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Basis-Presseinformationen: Überseestadt Bremen

Überseestadt Bremen: Neues Leben im alten Hafen

Bremen, Juni 2018. Seit Anfang der 2000er Jahre entsteht im Westen der Hansestadt Bremen die Überseestadt. Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH führt im Auftrag des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen durch, vermarktet Gewerbe- und Wohngrundstücke, begleitet Unternehmen bei der Ansiedlung und unterstützt die unterschiedlichen Akteure in der Überseestadt dabei, diesen neuen Ortsteil mit Leben zu füllen.

Die Überseestadt Bremen befindet sich genau dort, wo früher die großen Frachter aus Übersee anlegten, beladen und gelöscht wurden – Ende der 1980er Jahre mussten der Europahafen und der Überseehafen den modernen Entwicklungen der Containerschifffahrt jedoch Tribut zollen: Rund um die Hafenbecken häuften sich die Leerstände. Im Jahr 2003 beschloss der Bremer Senat den Masterplan zur Umstrukturierung der alten Hafenreviere rechts der Weser. Er sah vor, das Gebiet für städtisches Leben und Gewerbe zurückzugewinnen und einen ganz neuen Ortsteil entstehen zu lassen: die Überseestadt. Bis heute gründen alle Entwicklungen auf diesen Masterplan.

Eines der größten städtebaulichen Projekte Europas

Das Projekt reiht sich nahtlos in die Riege herausragender europäischer Hafenrevitalisierungen ein und ist eines der größten städtebaulichen Projekte dieser Art. Auf einem Kilometer Breite und 3,5 Kilometern Länge treibt die Wirtschaftsförderung Bremen die Entwicklungen in der Überseestadt voran. Die Stadtgemeinde Bremen investiert über das Sondervermögen Überseestadt dafür rund 350 Millionen Euro. Die Verantwortlichen rechnen mit zusätzlichen privaten Investitionen in Höhe von rund zwei Milliarden Euro. „Wir gehen davon aus, dass die Überseestadt bis 2025 vollständig vermarktet und die Infrastruktur hergestellt ist“, prognostiziert Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. Angesichts der bisherigen Entwicklungsdynamik ist dies ein realistisches Ziel. „Die Überseestadt entwickelt sich rasant und ausgesprochen erfolgreich. Zwar liegt auch noch viel vor uns, aber das Quartier ist auf einem sehr guten Weg. Allein die Zahlen sprechen für sich“, betont Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. Zu Beginn der Vermarktung waren 300 Unternehmen mit rund 6.000 Mitarbeitern in der Überseestadt ansässig. Mittlerweile agieren mehr als 1.050 Unternehmen mit rund 16.000 Beschäftigten in der Überseestadt – Tendenz steigend.

Ein wichtiger Standortfaktor ist die zentrale Lage der Überseestadt: Vom in der Innenstadt gelegenen Bremer Dom aus sind es nur knapp zwei Kilometer, die unter anderem auf der beliebten Flaniermeile „Schlachte“ entlang der Weser zurückgelegt werden können. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Überseestadt als Ortsteil von Bremen-Walle ebenso direkt erreichbar wie über die Autobahnen A27 und A281 sowie vom Bremer Flughafen über die Bundesstraße B6.

Tradition und Moderne

Das Konzept der Überseestadt unterscheidet sich von vergleichbaren Projekten, denn die Bremer verzichten auf eine Generalüberholung und setzen stattdessen auf den Erhalt noch vorhandener Hafenwirtschaft bei gleichzeitiger Neuentwicklung der freien Flächen mit einem breit angelegten Nutzungsmix: Knapp 100 Hektar von insgesamt 288 standen zu Beginn der Entwicklung für Neuansiedlungen zur Verfügung. Davon sind 84,6 Hektar bereits vermarktet (Stand: Dezember 2017). Die vorhandene Hafen- und Logistikwirtschaft, die historischen Speicher und Schuppen sowie alteingesessene Bremer Unternehmen genießen Bestandsgarantie. Zentrale maritime Meile der Überseestadt ist der Europahafen, dessen Kajen zu Promenaden ausgebaut wurden. Im Juni 2011 wurde hier eine Marina eingeweiht, die sowohl Privatleute als auch Fahrgastschiffe anlaufen können.

Rund um das Hafenbecken entstehen seit etwa 2003 neue Immobilien, die sich in die Speicher-Umgebung einfügen. Zudem wurden diverse alte und denkmalgeschützte Gebäude aufwändig restauriert. Einzelhändler und traditionsreiche Unternehmen haben hier ebenso Einzug gehalten wie junge Startups. Als Glücksfall für die Stadtplaner erwiesen sich darüber hinaus die Vertreter der Kultur- und Kreativbranche. Sie zählten zu den ersten, die vom Potenzial der Überseestadt überzeugt waren und hierherzogen.

Die Überseestadt als „Standort der Möglichkeiten“ zeichnet sich neben den Bereichen Wohnen und Arbeiten durch die verschiedensten Nutzungskonzepte aus. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Alt und Neu gehen in dem neuen Quartier am Wasser eine gelungene Allianz ein. Parallel zu innovativen Büro- und Geschäftsflächen sowie attraktiven Wohnbauvorhaben werden in der Überseestadt Freizeit- und Naherholungsprojekte realisiert. Am Wendebecken, ganz in der Nähe der „Hafenkante“ entsteht das Naherholungsgebiet „Waller Sand“. Dort weicht bis zum Frühsommer 2019 die Steinschüttung einer landschaftsarchitektonisch gestalteten Sandvorschüttung, die nicht nur optisch wirkungsvoll ist, sondern auch dem notwendigen Hochwasserschutz dient. Der „Waller Sand“ wird ein Freizeit- und Erholungsort sein, insbesondere für Bewohner der Quartiere Gröpelingen, Walle und Überseestadt.