Gesundheitswirtschaft

reha@home

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Markerfreies Visionssystem für die Gangrehabilitation zu Hause

Projektziel ist die Markteinführung eines einfach bedienbaren Visionssystems auf Basis eines neuartigen, optischen Sensors für die markerfreie Ganganalyse. Das System protokolliert selbstständig die Daten zur Ganganalyse aus Bildern, die in einer natürlichen Umgebung, beispielsweise auch in der Wohnung eines Patienten, aufgenommen werden können. Die Gangmerkmale des Patienten werden erfasst, verarbeitet und mit einer Referenz verglichen. Dadurch können Patienten ihre Gangfehler erkennen und erhalten direkt eine Rückmeldung, wie sie ihre Bewegungsabläufe verbessern können.
Dabei werden folgende Kriterien in der Umsetzung beachtet und vorgenommen:

  • Das System, das aus einem Laptop und einem optischen Bewegungssensor bestehen wird, hat einen kleinen Preis und wird einfach zu bedienen sein.
  • Die Mensch-/Computerschnittstelle wird „benutzerfreundlich“ programmiert sein. Der Startvorgang wird leicht initiierbar sein und kann beispielsweise von dem Patienten persönlich vorgenommen werden.
  • Das Analysesystem wird selbstständig die Daten speichern und gegebenenfalls auch - über eine abgesicherte Verbindung - zu einem medizinischen Fachmann senden.
  • Das mobile System ist einfach in der Wohnung des Patienten zu installieren.
  • Das System verfügt über die Möglichkeit, die Gangmerkmale des Patienten mit einer entsprechenden Referenz zu vergleichen.
  • Damit das System mobil einsetzbar ist, muss es robust gegen zahlreiche äußere Einflüsse, wie z. B. variable Beleuchtung oder Bekleidungsvielfalt ausgelegt sein.

Als Ergebnis des Projekts steht ein Demonstrationssystem zur markerlosen Aufnahme und Analyse von Gangmustern in der Rehabilitation zur Verfügung, das in Betrieb genommen und praktisch getestet worden ist. Die Kopplung mit Ärzten, Therapeuten und Medizinern zur Ferndiagnose wird bereits implementiert sein, um die Heilungsfortschritte im Verhalten der Patienten fachkundig erkennen und interpretieren zu können. Durch die objektivierte Dokumentation der Patientendaten wird auch die sichere Portierbarkeit der automatisch erstellten Ganganalysen zwischen Therapeuten bzw. Ärzten gegeben sein, wodurch mehrere unabhängig gestellte Diagnosen möglich werden.
 

Der Einsatz des Systems wird im ersten Schritt bei stationären und ambulanten Rehabilitationseinrichtungen und Therapeuten vorgenommen. Ein Einsatz zuhause ist erst im zweiten Schritt geplant. Ein wesentlicher Vorteil entsteht auch durch die Einführung einer Ferndiagnose-Einheit, die Patient und Therapeut auch über eine größere Entfernung zusammenarbeiten lässt und so die Aufenthaltszeit in Rehabilitationszentren und Krankenhäusern verringern kann. Ein messtechnisch quantifizierbarer Rehabilitationsfortschritt, selbst wenn er gering aber dafür exakt bestimmbar ist, bildet bereits eine erhebliche Quelle der Motivation für den Patienten.
Ein wichtiger Schritt zur Rekonvaleszenz bei neurologischen Krankheiten, Verletzungen und nach Amputationen ist die Gangrehabilitation. Therapeuten helfen den Patienten das Gehen neu zu erlernen und tägliche Aufgaben zu meistern. Um eine effiziente Rehabilitation durch Verminderung von subjektiven Fehlern zu gewährleisten, werden Therapeuten zunehmend auch mit optischen Messsystemen für die Bewegungsanalyse unterstützt. Mit dem Projekt reha@home eröffnen die Kooperationspartner ein neues Einsatzgebiet bei der Ganganalyse und bei Geh/Laufrehabilitation. Es handelt sich um ein neues Feld, für das bisher einerseits nur hochkomplexe, universitären Einrichtungen vorbehaltene Analysesysteme und andererseits die einfache visuelle Gangbeurteilung erfahrener Ärzte und Therapeuten existieren. Das FuE-Projekt ist so ausgelegt, dass zum Ende der Projektlaufzeit Untersuchungen zu einem völlig neuartigen Rehabilitationsbewertungssystem vorliegen.

Nacheinander werden verschiedene Zielgruppen u. a. mit der erstellten Lehr-/Präsentations-CD angesprochen. Hierbei wird vorrangig der Pilotanwender NRZ unterstützen. Hierzu werden die verbindliche Zusammenarbeit und die fachliche Sicherstellung in einem Vertriebskonzept festgehalten. Ein Referenzsystem kann dort im Einsatz vorgeführt werden. Märkte werden sich ergeben für:
  • Pflegeeinrichtungen/Kliniken (Pilotanwender NRZ als Multiplikator)
  • Sanitätshäuser (im Verkauf an Therapeuten/niedergelassene Orthopäden und Selbstzweck bei der Anpassung von Prothesen/Orthesen)
  • selbstständige Physiotherapeuten/Krankengymnasten
  • Krankenkassen
  • Privatpersonen, mit Bedarf zum Bewegungstraining und präziseren Verbesserungen in der Rehabilitation (Heimtraining für Schlaganfallpatienten, nach Hüft- und Knieoperationen sowie nach Unfällen).
  • Ausblick: Leistungssport- und Trainingszentren
Betrachtet man die 34.224 allein in Deutschland zugelassenen Heilmittelerbringer/Praxen im Bereich Physiotherapie aus dem Jahr 2010, und der nachzuverfolgende stetige Anstieg der Zulassungen, ist der zu erschließende Markt für das reha@home-System äußerst lukrativ (Quelle: www.zvk.org/s/content.php?area=650&sub=742, Barmer Ersatzkasse).

Projektzeitraum: 01.09.2011 bis 31.05.2013

Beteiligte Akteure

Neurologisches Rehabilitationszentrum Friedehorst gGmbH (NRZ) (Bremen)  
www.friedehorst.de
Ansprechpartner: PD Dr. med. Matthias Spranger
Telefon: 0421 / 6381-501
eMail: nrz@friedehorst.de

mevisco Gesellschaft für Bildverarbeitung und Visualisierung mbH & Co. KG (Bremen)
www.mevisco.com
Ansprechpartner: Dr. Jörg Höhne
Telefon: 0421 / 33509-0
eMail: hoehne@mevisco.com

Universität Bremen, Bremer Centrum für Mechatronik, (Bremen)
www.mechatronik-bcm.de  
Ansprechpartner: Dr.-Ing. Holger Raffel
Telefon: 0421 / 218-62690
eMail: raffel@@mechatronik-bcm.de


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DOWNLOADS ZUM THEMA

Poster reha@home
[PDF, 0.15 MB]