Gesundheitswirtschaft

Ein Gesundheits-Netzwerk stellt sich vor

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1. Regionalkonferenz Gesundheitswirtschaft Nordwest

Nach seiner erfolgreichen Gründung am 20. Mai 2010 in der Bremer Handelskammer stößt der Verein „Gesundheitswirtschaft Nordwest“ auf großes Interesse und erhält wachsenden Zuspruch auch durch neue Mitglieder. Am 19. August 2010 veranstaltete der Verein gemeinsam mit der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten die 1. Regionalkonferenz der Gesundheitswirtschaft in der Wandelhalle des Kurzentrums Bad Zwischenahn. Rund 200 Teilnehmer aus allen Teilregionen sowie Fachdisziplinen nutzen die Auftaktveranstaltung der Clusterinitiative für Information und fachlichen Austausch.

Während des ersten regionalen Branchentreffens der Gesundheitswirtschaft im Nordwesten stellten Experten nationale sowie regionalwirtschaftliche Entwicklungen der Gesundheitswirtschaft dar. Dabei zeigten sie auch Möglichkeiten für Innovationen, neue Versorgungskonzepte, Qualifizierungs- und Wertschöpfungspotenziale im Gesundheitsmarkt der Metropole Nordwest für die Zukunft auf. Landrat Gerd Stötzel, Vorsitzender der Metropolregion Bremen-Oldenburg sowie Ulrich Petersen vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstrichen in ihren Grußworten übereinstimmend die große Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für die Region und begrüßten die Initiative eines starken wirtschaftsgetriebenen Netzwerks im Gesundheitssektor als weiteren Baustein der erfolgreichen Clusterstrategie in der Metropolregion.

Vorstellung der neuen Clusterinitiative
Michael Lempe, Vorstand der hkk und Vorsitzender des neugegründeten Netzwerkes „Gesundheitswirtschaft Nordwest“, stellte die Clusterinitiative in seinem Vortrag vor und betonte: „Gemeinsam mit unseren inzwischen über 40 Mitgliedern wollen wir das Zusammenspiel der Gesundheitsakteure über Branchengrenzen hinweg verbessern, den Bekanntheitsgrad der regionalen Gesundheitswirtschaft steigern sowie Impulse im Bereich Forschung und Entwicklung setzen. Dabei werden wir insbesondere auch Themen wie Aus- und Weiterbildung, betriebliches Gesundheitsmanagement, Reha und Pflege sowie die Ausgestaltung innovativer und effizienter Versorgungsstrukturen in den Fokus nehmen.“ Um die zukünftige Netzwerkarbeit zu koordinieren, werde in den kommenden Wochen eine eigene Geschäftsstelle aufgebaut. Daneben stünden die Besetzung der verabredeten Fachthemen, der Austausch mit der Wissenschaftslandschaft sowie die Initiierung von Projekten auf der Agenda.

Ergebnisse bundesweiter und regionaler Marktanalysen
Dr. Joachim Kartte, Leiter des Competence Center Pharma & Healthcare der Roland Berger Strategy Consultants GmbH, Berlin, hob in seinem Impulsreferat die enorme volkswirtschaftliche Bedeutung der Gesundheitswirtschaft hervor. Bereits heute seien in Deutschland rund 5,4 Mio. Personen in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Dies mache 13,8 Prozent aller Beschäftigten überhaupt aus. Nach seinen Berechnungen betragen die Ausgaben der Gesundheitswirtschaft bereits heute rund 300 Milliarden EURO jährlich, was einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von etwa 10 Prozent entspräche.
Dr. Nikolai Lutzky vom Bremer BAW Institut für Wirtschaftsforschung bestätigte diese bundesweit erhobenen Kernaussagen auch für die Metropolregion und trug erste Ergebnisse aus dem so genannten Kompetenzatlas der Gesundheitswirtschaft im Nordwesten vor. Demnach seien in der Region 156.000 Erwerbstätige und somit jeder achte Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft tätig. Eine besondere Stärke des Nordwestens läge im Wachstumsmarkt der stationären und ambulanten Pflege sowie in der starken thematischen Begleitung dieser Themen durch die Hochschul- und Forschungslandschaft. So gebe es innerhalb der Metropolregion alleine über 40 Forschungsinstitute, die sich mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen. Weitere Stärken hat das BAW in den Bereichen Medizintechnik, Neurowissenschaften, Versorgungsforschung, Biotechnologie/Life Sciences, Informationstechnik sowie dem Komplex Gesundes Altern mit dem Wissenschaftsbereich Ambient Assisted Living (AAL) erkannt. Besondere Handlungsfelder für ein nordwestweites Clustermanagement sieht Dr. Lutzky zudem in der Aus- und Weiterbildung, der Gesundheitslogistik, dem betrieblichen Gesundheitsmanagement sowie dem Gesundheitstourismus.

Regionale Leuchttürme der Gesundheitswirtschaft
Im zweiten Veranstaltungsteil stellten Stephan Albani von der Oldenburger HörTech gGmbH, Dr. Boris Oberheitmann, Unternehmer aus Bremerhaven (Q-Bioanalytic GmbH) und zugleich Vorsitzender des Life Sciences Unternehmensverbandes in Bremen sowie Michael Böckelmann von den Schüchtermann-Schiller'schen Kliniken in Bad Rothenfelde wichtige regionale Leuchtturmprojekte der Gesundheitswirtschaft vor. Alle drei Redner unterstrichen dabei die Bedeutung der interdisziplinären Kooperation und Vernetzung als wichtigen Erfolgsfaktor (. 

Für Interessierte finden sich sämtliche Vorträge der 1. Regionalkonferenz Gesundheitswirtschaft zum Nachlesen auf den Internetseiten: www.gesundheitswirtschaftnordwest.de/vortraege.html  (RiHa).

Ansprechpartner:
Olaf Orb
Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V.
c/o Handelskammer Bremen
Am Markt 13
28195 Bremen
Tel. +49 (0)421-3637-272
E-Mail: orb@handelskammer-bremen.de
www.gesundheitswirtschaft-nordwest.de

 


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