Gesundheitswirtschaft
i2b meet up - Vernetzung in der Gesundheitswirtschaft- ein Erfolgsfaktor

WFB unterstützte Netzwerkveranstaltung
Am 03. November 2009 hatten Akteure aus dem Gesundheitsbereich die Gelegenheit, sich über aktuelle Themen der Branche zu informieren und sich untereinander auszutauschen. Unter dem Titel "Vernetzung in der Gesundheitswirtschaft Bremens ein Erfolgsfaktor!?" nahmen rund 300 Interessierte am i2b meet up in den Räumen des Martinshof Bremen in der Neustadt teil. Die WFB unterstützte dieses Branchentreffen und engagierte sich im Rahmen der Landesinitiative "Bremen. Zukunftsmarkt Gesundheit" als Eventkooperationspartner. "Dass bereits zum zweiten Mal eine i2b Veranstaltung zum Thema Gesundheitswirtschaft in Bremen stattfindet, zeigt, dass dies nicht nur ein interessantes Thema ist, sondern dass sich in dem Feld auch eine Menge Menschen vernetzen", bemerkte Ingelore Rosenkötter in ihren Grußworten zu Beginn der Veranstaltung. Damit unterstrich die Bremer Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales zugleich die Bedeutung des Netzwerkevents. Zu den Teilnehmern zählten Ärzte, Apotheker, Mitarbeiter aus Pflegeeinrichtungen, Unternehmer, Wissenschaftler, Vertreter aus Politik, Verbänden und Krankenkassen. Den Auftakt des Informationsblocks machte Dr. Helmut Hildebrandt, Vorstand der OptiMedis AG, mit einem Impulsreferat über die Ergebnisse und Erfahrungen aus einem integrierten Vollversorgungsnetz in der Gesundheitsregion Kinzigtal. In der anschließenden Podiumsdiskussion äußerte sich der Geschäftsführer der Gesundheit Nord gGmbH, Privatdozent Dr. Diethelm Hansen, skeptisch, das erfolgreiche Konzept auf die Großstadt Bremen zu übertragen. "Es bedarf längerfristig entwickelter Konzepte, um eine gute wohnortnahe Versorgung in Bremen zu realisieren", so die Einschätzung des Mediziners. Allen voran verfolge er drei Ziele: 1. Die Bevölkerung in Bremen und der Metropolregion in den Krankenhäusern der Hansestadt zu versorgen und eine Abwanderung zu vermeiden. 2. Die vier kommunalen Krankenhaus-Standorte in Bremen zu erhalten. 3. Die Frage der Vernetzung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung am Standort zu klären. Dabei verwies er auf die hoch spezialisierten Fachmediziner an den Kran-kenhäusern, die ihre Leistungen auch für die ambulante Betreuung der Patienten anbieten könnten.
"Haben die niedergelassenen Ärzte nicht das Nachsehen, wenn Klinken und Medizinische Versorgungszentren die gleichen Leistungen anbieten?", fragte Moderator Ottmar Willi Weber vom NordWest Radio nach. Davon könne nicht die Rede sein, meinte Hansen. Schließlich steige der Bedarf enorm und könne bereits heute nicht ausreichend gedeckt werden. Hansen glaubt eher, "dass wir mehr Abstimmung und Koordination brauchen." Dem stimmte auch Dr. Till Spiro, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen zu. "Wenn große medizinische Versorgungszentren bisher alles andere als erfolgreich arbeiten, dann liegt dies oft an Koordinationsproblemen", unterstrich der Arzt beispielhaft. Allerdings ist er überzeugt, dass eine Abstimmung über die ambulante Versorgung in Bremen nicht ohne Konflikte möglich ist. Denn schließlich bieten "auch niedergelassene Vertragsärzte eine hoch spezialisierte ambulante Versorgung an." Dennoch strebt Spiro nach einer Lösung, mit der alle leben könnten. Peter Kurt Josenhans, Bereichsleiter Versorgungsmanagement der hkk stellte als Zukunftsvision eine funktionierende Kooperation zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten dar: Dann würde beispielsweise die Vorbereitung zur Aufnahme und die Nachsorge nach Entlassung aus der Klinik effektiver für die Versicherten ablaufen. Eine weitere wichtige Rolle spielen in den künftigen Kooperationen, aus Sicht von Hannelore Bitter-Wirtz, Landesbeauftragte des bpa, die stärkere Zusammenarbeit mit Pflegeanbietern. Als Fazit stellten die Podiumsteilnehmer fest, dass die angestrebte Vernetzung in Bremen noch nicht ausreiche. Anderseits befinde sich gerade aktuell viel Positives in Bewegung. Dies zeigte sich auch in mehreren Videovorträgen mit Statements namhafter Vertreter der Bremer Gesundheitsbranche. Sie zeigten positive Beispiele, wo bereits funktionsfähige Netzwerke in Bremen bestehen. Damit liefern sie nicht zuletzt einen Hinweis für die gelungene Vernetzung der Akteure in der Gesundheitsbranche, die bereits im Rahmen der WFB Initiative ‚Bremen Zukunftsmarkt Gesundheit’ stattgefunden hat.







