+49 (0) 421 9600-10

„Die Welt schaut auf uns“

Experten-Treffen in Bremen zum Thema Onshore-Windenergie
Windenergie ist ein globales Thema, bei dem der Nordwesten Deutschlands vorne mitspielt – sofern bundesweit alle Beteiligten das gemeinsame Ziel der Energiewende im Blick behalten.^
 
Bremen, 6. November 2013. Chance oder Risiko? Realistisch oder utopisch? Wie gut sind die Windenergiebranche und insbesondere der Onshore-Bereich tatsächlich aufgestellt, um die Ziele der Energiewende zu erreichen? Das war eine der Fragen, die beim „i2b meet-up“ am (gestrigen) Dienstag (5. November 2013) im WerderSports in der Bremer Überseestadt mit mehr als 300 Gästen diskutiert wurden. Eine Antwort lautete: Das Know-how ist da, das Potenzial ist groß, die ersten Schritte sind gemacht – aber nun müssen auch alle Beteiligten an einem Strang ziehen, Themen wie CO2-Einsparung und Nachhaltigkeit wieder in den Fokus nehmen und sich nicht auf langwierige Diskussionen etwa um die Erhöhung der EEG-Umlage um einen Cent einlassen.
 
Bundesweit wurden bislang insgesamt mehr als 23.000 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 31 Gigawatt installiert. Nach Angaben des Bundesverbandes WindEnergie haben die Erneuerbaren Energien beim Stromverbrauch aktuell einen Marktanteil von 25 Prozent, fast zehn Prozent beträgt allein der Anteil des Windstroms. „Die Rahmenbedingungen für die Windenergiebranche sind in Deutschland geradezu paradiesisch im Vergleich zu anderen Ländern“, sagt Dr. Klaus Meier, Aufsichtsratsvorsitzender und Gründer der wpd AG. „Hier gibt es verlässliche Bedingungen für alle und keine Korruption.“ Die wpd AG hat bislang in mehr als 20 Ländern Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 2,2 Gigawatt installiert. Die Onshore-Windparks haben eine Größe von bis zu 120 Anlagen.
 
„Onshore-Windenergie ist ein globaler Trend, allein in China werden jedes Jahr Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 17 Gigawatt neu installiert. Deutschland ist führend auf dem Gebiet, es kommen viele Fragen auch zu Netzen und Speicherung aus dem Ausland – und unsere Region hat die Antworten darauf“, sagt Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur e.V. (WAB). Die WAB ist das Netzwerk von mehr als 350 Unternehmen und Instituten der Windenergiebranche in der Nordwestregion und bundesweit.
 
Deutschlandweit arbeiten rund 120.000 Menschen in der Windenergiebranche, im Land Bremen sind es etwa 4.500 Beschäftigte. Hans-Heinrich Albertsen, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes WindEnergie, sieht die Zukunft der Windenergie nicht ganz risikolos. „Vielleicht wird es nicht so funktionieren, wie wir uns das heute vorstellen. Aber was hält uns davon ab? Die Welt schaut auf uns und in dem Bereich haben wir die Möglichkeit, die Nummer 1 im Export zu werden.“ Aktuell liegt der Exportanteil bei 67 Prozent.
 
Dirk Briese ist Geschäftsführer der trend:research GmbH, einem der führenden Marktforschungsinstitute der Energiewirtschaft. Mit der Marke wind:research werden Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich Windenergie gebündelt. Briese fordert eine klare Fokussierung auf die wesentlichen Ziele. „Aktuell hat sich die Politik das Thema EEG-Umlage und Strompreisbremse gesucht. Aber wir reden da über Mehrkosten pro Haushalt von vielleicht 60 Euro. Das ist für manche nicht wenig – aber es geht doch letztendlich darum, dass wir alle einen Beitrag dazu leisten, die Energiewende zu schaffen, CO2 einzusparen und eine nachhaltige Stromversorgung zu sichern.“
 
Vor diesem Hintergrund Bremer Unternehmen nachhaltig zu stärken und weitere Arbeitsplätze zu schaffen, darauf setzt auch die Wirtschaftsförderung Bremen. „Das Land Bremen spielt bei der Windenergie ganz vorne mit, Offshore wie Onshore. In Bremen haben wir viele Unternehmen aus den Bereichen Planung, Finanzierung, Produktion, Installation, Betrieb und Wartung von Windenergieanlagen sowie zahlreiche Forschungseinrichtungen. Dieses Potential gilt es zu nutzen“, sagt Dieter Voß, Clustermanager Windenergie bei der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.
 
Apropos Betrieb: Szilvia Szekeres, Leitung Projektentwicklung Wind bei der jüngst gegründeten EWE Erneuerbare Energien GmbH, stellte bei der von Heike Winkler (Areva Wind GmbH) moderierten i2b-Veranstaltung nicht nur ihr Unternehmen, sondern auch Möglichkeiten zum gemeinsamen Anlagenbetrieb von Energieerzeuger und Kommune vor. Noch so ein Baustein auf dem Weg zur Energiewende.
Presse-Kontakt: Torsten Haar, Pressesprecher und Leiter Unternehmenskommunikation, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Telefon 0421- 96 00 128, torsten.haar@wfb-bremen.de
Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH ist im Auftrag der Freien Hansestadt Bremen für die Entwicklung, Stärkung und Vermarktung des Wirtschafts-, Messe- und Veranstaltungsstandortes Bremen zuständig. Ihr vorrangiges Ziel ist es, mit ihren Dienstleistungen und Angeboten zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Bremen beizutragen und der bremischen Wirtschaft gute Rahmenbedingungen für den unternehmerischen Erfolg zu bieten. Weitere Informationen: www.wfb-bremen.de.