Projekt des Monats
Wir präsentieren jeden Monat ein ausgewähltes Projekt aus Bremen.

Wir stellen vor
03/2010 NuVasive
Rückenleiden zählen zu den größten Kostenverursachern im Gesundheitswesen. Die Firma NuVasive kann als Spezialist für Implantate und Instrumente in der Wirbelsäulenchirurgie neue Wege in schonenderen Operationsmethoden aufzeigen. Im Gespräch berichten Geschäftsführer Stephan Siemers und Marketingmanager Sven Borka über die Europazentrale und neue Produkte für die Gesundheitswirtschaft.

WFB Bremen: Die Gesundheitswirtschaft ist ein boomender Markt, in dem Sie enormes Wachstum verzeichnen. Wie erklären Sie sich das?
Stephan Siemers: Das Ziel von NuVasive ist es, zur Sperrspitze der medizinisch-technologischen Entwicklung zu zählen. Wir bieten mit dem XLIF einen seitlichen und damit besser verträglichen OP-Zugang. Durch unsere Kombination und Integration von Neuronavigation, Retraktorsystem und speziellen Instrumenten zum Einsetzen von Implantaten an der Wirbelsäule haben wir einen Vorsprung vor der Konkurrenz. Rund um den XLIF-Zugang gestalten wir eine gesamte Produktfamilie.
Sven Borka: Die Vorteile bei unseren Operationsmethoden liegen auf der Hand. Der Eingriff ist sicherer, der Blutverlust minimal, der Stützapparat mit seinen Muskeln und Nerven wird praktisch nicht angegriffen.
WFB Bremen: Gibt es einen Schlüssel für den Erfolg?
Stephan Siemers: Ich denke, bei uns ist es eindeutig die klare Fokussierung auf den Themenbereich der Wirbelsäule. Wir beschäftigen uns nur damit und bauen unser Know-how auf dem Gebiet ständig aus. Derzeit haben wir mehr als 55 Produkte im Angebot, darunter beispielsweise auch aufspreizbare Implantate, die vor allem bei Tumor- oder Traumapatienten ganze Wirbelkörper ersetzen können. Wir haben jetzt in Deutschland auch die erste speziell entwickelte Bandscheibe für unseren XLIF-Zugang eingesetzt.
Sven Borka: Mit dieser Möglichkeit des gezielten und sicheren Operierens durch Neuronavigation, treffen wir den Nerv der Zeit. Den Patienten kann schnell und schonend geholfen werden.
WFB Bremen: Zur Anwendung gehört Training, denn noch ist diese OP-Methode hierzulande nicht Standard...
Stephan Siemers: Ja, das ist für uns der wesentlichste Punkt. In San Diego gehört zum Firmensitz ein Trainingslab mit sechs auf dem neuesten medizinischen Stand ausgerüsteten OP-Sälen, in denen wir nicht nur die Produkte testen, sondern auch Ärzte in OP-Methoden u.a. mit seitlichen Zugang intensiv geschult werden. Nur nach Teilnahme des entsprechenden Kurses liefern wir Produkte an die jeweilige Klinik. Wir stoßen in Deutschland auf großes Interesse, rund 30 Kliniken haben wir bereits als Kunden gewonnen und die Ärzte sind sehr schulungswillig.
WFB Bremen: Wie ist die Europazentrale angelaufen?
Stephan Siemers: Wir konnten sehr gut in dem Markt starten und schnell Wachstum verbuchen. Wir sind derzeit dabei, die Aktivitäten auf weitere Länder auszubreiten. Benelux und die Schweiz zählen dazu, aber auch Südafrika oder der Mittlere Osten. Weitere bestehende Märkte, wie Griechenland, Italien, Türkei und UK, liegen bereits über Plan.
WFB Bremen: Sehen Sie weiteres Potenzial am Standort Bremen?
Stephan Siemers: Wir fühlen uns hier gut aufgehoben und durch die gute Infrastruktur der Sadt können wir den europäischen Markt optimal bearbeiten. Der große Logistikschwerpunkt, den Bremen darstellt, macht die Stadt für uns sehr attraktiv. Wir sind derzeit im GVZ auf der Suche nach einem angemessenen Lager für unsere sensiblen Produkte.
WFB Bremen: Vielen Dank für das Gespräch.
Weitere Informationen: www.nuvasive.com
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Das Unternehmen
Der Mutterkonzern NuVasive ist 1999 gegründet worden und 2001 mit ersten Verkäufen von Geräten zur Nervüberwachung während einer OP an den Markt gegangen. Seit 2004 ist NuVasive an der Börse notiert, 2008 zählte es bereits zu den fünf größten Wirbelsäulenfirmen. Seit Juli 2009 existiert die 100%-ige Tochter NuVasive Europe GmbH mit Sitz in Bremen. Derzeit arbeiten in der Hansestadt 14 Mitarbeiter, bis Ende des Jahres sollen es 20 sein. In den USA beschäftigt NuVasive 900 Mitarbeiter, bis Ende 2010 soll sich die Anzahl auf rund 1.200 steigern.








