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Bremer Überseestadt wächst zu neuem Stadtteil
Auf einem knapp 300 Hektar großen Gebiet im alten bremischen Hafenrevier rechts der Weser wird eines der größten städtebaulichen Projekte Europas realisiert: die Bremer Überseestadt. Zusehends wandelt sich das Areal rund um den zugeschütteten ehemaligen Überseehafen zum jüngsten Stadtteil der Weser-Metropole. Wasserlage, Verkehrsanbindung, Innenstadtnähe und moderne Bürolofts in restaurierten Lagerspeichern sind nur einige seiner Vorzüge. Gerade wie der Bestand an alten Gebäuden und alteingesessenen Unternehmen mit den neuen Immobilienprojekten und Nutzungskonzepten kombiniert wird, macht das Besondere aus. Die Überseestadt - das ist ein Gebiet dreimal so groß wie die Bremer Innenstadt und ein „Standort der Möglichkeiten“ mit einer Mischung aus Dienstleistung, Bürobetrieben, Hafenwirtschaft, Logistik, Freizeit, Wohnen und Kultur. Zahlreiche Firmen und Einrichtungen haben sich bereits von der Aussicht auf Leben und Arbeiten mit Weserblick anziehen lassen, seit die Entwicklung des Reviers im Jahr 2000 begann. Die neue verkehrstechnische Anbindung an die Bremer City sorgt seit Dezember 2006 für einen weiteren Entwicklungsschub. Seither ist die Überseestadt von der Innenstadt aus in wenigen Minuten mit dem Auto und mit der Straßenbahn erreichbar. Fußgänger und Radfahrer können seit Mai 2009 auf der „Schlachte“ bis zur Überseestadt flanieren und radeln. Die etwa 250 Meter lange und zehn Meter breite, gepflasterte Weser-Promenade reicht von der Stephanibrücke zur Straße Stephanitorsbollwerk, der Verlängerung der Lloydstraße.
Ein Ort zum Leben und Arbeiten
Das Überseestadt-Konzept kombiniert Arbeits- und Freizeitwelten. Ein Beispiel ist die Entwicklung am Europahafen, die bisher maßgeblich von der Justus Grosse GmbH betrieben wird. So ist der renovierte Speicher I mit seinem Angebot an Bürolofts und Gastronomie unter einem Dach vollständig an Dienstleister und Unternehmen vermietet, die auf den 36.000 Quadratmetern ausreichend Raum für mehr als 600 Arbeitsplätze haben. Das Unternehmen hat zudem den Schuppen 2 saniert, vier so genannte Port-Gebäude errichtet und die Gebäude Newport und Portland fertiggestellt, die allesamt ebenfalls Bürolofts sowie Gewerbe- und Ladenflächen direkt am Wasser bieten. Zur zentralen maritimen Meile der Überseestadt sollen den Europahafen unter anderem auch die neuen Grün- und Freiflächen im direkten Umfeld sowie weitere Bauprojekte machen. Zu diesen Projekten gehört zum Beispiel die Sanierung des Schuppen 1, die sich zwei Investoren teilen. Die KJH-GmbH beispielsweise plant hier ein Erlebnis- und Gewerbezentrum rund um die „Faszination Auto“. Dazu sollen neben einem Museum, einer Oldtimer-Vermietung und Ähnlichem Wohnungen im ersten Stock gehören, die mittels Auto-Lift und über eine Straße im Hausinnern mit dem Privatauto zu erreichen sind. Spektakulär wird auch das Entree zu den alten Hafenrevieren: Unter der Leitung des Stararchitekten Helmut Jahn (Murphy/Jahn, Chicago; verantwortlich unter anderem für den Bau des Sony-Centers in Berlin) wächst derzeit das höchste Haus Bremens: der „Weser Tower“. Das weithin sichtbare 22-stöckige Bürogebäude mit der EWE AG als Hauptmieter soll nach Angaben des federführenden Investors H. Siedentopf (GmbH & Co. KG) im zweiten Halbjahr 2009 fertiggestellt werden.Am „Weserufer“, einem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück am Europahafen, lässt die Justus Grosse Projektentwicklungs GmbH bis zum Herbst 2010 insgesamt 13 Gebäude zum Wohnen und Arbeiten am Wasser errichten. Mit dem „Landmark-Tower“ und den zwei „Flusshäusern“ werden die ersten Wohnungen in der Überseestadt realisiert. Direkt am Wasser entstehen hier Suiten und Mietwohnungen sowie 25 Eigentumswohnungen. Aber auch Cafés und Ladengeschäfte, viel Grün und die Atmosphäre eines lebendigen Hafens sollen die Grundlage für ein neues Lebensgefühl bilden. Offizielle Grundsteinlegung für das „Weserufer“ war im Juni 2009. Fast direkt daran schließt sich der „Überseepark“ an, ein Areal, das als Misch- und Gewerbegebiet freigegeben wurde. Auf den rund 35 Hektar sollen Wohngebäude, Geschäfts- und Bürohäuser, Restaurants und Hotels entstehen. Das Thema Arbeiten und Wohnen treibt hier besonders die Entwicklungsgesellschaft Hafenkante GmbH & Co. KG voran. Sie plant direkt am Fluss auf einer rund zehn Hektar großen Fläche an der westlichen Spitze der Überseestadt unter anderem so genannte Kombi-Flats für Gewerbe, Dienstleistung, Freizeit und Wohnen. Das Entrée zur „Hafenkante“ soll ein sechsgeschossiges Bürogebäude für Dienstleister aus Logistik und Außenwirtschaft bilden.
