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Bremen baut

In Bremen bewegt sich was – vor allem innerstädtische Bauprojekte nehmen Fahrt auf. In der citynahen Überseestadt entsteht neuer Wohnraum.

Bremen, September 2016. Bremen baut – vor allem in der City und an einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas, der Überseestadt. Auf der diesjährigen Immobilienfachmesse Expo Real in München stellen die Bremer die bevorstehenden und die kürzlich abgeschlossenen Bauprojekte vor.

„Die typische hanseatische Zurückhaltung, die wir Bremer gerne an den Tag legen, ist angesichts der Projekte auf unserer Agenda hinfällig“, so Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. „In Bremen bauen wir an zukunftsweisenden Projekten, die sowohl die City und die Überseestadt als auch unsere Gewerbegebiete nach vorne bringen.“

Die Innenstadt putzt sich heraus
Markthalle Acht, Kühne & Nagel, City Gate – einige große innerstädtische Bauprojekte werfen ihre Schatten an der Weser voraus.
Wie zahlreiche vergleichbare Städte steht auch Bremen vor der Herausforderung, die City weiterhin attraktiv zu halten und sich gegenüber den großen Shoppingcentern im Umland zu behaupten. Aktuelle Erhebungen für den Immobilienmarkt-Report Bremen 2016 zeigen eine konstante Besucherfrequenz in der Innenstadt und ein Wachstum zum Beispiel auf dem Gastronomiesektor in der City.

Ein „Shopping-Schmankerl“ in der Bremer Innenstadt hat im September 2016 eröffnet: die „Markthalle Acht“. Ein denkmalgeschütztes Gebäude aus der Neorenaissance am Domshof (hier residierte einst die Bremer Bank) wurde umgebaut und bietet Platz für Händler aus der Region, die hier ihre Erzeugnisse und Lebensmittel anbieten. Und mit „Manufactum“ zog auf knapp 1.000 Quadratemer ein „Warenhaus der guten Dinge“ ein, in dem es neben hochwertigen Alltagsgegenständen für Haus und Garten auch Lebensmittel aus traditioneller Herstellung gibt.
Ein weiteres Shoppingkonzept hat die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH jüngst im ehemaligen Lloydhof umgesetzt und eröffnet: das CityLab Bremen. Nachdem über eine neue Nutzung des Gebäudes diskutiert wurde, er sogar kurz vor dem Abriss stand, wurde hier ein Zwischennutzungskonzept zur Wiederbelebung des Standortes realisiert. Das gibt vor allem Start-ups die Möglichkeit, ihre Waren anzubieten sowie ihr Konzept als Pop-up-Store umzusetzen und zu testen.

Das Angebot im CityLab ist vielfältig und ausgefallen: individuelle Sneaker, Foto-Werkstatt mit Scrapbooking-Arbeitsplätzen, Do it yourself-Produkte, Spielwaren aus Pappe, Bekleidung, Gastronomie und vieles mehr. Das City-Lab ist bereits voll vermietet.

Neben Einzelhandelsprojekten stehen aber auch Büro- und Hotelneubauten an. Mit Kühne & Nagel erweitert und modernisiert ein Logistik-Riese seinen Standort und baut das Verwaltungsgebäude für bis zu 400 Mitarbeiter direkt an der Weser neu.

Die Bremer Landesbank hat ihren Neubau am alten Standort in der Bremer Altstadt kürzlich beendet und bezogen. Mit der Bremischen Volksbank modernisiert nur ein paar hundert Meter weiter eine zweite Bremer Bank ihren Stammsitz mit einem Volumen von 6,5 Millionen Euro.

„Die Bautätigkeit innerhalb der Bremer City ist hoch. Gewerbe, Hotelerie, Einzelhandel – wir schaffen Platz und neue Möglichkeiten zur weiteren Entwicklung der Innenstadt“, so Andreas Heyer.

Wohnungsbau in der Bremer Überseestadt
Bremen baut sich seit Anfang der 2000er Jahre ein Stück neue Stadt unweit der City: die Überseestadt Bremen. Mittlerweile leben hier bereits mehr als 700 Menschen (Stand Ende 2014) und täglich kommen über 14.500 Beschäftigte (Stand Ende 2015) hierher zu ihrem Arbeitsplatz.
Die Überseestadt entwickelt sich rasant. Jetzt stehen insbesondere zwei Wohnbauprojekte in den Startlöchern.

