+49 (0) 421 9600-10

Land Bremen auf der Expo Real

Bremen und Bremerhaven präsentieren sich mit 24 Ausstellern und einem Gemeinschaftsstand auf der Expo Real, Europas größter Fachmesse für Gewerbeimmobilien. Neben Grundstücksausschreibungen in der Überseestadt und dem Technologiepark wartet Bremen mit zwei Großprojekten in zentraler Citylage auf. Die Schwesterstadt Bremerhaven setzt auf „offshore“ und punktet mit dem Bau des Offshore Terminals Bremerhaven und Entwicklungsflächen für die Logistikbranche.

24 Aussteller präsentieren sich vom 8. bis 10. Oktober 2012 auf dem Bremer Gemeinschaftsstand auf der Expo Real (Stand-Nr. B2.240) in München – so viele Unternehmen wie nie zuvor. In diesem Jahr trumpfen die Schwesterstädte Bremen und Bremerhaven mit großer Projektvielfalt für Industrie, Handel und Wohnen auf. So werden in der Stadt Bremen in den nächsten Monaten zwei stadtbildprägende Neubauten in exponierter Citylage gestartet. Auf dem Bahnhofsvorplatz entsteht ein Gebäudekomplex mit vielfältigem Nutzungsmix, die Bremer Landesbank errichtet im historischen Stadtkern eine moderne Unternehmenszentrale. In Bremerhaven wird intensiv die Realisierung des Offshore Terminals Bremerhaven vorangetrieben.

„Bremen punktet mit einer geografisch äußerst interessanten Lage und einer im Bundesvergleich außerordentlich niedrigen Leerstandsquote. Wir bieten für viele Branchen attraktive Gewerbeflächen und beste Rahmenbedingungen, um sich in der Region zu entwickeln, zum Beispiel für die Offshore-Branche und Dienstleister aus der Logistik, Forschung und Hochtechnologie“, sagt Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen.

„Die Expo Real ist für uns eine wichtige Plattform, um die Standortqualitäten von Bremen und Bremerhaven zu präsentieren und mit ansiedlungsinteressierten Unternehmen, Projektentwicklern und Investoren ins Gespräch zu kommen“, betont Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, die den Messeauftritt im Auftrag des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen organisiert.

Freie Flächen in Überseestadt und Technologiepark Bremen

Die Überseestadt Bremen ist mit rund 300 Hektar Fläche eines der größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte Europas. Auf dem Gelände der ehemaligen stadtbremischen Häfen ist binnen weniger Jahre eine architektonisch attraktive Mischung aus restaurierten, historischen Speichergebäuden, aus kernsanierten und umgebauten Schuppen sowie modernen Wohnneubauten entstanden. Für die Entwicklung und Vermarktung der Überseestadt zeichnet die WFB Wirtschaftsförderung Bremen verantwortlich.

Eine interessante und außergewöhnliche Bestandsimmobilie, der Schuppen 3 am Europahafen, steht für eine Umnutzung bereit. Die Ausschreibung für das rund 400 Meter lange und fast 60 Meter breite Lagergebäude in 1A-Lage direkt am Wasser wird von der WFB derzeit vorbereitet. Die Ausschreibung beinhaltet, dass die Nutzungsstruktur des Europahafens (Dienstleistung, Freizeit, Wohnen) aufgenommen und das Objekt um Neubauelemente erweitert werden soll. Welche Potenziale der Umbau eines solchen Gebäudetypus bietet, zeigt der benachbarte „Schuppen Eins“. Hier ist unter anderem Bremens größtes Restaurant eingezogen, im Obergeschoss entstehen bis Anfang 2013 Büroflächen sowie Luxus-Wohnlofts mit Autoaufzug und PKW-Stellplätzen neben der Wohnungstür. Mit „Werder Sports“ komplettiert demnächst eines der größten Fitness-Center der Hansestadt das Konzept.

Ein weiteres Areal in der Überseestadt, das aufgrund seiner begehrten Lage für eine wohnungswirtschaftliche Nutzung vorgesehen ist, steht ebenfalls zum Verkauf. Auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Gelände, gelegen an der Schnittstelle von Kaffeequartier und Europahafen, ist ein städtebaulicher Mix aus Reihenhaustypologien, Geschosswohnungsbau, Lofts und Ladenflächen geplant. Vorstellbar sind beispielsweise Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mischformen aus Wohnen und Dienstleistungen in insgesamt 60 Stadthäusern.

Im 170 Hektar umfassenden Technologiepark Bremen arbeiten Wirtschaft und Wissenschaft in innovativer Nachbarschaft Hand in Hand. In unmittelbarer Nähe zur Universität Bremen, Studentenwohnheimen und Campus Park bietet sich eine Investitions- und Entwicklungsmöglichkeit auf circa 7.000 Quadratmetern. Hierfür ist eine gewerbliche Mischnutzung vorgesehen, bei der im Erdgeschoss Einzelhandel und Dienstleistungen umgesetzt werden können

Vertiefende Informationen zu den anstehenden Ausschreibungen können unter www.wfb-bremen.de abgerufen werden.

