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Unkonventionelle Lösungen für die Wirtschaft

Abschlussveranstaltung der BRENNEREI-Stipendiaten
Bremen, 19. September 2014. Wenn gestandene Experten aus verschiedenen Branchen auf kreative Köpfe mit unterschiedlichen Schwerpunkten treffen, dann können durch neue Blickwinkel und Impulse völlig neue Wege entstehen, Probleme und Aufgaben aus der Wirtschaft anzugehen. Auf diesem Prinzip baut das Stipendiatenprogramm der BRENNEREI next generation lab auf – 2014 hat sich zum zweiten Mal ein internationales Team sechs Monate lang mit zwei konkreten Projekten beschäftigt. Die Erfahrungen und Ergebnisse wurden am Donnerstag, 18. September 2014, im Rahmen der Abschlussveranstaltung LAB 2014 in der Alten Schnapsfabrik in der Bremer Neustadt präsentiert.
„Acht junge Menschen haben die Chance genutzt, sich im Rahmen realer Projekte zu professionalisieren. Gleichzeitig profitierten die Projektpartner von den unkonventionellen Ideen und dem kreativen Know-how der Stipendiaten“, so das Fazit von Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, die für das Stipendiatenprogramm verantwortlich ist.
Die Projektpartner in diesem Jahr waren das Standortmarketing der WFB, vertreten durch Jens Jost-Krüger und Tessa Heyde mit dem Projekt „Bremen bike it!“, bei dem sich alles um das Thema Radfahren in Bremen dreht. Die Firma consider it GmbH, vertreten durch Christopher Nigischer, der sich gemeinsam mit Netzwerkpartnern mit dem hochaktuellen Thema Produktrückrufe befasst, war zweiter Partner. Als fachliche Leiter begleiteten Tammo F. Bruns, Managing Director der kleiner und bold GmbH, sowie Axel Watzke, Partner in der Agentur anschlaege.de, die einzelnen Projekte.
„In Sachen bike it! ist beispielsweise eine Ideensammlung entstanden, die nicht nur zu mehr Komfort, Sicherheit und Flexibilität im Alltag der Radfahrer in Bremen beiträgt, sondern die Kommunikation fördert. Unser Team hat mit ‘Pulsrada‘ außerdem ein Veranstaltungsformat entwickelt, das engagierte Protagonisten aus der Fahrradszene zur aktiven und nachhaltigen Vernetzung aktiviert“, erläuterte Anne Havliza, Innovationsmanagerin Kreativwirtschaft bei der WFB, die bis zum 15. August gemeinsam mit Andrea Kuhfuß das BRENNEREI next generation lab leitete.
In Zusammenarbeit mit der consider it GmbH entwickelte das Team ein Konzept zur Verbesserung der digitalen Kommunikation zwischen Unternehmen und Konsumenten im Falle eines Produktrückrufes. „Es gilt, die Verbraucher für die Komplexität von Produktrückrufen zu sensibilisieren, sie aufzuklären und eine zentrale Plattform für Produzenten und Konsumenten zu schaffen, auf der ein gegenseitiger produktiver Austausch stattfindet“, hielt Chris Spatschek, einer von drei Kommunikationsdesignern im Team, fest. 
Die Stipendiaten aus den Bereichen Architektur, Kommunikationsdesign, Urban Design, Produktdesign und digitale Medien wurden im Februar von einer Fachjury ausgewählt. Die Wirtschaftförderung kooperiert bei der Umsetzung des Programms mit der Universität Bremen, der Hochschule Bremen, der Hochschule für Künste sowie mit dem Verein bremen digitalmedia. Unterstützt wurde das Team außerdem durch das Fablab Bremen e.V. bei der Produktion von Prototypen, die im 3D-Druck und Lasercut-Verfahren hergestellt wurden.
„Auch im nächsten Durchgang wird das Teilnehmerfeld wieder international besetzt sein“, so Andrea Kuhfuß. „Die neuen Teammitglieder im Think Tank Brennerei starten voraussichtlich im Frühling 2015. Die Laufzeit des Stipendiums beträgt sechs Monate und ist mit 1.000 Euro pro Teilnehmenden monatlich dotiert.“
Ziel des Stipendiums ist es, junge Nachwuchskräfte im Rahmen realer Projekte zu professionalisieren, kreatives Know-how in die Wirtschaft zu tragen und Unternehmen mit potenziellen, hoch qualifizierten Mitarbeitern in Kontakt zu bringen. Damit leistet das BRENNEREI next generation lab unter anderem einen Beitrag zur Lösung der Fachkräfteproblematik. Ein weiterer Fokus ist die transnationale Zusammenarbeit mit Teilnehmenden aus der Türkei, den USA und China sowie aus Europäischen Partnerländern. Mit diesen Aktivitäten sollen der internationale Austausch gefördert, neue Fachkräfte nach Bremen geholt und die Kompetenzen der Bremischen Unternehmen nach außen kommuniziert werden. Außerdem finden in der BRENNEREI Innovationswerkstätten und Innovationsforen mit dem Schwerpunkt Wissens- und Technologietransfer für die Öffentlichkeit statt. Ein Konzept, das international Anerkennung findet: Die BRENNEREI gewann den deutschen Vorentscheid für die European Enterprise Promotion Awards 2014 in der Kategorie „Investitionen in Unternehmenskompetenzen“ und steht nun neben 21 europäischen Projekten auf der Shortlist für das Finale. Der Overall Winner wird Anfang Oktober in Neapel nominiert.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.brennerei-lab.de.
Die Stipendiaten im Überblick: 
Architektur/Urban Design:
Katrin Hovy, Hafencity Universität Hamburg 
Franziska Meichelböck, Hafencity Universität Hamburg 
Digitale Medien:
Jennifer Paul, Bremen 
Steven Wong, Bremen
Design/Kommunikationsdesign:
Franziska Bock, Hochschule für Gestaltung Offenbach 
Chris Spatschek, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe 
Andre May, Kunsthochschule Kassel 
Marco Agosta, Politecnico Milano
Bildunterschriften:
Team und Projektpartner freuten sich über den erfolgreichen Abschluss des diesjährigen Stipendiatenprogramms. Die nächste Rund folgt voraussichtlich im Frühjahr 2015. 
Während des Abends hatten die Gäste die Gelegenheit, Einblick in die Projekte zu nehmen, an denen in den vergangenen sechs Monaten gearbeitet wurde. Einen Schwerpunkt bildete das Thema "Produktrückrufe".
Bildquelle: Jan Rathke/WFB
Pressebilder
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