Mit dem Verkauf des Schuppen 3, der bisher vor allem der Warenlagerung diente, an die Überseestadt Schuppen 3 Grundbesitz GmbH fiel der Startschuss für das große Wohnbauprojekt. Mehr als 450 Wohnungen sollen voraussichtlich ab Ende 2017 auf dem Gelände entstehen. Dabei wird ein Teil des alten Schuppens erhalten und umgenutzt. Das Großprojekt umfasst ein Investitionsvolumen von etwa 160 Millionen Euro und hat eine wichtige Bedeutung für die weitere Entwicklung des Quartiers. Mit dem Schuppen 3 ging nämlich eines der letzten alten Hafen-Gebäude „über den Ladentisch“.

In den Startlöchern steht die Ausschreibung für Wohnbebauung im Kaffeequartier. Voraussichtlich Anfang 2017 schreibt die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH drei nebeneinander liegende Grundstücke mit einer Größe von insgesamt rund 15.000 Quadratmetern in der vorderen Überseestadt aus. Das Areal ist als Mischgebiet gekennzeichnet, aber mit einem überwiegenden Anteil an Wohnbebauung. Die Randflächen dienen der sogenannten Riegelbebauung zu Lärmschutzgründen. Für alle weiteren Flächen auf dem Areal ist eine geschlossene Bauweise mit „Bremer Häusern“ für mittlere bis kleine Haushalte vorgesehen.
Die Ausschreibungsunterlagen veröffentlichen die Wirtschaftsförderer unter anderem auf der WFB-Website im Menüpunkt "Ausschreibungen".

Bauen für Branchen
Bremen baut auf und für Logistik. – Deshalb stehen unter anderem Erweiterungen des Gewerbeparks Hansalinie und des Güterverkehrszentrums Bremen (GVZ) an.
Mit der Vergrößerung der Hansalinie direkt an der A1 um zusätzliche 50 Hektar stärkt die Hansestadt vor allem den Automotive-Standort Bremen und schafft weiteren Platz für Zulieferer unter anderem für das nahe gelegene und weltweit größte Mercedes-Benz Werk. „Die Nachfrage nach Flächen an diesem Standort ist groß. Die Infrastruktur ist optimal für Zulieferbetriebe aber auch für Unternehmen logistiknaher Branchen. Die ersten Flächen im neuen Abschnitt des Gewerbeparks stellen wir Ende 2016 zur Verfügung“, so Andreas Heyer.

Für die Luft- und Raumfahrtindustrie treibt die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH den Neubau des EcoMaT voran. Im „Center for Eco-efficient Materials & Technologies” sollen nahe des Bremer Airports neue Technologien für den Leichtbau entwickelt werden. Hauptmieter des Gebäudes ist Airbus. EcoMaT ist ein zentrales wirtschaftspolitisches Vorhaben des Landes Bremen mit hoher Bedeutung für den Standort – auch über die Luftfahrt hinaus. 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Wirtschaft und Wissenschaft werden ab Ende 2018 im EcoMaT auf rund 22.000 Quadratmeter unter einem Dach zusammenarbeiten. 58 Millionen Euro beträgt die Investition in das Projekt, das sich ohne staatliche Subvention trägt und über die Vermietung refinanziert wird.

Pressekontakte:
Juliane Scholz
WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH
Tel: +49 (0)421 96 00 128
juliane.scholz@wfb-bremen.de

Yvonne Paeßler
textpr+
Tel.: +49 (0)421 56 517 24
paessler@textpr.com

Pressebilder
EXPO REAL 2015 Model Bahnhof Vorderseite
Das City Gate Bremen im Model auf der 18. EXPO REAL in München auf dem Bremer Gemeinschaftsstand.
EXPO REAL 2016 Model City Gate Rückseite
Das City Gate am Bremer Hauptbahnhof. Model des Bauvorhabens mit Sicht auf die Straßenbahnhaltestellen.