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Kleines Kraftpaket „TransKon"

Projektpartner entwickeln neuartigen Generator mit Vorteilen für die Windenergiebranche

Windenergieanlagen müssen vielfältige Anforderungen erfüllen: Möglichst hohe Kraftdichten und Drehmomente, optimale Wirkungsgrade und eine regulierte Netzeinspeisung. Dabei spielen das Gewicht und Volumen des im Turm installierten Generatorsystems eine entscheidende Rolle. An diesem Punkt haben die Bremer Lloyd Dynamowerke (LDW), das Institut für elektrische Antriebe, Leistungselektronik und Bauelemente (IALB) an der Universität Bremen sowie das Bremer Centrum für Mechatronik (BCM) angesetzt und ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. Der technologische Durchbruch gelang mit Hilfe der Transversalflusstechnologie und ein kleines 8.700 Newtonmeter-Kraftpaket mit dem Namen „TransKon“ wurde entwickelt. Das für einen 50 Kilowatt-Generator große Antriebsmoment von 8.700 Newtonmeter ermöglicht in Windenergieanlagen den Direktantrieb, so dass ein Getriebe mit umweltgefährdendem Öl nicht mehr erforderlich ist. Das Projekt wurde von den Wirtschaftsförderern der BIG mit Mitteln des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa gefördert. Der neuartige Transversalflussgenerator ist vor allem für die Windenergiebranche von großem Vorteil. Gegenüber herkömmlichen Generatorsystemen können Transversalflussgeneratoren bei gleichem Antriebsmoment und gleicher Leistung bis zu 75 Prozent Gewicht einsparen. Vor allem im Offshore-Bereich sehen die Entwickler deshalb großes Potenzial für den kleinen Generator. Das Gewicht eines direkt angetriebenen fünf Megawatt-Generators könnte auf 70 Tonnen reduziert werden. Der Durchschnittswert lag bislang bei gut 300 Tonnen. Nach erfolgreichem Abschluss eines Pilotprojektes wollen LDW und IALB weiterhin kooperieren. Erste Nachfragen aus der Industrie untermauern einen Bedarf an neuartigen Generatortypen.