Gesundheitswirtschaft
Niedergelassene Ärzte kooperieren mit WFB Projekt

Rundum (Gesundheits-)Versorgung Zuhause
Solange wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben. Das ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Vor allem wenn die Gesundheit nachlässt, benötigen sie oft Hilfen. Hier setzt das Projekt ‚Zuhause im Quartier’ an, das die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) aus Mitteln des Europäischen Fond zur regionalen Entwicklung (EFRE) unterstützt. Dabei entwickeln der Bremer Pflegedienst, die vacances GmbH und die Wohnungsgesellschaft GEWOBA als Pilotanwender ein Rundum Versorgungsangebot für Mieter. Teil des Konzepts ist die Zusammenarbeit mit Dienstleistern im Quartier. Aktuell stimmen die Projektpartner Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten ab.
Über eine zentrale Koordinierungsstelle können die GEWOBA-Mieter ambulante Dienstleistungen für Gesundheit und häusliche Versorgung nutzen: vom Brötchendienst, über den Hausnotruf bis zur ambulanten Pflege. Im Rahmen des Projektes werden auch Ärzte im Quartier über die Koordinierungsstelle eingebunden. Auf diesem Weg können sie den Bewohnern spezielle ärztliche Leistungen anbieten. „In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten entwickeln wir aktuell mehrere Dienstleistungsmodule“, sagt Projektleiter Jürgen Weemeyer vom mobilen Sozial- und Pflegedienst vacances GmbH. In der Planung sind Pauschalpakete, die Leistungen von verschiedenen Anbietern als Produkt beinhalten. Gefragt sei etwa ein Angebot für Menschen, bei denen in Kürze ein Krankenhausaufenthalt geplant ist. „Da stehen spezielle Voruntersuchungen beim Arzt an und es muss geklärt werden, wer den Hund in der Abwesenheit versorgt“, verdeutlicht Weemeyer. Daneben sind krankheitsbezogene Angebote etwa für Diabetiker oder zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall im Gespräch. Andererseits können Ärzte durch die Kooperation auch ungeliebte Organisations- und Verwaltungsaufgaben an andere Anbieter übertragen. Über häufige Fragen zu Patientenverfügung oder Pflegegeldanträgen könne der Arzt selbst gebündelt in einem Informationsvortrag vor den Mietern aufklären. Alternativ sei diese Aufgabe auch an Pflegedienste oder Juristen übertragbar. Dadurch hätten Mediziner wieder mehr Zeit, sich den eigentlichen ärztlichen Aufgaben zu widmen. Wenn die zentrale Koordinierungsstelle ab Januar 2010 an den Start geht, gehören diese Angebote möglicherweise schon zum Programm. Bereits mehrere niedergelassene Ärzte in den Pilotstadteilen Vahr und Huchting haben ihre Zusammenarbeit zugesagt.