Herausragende Neubauvorhaben in der Bremer City

Bereits Anfang des Jahres verkaufte die Stadt Bremen über die WFB eine rund 5.600 Quadratmeter große Freifläche auf dem hochfrequentierten Bahnhofsvorplatz. Hier entsteht ein zweiteiliger Gebäudekomplex mit einem Nutzungsmix aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistung, Hotelbetrieb und Gesundheitszentrum. Die beiden je sieben Stockwerke hohen Gebäude trennt ein öffentlicher Fußweg. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen Bahnhof und der Bremer City. Geplant wird der Neubau mit großzügig geschnittenen Flächen und Fensterfronten sowie einer hochwertigen Natursteinfassade vom Architekturbüro Max Dudler Zürich/Berlin. Die Bauzeit ist auf zwei bis zweieinhalb Jahre angesetzt, voraussichtlich Ende 2014 können die ersten Pächter einziehen.

Ein weiteres Bauprojekt in der Bremer City realisiert derzeit die Bremer Landesbank. Unter dem Motto „Mehr Raum für Zukunft“ entsteht auf dem Domshof eines der größten innerstädtischen Bauprojekte Bremens seit langer Zeit. In direkter Nachbarschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe, dem Bremer Rathaus und dem Roland, schafft die Bremer Landesbank hier auf 24.000 Quadratmetern einen baulichen Spagat zwischen Tradition und Moderne. In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde wurde der Neubau so konzipiert, dass er sich harmonisch in das historische Umfeld einfügt. Vom jetzigen Stammhaus bleibt lediglich die denkmalgeschützte Fassade erhalten, der dahinterliegende Gebäudeteil wird vollständig entkernt. Der Neubau-Entwurf stammt vom Londoner Architekturbüro Caruso St. John Architects.

Bremerhaven: Offshore-Windenergie sorgt für Rückenwind auf dem Immobilienmarkt

Bremerhaven hat sich in den vergangenen Jahren international als Standort für die Offshore-Windenergie-Branche etabliert. Diese Stellung will die Seestadt weiter festigen und auch im Wohnimmobilien-Segment vom Fachkräftezuzug profitieren. Die Bedeutung Bremerhavens als „Heimathafen für Offshore-Windenergie“ unterstreicht das größte Hafenbauprojekt im Land Bremen: das Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB). Hier sollen ab 2014/15 Windenergie-Anlagen direkt ab Werk auf Seeschiffe mit bis zu 10,50 Meter Tiefgang verladen werden. Die moderne Schwerlast-, Montage- und Umschlagsanlage mit dahinter liegenden Flächen schafft weitere Kapazitäten für die bereits ansässigen Unternehmen – aber auch für Neuansiedelungen.

Auch am „Neuen Hafen“ nahe des Stadtzentrums spielt Offshore-Windenergie eine bedeutende Rolle: Mit dem „Oceon“ entsteht hier auf 5.500 Quadratmeter in privilegierter Lage ein Zentrum, das Unternehmen aus der Windkraft-Branche exklusive Büros und Investmentoptionen bietet.

Logistikflächen: Eine internationale Drehscheibe für den Warenverkehr vor der Tür

Die Überseehäfen im Norden Bremerhavens sind das Herz der Hafenwirtschaft – nicht nur im Lande Bremen. Die Flächen sind begehrt – die Hafenlage verschafft den ansässigen Logistik-Unternehmen deutliche Zeit- und Kostenersparnisse. Im „LogInPort“, einem ca. 270 Hektar großen Gewerbegebiet speziell für Logistik, Industrie und hafennahe Dienstleistungen direkt hinter den Containerterminals, sind bereits namhafte Unternehmen sesshaft, zum Beispiel die Schnellecke Group, die Comet Feuerwerk GmbH und die Benthien Gruppe. Weitere Flächen werden von der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH vermarktet, die Ansprechpartner für alle Fragen rund um Ansiedelung, Neubau und Erschließung ist. BIS-Geschäftsführer Nils Schnorrenberger ist überzeugt: „Moderne, nach ökologischen Gesichtspunkten gebaute, energieeffiziente Hallenflächen, unmittelbare Seehafennähe, Schiffsverkehr in alle Welt, trimodale Anbindung und eine ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur ins Hinterland – das sind die wichtigsten Standortargumente für den LogInPort Bremerhaven.“

Erfolgskonzept „Havenwelten“ wächst weiter

Von der Hafenlage konnte die Seestadt in den vergangenen Jahren zunehmend auch touristisch profitieren: Die „Havenwelten“ sind Bremerhavens touristisches Megaprojekt, das kurz vor der Komplettierung steht und zum Besuchermagneten geworden ist. So ist zum Beispiel das viel prämierte Deutsche Auswandererhaus so gut frequentiert, dass es baulich bereits erweitern musste. Direkt nebenan ist das „Hotel New York“ geplant, das thematisch ans Konzept des Deutschen Auswandererhauses anschließen soll und für rund 120 Übernachtungsgästen Platz bieten wird.