.
Science goes public: PD. Dr. Volker Perlick vom ZARM an der Uni Bremen beim Vortrag in der Bremer Kneipe Tequila.
Wissenschaft auf dem Billardtisch: PD. Dr. Volker Perlick Zentrum für angewandte Raumfahrt­technologie und Mikro­gravitation (ZARM) an der Uni Bremen bei seinem Vortrag in der Bremer Kneipe Tequila im Herbst 2017.