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Bremerhaven mit neuer Dynamik
Ob Offshore-Windindustrie, Havenwelten oder LogInPort: Bremerhaven boomt. „Die Kernprojekte der Stadtplanung sind inzwischen fertig gestellt und deren Erfolg überzeugt nun mehr und mehr Gäste und private Investoren von den besonderen Vorzügen der baulichen und ideellen Möglichkeiten in Bremerhaven“, so Jörg Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven.
Neuer Hafen für die Offshore-Windenergiebranche
Bremerhaven baut seine Stellung als einer der führenden Standorte der Offshore-Windenergie weiter aus. Bis zum Jahr 2014 soll in der Weser ein Hafen für die Verladung der in der Nordsee zu errichtenden Offshore-Windkraftanlagen entstehen. Der Schwerlastterminal soll privat finanziert und betrieben werden. Martin Günthner, Senator für Wirtschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen: „Wir wollen der Offshore-Windindustrie in Bremerhaven weiterhin die besten Voraussetzungen bieten, damit der Wirtschaftsstandort vom Boom der alternativen Energien bestmöglich profitiert. Klimaschutz schafft qualifizierte Arbeitsplätze.“ Aufgrund des enormen Wachstums der Offshore-Windkraftindustrie besteht eine intensive Nachfrage nach größeren Hafen- und Logistikflächen. Mit dem geplanten Terminal und direkt dahinter gelegener 200 Hektar zusätzlicher Gewerbefläche reagiert Bremerhaven auf diese Nachfrage und erweitert die Liste seiner Standortvorteile für die führenden Unternehmen der Branche um zwei entscheidende Aspekte. Allein in den vergangenen drei Jahren sind in Bremerhaven über 1.200 Arbeitsplätze in der Offshore-Windkraftindustrie entstanden und mit dem Bau des Spezial-Hafens werden langfristig und nachhaltig wirkende wirtschaftsstrukturelle Effekte erreicht. Zugleich leistet das Land Bremen damit einen substantiellen Beitrag, um den Ausbau der regenerativen Energie voranzutreiben und so die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen.
Havenwelten – touristische Highlights am laufenden Band
Direkt zwischen Wesermündung und City befinden sich die Havenwelten. Das Bremerhavener Mega-Projekt ist inzwischen fertig gestellt und seine Einrichtungen sind zu Besuchermagneten geworden. Bestes Beispiel dafür ist das Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost. Erst letztes Jahr eröffnet, kann es inzwischen bereits Rekordzahlen vorweisen: Im ersten Betriebsjahr besuchten 800.000 Menschen die interaktive Ausstellung rund um das Klima der Erde bisher, das sind 200.000 mehr als kalkuliert. Eine Besucherbefragung ergab, dass 65 Prozent von ihnen sogar extra für das Klimahaus nach Bremerhaven gekommen waren. Der Plan, eine touristische Einrichtung zu schaffen, die Dynamik in die Stadt bringt und sie überregional positiv bekannt macht, ist damit aufgegangen.
Auch das viel prämierte Deutsche Auswandererhaus wartet mit Besucherrekorden auf. Im März 2010 war es an der Zeit eine ganz besondere Besucherin zu empfangen: die einemillionste. 2011 soll mit dem Ausbau des Hauses begonnen werden. Auf einer rund 1.000 Quadratmeter großen Fläche entsteht neuer Platz für Sonderausstellungen und Veranstaltungen sowie für eine Bibliothek zum Thema Auswanderung. Der Bund beteiligt sich mit zwei Millionen Euro an dem Ausbau und hob in seiner Begründung für die Unterstützung die nationale und internationale Bedeutung der Einrichtung hervor. Die geplante Erweiterung wird außerdem ein Hotel beinhalten. Das „Hotel New York“ und seine 141 Zimmer sollen thematisch mit den historischen Bezügen zur Auswanderung ausgestattet sein.
Auch im Bereich Architektur machte Bremerhaven 2010 auf sich aufmerksam: Die Havenbrücke wurde für den Deutschen Brückenbaupreises nominiert. Als Erlebnis für Anwohner und Besucher sowie eine der landesweit schönsten neuen Brücken bezeichnet die Jury das innovative Bauwerk. Weiter heißt es in der Begründung: „Die neue Brücke verbindet nicht nur die Stadt Bremerhaven mit den Sehenswürdigkeiten am Alten Hafen, die gläserne Stahl- und Glasröhre entpuppt sich zugleich als begeh- und drehbare Skulptur.“
Wohnen und Arbeiten in maritimer Atmosphäre
Doch nicht nur für Touristen, auch für seine Einwohner bietet Bremerhaven attraktive Anziehungspunkte am Neuen Hafen: Inzwischen wurde der Grundstein für das Weserwave gelegt, eine exklusive Wohnanlage mit 23 Lofts auf sieben Etagen. Die Lage direkt an der Nordseeküste verspricht eine Wohnatmosphäre der maritimen Art. Die Domizile sind so begehrt, dass die Lloyd-Marina-Wohnungsbau GmbH nach dem kompletten Verkauf des ersten und zweiten Gebäudes den Bau weiterer Mehrfamilienhäuser plant.
Büros mit Blick auf die Weser entstehen an der Ostseite des Neuen Hafens. Erst am Anfang stehen die Planungen zum ehemaligen Rogge Bürohaus nahe der Sportbootschleuse. Die Sparkasse Bremerhaven hat den charakteristischen Bau, dessen Nebenhaus und auch den anliegenden Parkplatz gekauft, um die exponierten Lage für den Bau von 2.700 Quadratmetern Bürofläche zu nutzen.
Wertvolle Freiflächen im LogInPort
Die Seestadt beherbergt den viertgrößten Containerhafen Europas und einen Automobilumschlagplatz von Weltrang. In direkter Nachbarschaft zum Containerterminal und den Überseehäfen entsteht auf 270 Hektar der LogInPort – ein Gewerbegebiet speziell für Logistik, Industrie und hafennahen Dienstleistungen. Die Nähe zu den Häfen lockt besonders Unternehmen aus der Logistikbranche an, die in Immobilien im LogInPort investieren. So konnte mit dem Wolfsburger Automobil-Zulieferer Schnellecke Group ein Mieter für eine groß dimensionierte Logistikhalle gewonnen werden. Zudem entstanden hier bereits Immobilien für die Comet Feuerwerk GmbH sowie die Benthien Gruppe.







