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Endspurt für Umbauarbeiten am Europahafen

Uferpromenaden und Treppenanlage nehmen Gestalt an – Parkanlage als grüner Verbindungsstreifen
Breite Uferpromenaden, die zum Flanieren einladen, eine großzügige Treppenanlage am Kopf des Hafenbeckens und eine Parkanlage als grüner Verbindungsstreifen zur Lloydstraße– so sieht es schon bald am Europahafen in der Bremer Überseestadt aus. Seit dem Sommer 2007 wird das Areal im Auftrag des Senators für Wirtschaft und Häfen zu einer zentralen maritimen Meile ausgebaut. In diesen Tagen treten die Bauarbeiten in die Endphase ein: Die neuen breiten Promenaden werden mit Natursteinen und Betonplatten angelegt. Die Spundwand zur Höhensicherung zwischen der oberen und unteren Promenade erhält eine Verkleidung aus Betonelementen und am Kopf des Hafenbeckens nimmt eine ca. 85 Meter breite und drei Meter hohe Treppenanlage Gestalt an. Des Weiteren entsteht als Verbindung zwischen Europahafen und Lloydstraße eine knapp 500 Meter lange und 35 Meter breite Parkanlage mit rund 600 Bäumen. Bis zum Mai 2009 sollen die wesentlichen Baumaßnahmen rund um den Europahafen abgeschlossen sein. Sie werden nach den Plänen des Schweizer Büros Vogt Landschaftsarchitekten ausgeführt, das 2007 als Sieger aus einem europaweiten Gestaltungswettbewerb für die Anlage der Freiflächen am Europahafen hervorgegangen war. Für die Umsetzung und Koordinierung der Umbaumaßnahmen zeichnen die Wirtschaftsförderer der Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG) verantwortlich. Zunächst hatte die BIG im Sommer 2007 damit begonnen, die alten Kajen am Nord- und am Südufer des Europahafens mit rund 360.000 Kubikmeter Sand anzuschütten, um sie zu stabilisieren. In den vergangenen Monaten wurden dann auf der Nordseite des Hafenbeckens neue Spundwände in die Erde getrieben und das Erdreich zwischen der alten Kaje an der Uferkante und den neuen Spundwänden abgetragen. Die Uferbereiche am Europahafen wurden dabei auf knapp 400 Metern Länge um bis zu drei Meter abgesenkt. Im Ergebnis sind acht Meter breite Promenaden auf beiden Uferseiten entstanden. Dafür wurden insgesamt rund 16.000 Kubikmeter Erde bewegt und 450 Tonnen Stahl für die neuen Spundwände verbaut. Mit der Umgestaltung der Kajen im Europahafen wird nicht nur eine Verlängerung ihrer Lebenszeit erreicht, sondern durch das Absenken der Promenade am Wasser wird diese für Besucher und Anlieger attraktiver gemacht. Für die komplette Neuordnung des Kopfbereichs im Europahafen wurden im November 2006 durch die Wirtschaftsförderungsausschüsse Mittel in Höhe von 13,3 Mio. Euro und für die zentrale Grünachse 2,1 Mio. Euro bewilligt.
Die Bremer Flaniermeile „Schlachte“ wächst bis in die Überseestadt
Am 18. Mai 2009 ist es soweit: Die ersten Fußgänger und Radfahrer können auf der Bremer „Schlachte“ bis zur Überseestadt flanieren und radeln. Die „Schlachte“ verbindet dann wasserseitig die Bremer Innenstadt mit der Überseestadt.Die etwa 250 Meter lange und zehn Meter breite gepflasterte Promenade reicht von der Stephanibrücke zur Lloydstraße. Neben einer großzügigen Treppenanlage, die nahezu in das ehemalige Hafenbecken hineinreicht, entstehen auch eine terrassenförmig angelegte Grünfläche sowie ein Anlegeplatz für Kreuzfahrtschiffe, die für Tagesfahrten nach Bremen kommen und in der Überseestadt festmachen können.Das gesamte Areal nahe des „Weser Quartiers“ (hier entsteht unter anderem der „Weser Tower“) wurde nach den Plänen des Schweizer Büros Vogt Landschaftsarchitekten gestaltet.
Neue Parkanlage verbindet Kaffeequartier und Europahafen
Die ersten Bäume sind bereits gepflanzt, die Rasensaat und die Sitzbänke bestellt. – Im Mai 2009 schließt die BIG Bremen die Arbeiten an der Parkanlage zwischen dem Kaffeequartier und dem Europahafen weitestgehend ab. Rund 600 Bäume säumen die 500 Meter lange und 35 Meter breite Parkanlage – pünktlich zum Kirchentag Ende Mai. Direkt nach dem Kirchentag wird auch der Rasen für den Mittelstreifen ausgesät, um Beschädigungen im Vorfeld zu vermeiden. Die dunkle Wegedecke in der Parkanlage ähnelt denen im Bremer Bürgerpark. Das Material hat sich hier gut bewährt und wurde deswegen von den verantwortlichen Landschaftsarchitekten Vogt gewählt. Bei der Wegedecke handelt es sich dabei um ein Granulat, das Regenwasser versickern lässt und zudem Flüssigkeit gut speichert. Dadurch wird das Wachstum der Bäume optimal gefördert.