Energie und Silberwaren
Der ehemalige Sitz des Eduscho-Verwaltungsgebäudes beherbergt heute nach einer umfassenden Modernisierung Büroflächen im so genannten „Kaffequartier“ am citynahen Ende der Überseestadt. Auch die ehemalige Rösterei des Kaffeeproduzenten wurde saniert und bietet seit Mai 2009 großzügige, modern ausgestattete Bürolofts. Die Überseestadt – ein Ort der Kontraste und unkonventionellen Verbindungen, des Neben- und Miteinanderes von historischem Hafenambiente und moderner Architektur, traditionellem Gewerbe und jungen Dienstleistungsunternehmen. Der denkmalgeschützte, restaurierte Schuppen 2 am Europahafen etwa bietet ebenerdig 10.000 Quadratmeter Fläche für unterschiedliche Unternehmen mit großem Platzbedarf. Hier ist inzwischen eine traditionsreiche Silberwarenmanufaktur ebenso ansässig wie Möbelhändler, unterschiedliche Beratungs- und Mediendienstleister sowie das s2-Eventloft für Partys und öffentliche Großveranstaltungen.Die auf Design spezialisierte Gruppe für Gestaltung (GfG) wiederum schuf sich in der denkmalgeschützten Industriearchitektur der alten Feuerwache am Kopf des nördlich vom Europahafen gelegenen Holz- und Fabrikenhafens ein inspirierendes Umfeld. Mehrere Unternehmen aus dem Bereich Windenergie zog es nebenan in die Speicher 16 und 17, wo sie die so genannte „Energiemeile“ bilden. Und die Bremer Hochschule für Künste, Werbeagenturen und Dienstleister sowie gastronomische Betriebe, ein Theater und das „Hafenmuseum“ nutzen hier die 27.000 Quadratmeter des renovierten Speicher XI. Darin ist auch das Infocenter Überseestadt untergebracht, das Besuchern eine anschauliche Möglichkeit bietet, sich vor Ort über den rasanten Wandel der alten Hafenreviere zu informieren. Neben allen Neuerungen prägen traditionelle Branchen weiterhin den Charakter der Überseestadt. So dienen viele Speichergebäude weiterhin der Logistik und Lagerhaltung, während sich die Nahrungs- und Genussmittelbranche rund um den Bremer Großmarkt und im Holz- und Fabrikenhafen konzentriert. Zum Beispiel steht hier die Roland-Mühle, Deutschlands einzige Mühle mit Seehafenanbindung.
Schnell in der City und auf der Autobahn
Die Überseestadt zeichnet sich nicht nur durch ihr Flair und ihre Möglichkeiten aus, sondern auch durch ihre verkehrstechnische Lage. So liegt sie keine zwei Kilometer von der Bremer Innenstadt entfernt und ist über eine eigene Autobahnabfahrt an die Bundesautobahn A27 angeschlossen. Darüber hinaus besteht direkter Anschluss an die Bundesstraße B6 in Richtung Flughafen und an die neue Autobahn A281. Für die Erschließung, Vermarktung und Koordination sämtlicher Infrastruktur- und Entwicklungsmaßnahmen in der Überseestadt ist die landeseigene WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH federführend verantwortlich. Bis 2025 will sie das Gebiet vollständig entwickeln und steckt dafür rund 350 Millionen Euro an EU, Bundes- und Landesmittel in die Infrastruktur. Von 96 Hektar vermarktbarer Fläche ist inzwischen knapp die Hälfte verkauft.
Presse-Kontakt:
Juliane Scholz
WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH
Telefon 0421 9600 128
juliane.scholz@wfb-bremen.de.
Yvonne Bries
text+pr
Telefon 0421 56517 24
bries@mueller-text-pr.de
Weitere Informationen zur Bremer Überseestadt sowie aktuelle Pressemitteilungen finden Sie im Internet unter: www.ueberseestadt.de. Druckfähiges Bildmaterial steht im Internet unter www.wfb-bremen.de/de/pressefotos kostenlos zur Verfügung.Über die Historie und den aktuellen Stand der Projekte können Sie sich auch vor Ort im Infocenter Überseestadt informieren (Am Speicher XI, Abteilung 3, 28217 Bremen). Die Öffnungszeiten des Infocenters sind von Di - So, 11.00-18.00 Uhr.
Der Eintritt ist kostenfrei.








